Überforderung erkennen - 7 frühe Warnsignale – und wie Achtsamkeit dich zurück zu dir führt

Überforderung erkennen: 7 frühe Warnsignale – und wie Achtsamkeit dich zurück zu dir führt

Kennst du das?

Du funktionierst, du machst, du leistest und merkst gar nicht, dass du innerlich total leer bist. Du fühlst dich ausgebremst, denkst aber das ist völlig normal und Menschen in deinem Umfeld rden über emotionale Erschöpfung als wäre es ein Statussymbol. 

Bis dein Körper streikt.

Schlaf erholt dich nicht mehr.

Plötzlich bemerkst du, dass du wegen Kleinigkeiten ganz anders reagierst als früher.

Du bist panisch, wirst zickig, laut oder wütend.

Bei den kleinsten Kommentaren rastest du innerlich oder auch äußerlich aus.

Bis solche Stress Symptome wie Reizbarkeit, Leere oder emotionale Erschöpfung zum Dauerzustand werden.

Aber das muss nicht sein!

Ich kenne diese innere Überforderung, so ging es mir vor ein paar Jahren auch und ich habe die Stress Symptome so lange ignoriert, bis ich mich nicht mehr dagegen wehren konnte.

Meine innere Überforderung ließ sich nicht mehr verbergen

Zuerst habe ich es innerlich gespürt, aber sofort unterdrückt.

„Weil ich musste ja funktionieren“

Bis es sich körperlich gezeigt hat, aber auch da machte ich weiter.

„Es muss ja weitergehen“

Als es begann sich äußerlich zu zeigen, war es schon fast zu spät.

Ich war kaputt.

Innerlich leer, ausgebrannt.

Während um mich herum die Menschen erfolgreich ihre Ziele erreichten, fühlte ich mich immer schlechter.

Bis ich erkannte: Jeder hat Probleme. Jeder um mich herum hat Herausforderungen. 

Die Frage ist nur:

Wie kann ich Stress früh erkennen und wie gehe ich mit Herausforderungen um?

Überforderung erkennen beginnt immer im Inneren. Und wenn wir die Warnsignale nicht ernst nehmen, wird es sich äußerlich bemerkbar machen.

Früher oder später…

Wir können Überforderung nicht ewig unterdrücken.

Innere Überforderung entsteht nicht plötzlich.

Sie kündigt sich immer leise an.

In diesem Blogartikel zeige ich dir, wie du Überforderung erkennen kannst, bevor sie sich in Stress Symptomen, emotionaler Erschöpfung oder körperlichen Beschwerden zeigt – und wie Achtsamkeit im Alltag dein Nervensystem schützt.

Warum wir Überforderung erkennen, aber oftmals zu spät

Wir leben in einer Kultur des Durchhaltens.

Funktionieren gilt als Stärke. Pausen gelten als Schwäche.

Frühe Warnsignale einer Überlastung werden ignoriert, weil sie nicht dramatisch wirken:

„Ich bin halt müde.“
„Ist gerade viel los.“
„Das wird schon wieder.“

Doch innere Überforderung entsteht, wenn dein Nervensystem dauerhaft im Stressmodus bleibt – ohne echte Regulation.

Überforderung erkennen ist ein Teil von Achtsamkeit.  

Selbstliebe bedeutet hier nicht Rückzug, sondern Selbstfürsorge lernen, bevor es zu spät ist.

Die 7 frühen Warnsignale von Überforderung

(und wie ich sie selbst viel zu lange übergangen habe)

1. Reizbarkeit und emotionale Überreaktionen

Kleine Dinge haben mich plötzlich aus dem Gleichgewicht gebracht.

Ein falscher Ton, eine Nachfrage, eine Kleinigkeit – und innerlich war ich sofort angespannt, genervt oder emotional überfordert.

Nach außen habe ich mir immer wieder eingeredet: „Ich bin halt sensibel.“

Heute weiß ich: Das war kein Charakterzug – das war mein Nervensystem, das dauerhaft unter Strom stand.

Ich wollte funktionieren, da sein, alles im Griff haben.

Doch innerlich war ich schon lange überlastet. Meine Reaktionen waren nicht „zu viel“ – sie waren ein Hilferuf meines Körpers.

Und ich habe sie nicht gehört…oder wollte ich sie vielleicht nicht hören, um weiterhin zu funktionieren?

Wie ist es bei dir? Unterdrückst du oft Gefühle und Bedürfnisse, um es anderen Recht zu machen? Fühlst dabei aber, dass es sich komplett gegen dich richtet?

Dann ist das eine Art von Stress Symptomen und dem darf Beachtung geschenkt werden.

2. Innere Leere trotz voller Tage

Mein Kalender war voll.

Ich hatte Termine, Aufgaben, Verantwortung – und trotzdem fühlte ich mich innerlich leer. Meine Freude war immer wieder gedämpft und kam trotz Aktivitäten, die mir früher Spaß machten, nicht mehr so richtig durch.

Motivation kam nur noch aus Pflichtgefühl.

Selbst Dinge, die mir früher wichtig waren, haben mich nicht mehr wirklich erreicht.

Ich dachte lange, ich sei undankbar oder „nicht richtig da“.

Dabei war diese innere Leere ein Schutzmechanismus: Mein System war so überfordert, dass es begonnen hatte, Gefühle herunterzufahren.

3. Schlafprobleme & nächtliches Grübeln

Mein Körper war müde – aber mein Kopf kam nicht zur Ruhe.

Einschlafen fiel mir schwer, und wenn ich eingeschlafen bin, bin ich oft nachts aufgewacht.

Und das Schlimmste: Ich bin morgens aufgewacht – und noch bevor ich richtig wach war, war da Angst. Gedanken. Sorgen. Szenarien.

Ich war nicht erholt. Ich war angespannt – schon beim Aufwachen spürte ich wieder die aufkommende innere Überforderung, die mich täglich begleitete. 

Heute weiß ich: Mein Nervensystem hatte nie wirklich in den Ruhemodus gefunden.

4. Körperliche Stresssignale ohne klare Ursache

Irgendwann begann mein Körper deutlich zu sprechen:

  • Ich bekam über den ganzen Körper verteilt Ausschläge und meine Haut juckte
  • Ich hatte Husten, der nicht richtig verschwand und sehr laut war (was mir unangenehm war, gerade wenn wir unter Menschen waren)
  • Ein permanenter Blähbauch sorgte dafür, dass ich mich nicht mehr richtig wohlfühlte, besonders nach dem Essen gehen war es immer sehr unangenehm
  • Die eingeschränkte Verdauung, die ich hatte, machte mir nicht nur täglich Schmerzen, sie nahm mir auch eine Menge Energie, weil mein Körper permanent damit beschäftigt war unverdautes Essen mitzutragen
  • Ich hatte Nagelpilz, der nicht weggehen wollte
  • und ständig andere kleine Krankheiten, die mir Sorgen machten

Nichts davon war „dramatisch“. Aber alles zusammen war konstant da und belastete mich.

Ich habe mich durchchecken lassen, alle mögliche Medizin und pflanzliche Präparate ausprobiert und hatte dabei ständig Angst, ernsthaft krank zu werden.

Erst viel später habe ich verstanden: Mein Körper hat längst reagiert, während mein Verstand noch nach Lösungen suche, weiter durchzuhalten.

5. Das Gefühl ständig „keine Zeit“ zu haben

Selbst wenn ich Zeit hatte, fühlte sie sich nicht frei an.

Entspannung machte mich nervös. Pausen fühlten sich falsch an.

Ich hatte permanent das Gefühl, mich beeilen zu müssen – ohne genau zu wissen, wohin.

Dieses innere Gehetztsein war immer da.

Heute erkenne ich es klar: Das war innere Überforderung. Nicht zu viele Aufgaben – sondern zu wenig innerer Raum.

6. Rückzug oder soziale Erschöpfung

Ich war unter Menschen – und trotzdem nicht wirklich da. Nach Treffen war ich oft erschöpfter als vorher.

Nicht, weil ich Menschen nicht mochte. Sondern weil ich mich selbst kaum noch gespürt habe.

Ich habe mich innerlich verglichen, mich klein gefühlt, war ständig in Sorge, nicht zu genügen – sogar bei Menschen, die mir nahe standen.

Mein System war überreizt, mein Herz verschlossen.

7. Du spürst dich selbst kaum noch

Das vielleicht deutlichste Warnsignal: Ich habe mich selbst nicht mehr wahrgenommen.

Hunger? Ignoriert. Müdigkeit? Weggedrückt. Grenzen? Überschritten – von mir selbst.

Ich habe funktioniert. Für Kunden. Für Freunde. Für Familie.

Aber ich war nicht mehr bei mir.

Hier beginnt der eigentliche Verlust: Nicht der Verlust von Energie – sondern der Verlust der Verbindung zu dir selbst.

Das alles sind wichtige Warnsignale deines Körpers und deines Nervensystems und du solltest sie dankbar anerkennen.

Wenn du sie wahrnimmst, weil sie sich dir zeigen, ist das ein gutes Zeichen.

Es gibt dir die Möglichkeit etwas in deinem Leben zu verändern.

Dazu braucht es meistens keine großen Veränderungen.

Es sind oft kleine Ruheinseln, die du dir schaffen darfst, wodurch du die Herausforderungen im Leben leichter bewältigst.

Wie Achtsamkeit im Alltag dein Nervensystem beruhigt

Achtsamkeit bedeutet nicht, alles zu verlangsamen oder dein Leben umzukrempeln.

Sie bedeutet, früher zu bemerken, was in dir passiert – bevor dein Körper laut werden muss.

Bevor aus innerer Unruhe emotionale Erschöpfung wird.

Bevor aus Anspannung Schmerzen entstehen.

Bevor du dich selbst wieder verlierst, obwohl du „funktionierst“.

Achtsamkeit im Alltag heißt, mit deinem Nervensystem in Kontakt zu bleiben und Mini Rituale gegen Stress zu nutzen.

Nicht erst dann, wenn nichts mehr geht – sondern mitten im Leben.

Achtsamkeit im Alltag hilft dir:

1. Stress Symptome rechtzeitig zu erkennen

Du bemerkst schneller, wenn deine Gedanken rasen, dein Atem flach wird oder dein Körper unter Spannung steht.

Diese Körper Stresssignale sind die ersten Hinweise auf Überforderung – und gleichzeitig die Einladung, innezuhalten.

2. dein Nervensystem sanft zu beruhigen

Durch bewusstes Atmen, kurzes Innehalten oder das Spüren deines Körpers sendest du deinem Nervensystem ein klares Signal: Ich bin sicher. Genau hier beginnt Regulation.

3. Selbstfürsorge nicht erst bei Erschöpfung zu leben

Achtsamkeit bringt dich raus aus dem Dauer-Funktionieren. Du wartest nicht mehr, bis dein Körper streikt, sondern beginnst, dich im Alltag selbst ernst zu nehmen – mit kleinen, wirksamen Momenten der Rückverbindung.

Achtsamkeit ist kein weiteres To-Do. Sie ist die Fähigkeit, bei dir zu bleiben, auch wenn das Leben laut ist.

Und genau darin liegt ihre Kraft: Achtsamkeit ist gelebte Selbstliebe – auf Nervensystem-Ebene.

Wenn du mehr über das Thema „Selbstliebe lernen“ lesen möchtest, ist dieser Blogartikel ideal für dich.

7 Mini-Rituale gegen Stress, um sofort Druck zu reduzieren

1. 60 Sekunden Atem-Check-in – eine Hand auf den Bauch

Diese eine Minute hilft deinem Nervensystem, vom Tun ins Spüren zu wechseln. Die Hand auf dem Bauch bringt dich aus dem Kopf zurück in den Körper und signalisiert Sicherheit. Atme ein paar Mal tief ein und aus, das unterbricht den Stressmodus sofort.

2. Kurz innehalten vor jedem Übergang

Übergänge (von Arbeit zu Freizeit, von einem Raum in den nächsten) sind Momente, in denen Überforderung entsteht. Ein kurzes Innehalten hilft deinem Nervensystem, nicht alles mitzuschleppen. Du lässt bewusst los, bevor du weitergehst.

3. 5 Minuten Stille ohne Input

Keine Musik, kein Handy, keine Gespräche. Diese Stille gibt deinem Nervensystem die Möglichkeit, Reize zu verarbeiten. Erst in der Ruhe kann sich innere Balance wieder einstellen.

4. Ein bewusstes Nein pro Tag

Jedes Nein zu etwas, das dir nicht guttut, ist ein Ja zu dir selbst. Das Nervensystem entspannt sich, wenn Grenzen klar werden – auch bei kleinen Dingen. Selbstfürsorge wird hier praktisch gelebt.

5. Körper scannen: Wo ist Spannung?

Der Körper zeigt früher als der Verstand, wenn etwas zu viel ist. Indem du Spannung wahrnimmst – ohne sie sofort ändern zu wollen – beginnt bereits Entlastung. Wahrnehmung ist Regulation.

6. Einen Reiz weglassen (Radio, Fernseh, Handy)

Wir sind oft dauerhaft stimuliert, ohne es zu merken. Einen Reiz bewusst wegzulassen reduziert innere Überlastung sofort und schafft Raum für dich selbst – ohne etwas „tun“ zu müssen.

7. Frage dich täglich: „Was brauche ich JETZT?“

Diese Frage bringt dich in den Moment zurück. Nicht „was sollte ich“, sondern was brauche ich jetzt. Sie stärkt Selbstwahrnehmung, Selbstfürsorge und emotionale Klarheit.

Diese Mini Rituale gegen Stress wirken einzeln und in Kombination und lassen dich wieder mit dir selbst verbinden.

Notiere sie dir gerne auf Post-Its oder speichere sie dir als Erinnerung in deinem Handy ab und lass dich daran erinnern.

Wenn du diese Mini Rituale gegen Stress bewusst in deinen Alltag integrierst und immer wieder durchführst, werden sie zur Routine. Nach einer Weile kommst du an einen Punkt, an dem du es vermissen würdest, diese kleinen Rituale nicht auszuführen. Dann hast du es in deinem Nervensystem und Körper implementiert.

Mini-Meditation: Check-in mit mir selbst

Schließe die Augen.
Atme langsam ein und aus.
Spüre deinen Körper.

Frage dich: „Wie geht es mir wirklich – unter dem Funktionieren?“

Keine Lösung.
Nimm dich einfach nur wahr.
Das reicht.

Selbstliebe beginnt beim frühen Spüren.

Überforderung erkennen ist kein Zeichen von Schwäche

Es ist ein Zeichen von innerer Reife.

Wenn du lernst, dich früh zu spüren, musst du nicht mehr vom Körper gestoppt werden.

Achtsamkeit schützt dich nicht vor Stress – aber sie schützt dich davor, dich selbst zu verlieren.

Eine wunderbare Routine ist täglich zu meditieren und dich immer wieder mit dir selbst zu verbinden.

Damit stärkst du die Verbindung zu dir selbst, wodurch es dir viel schneller auffällt, wenn du davor stehst, dich mal wieder selbst zu verlieren. 

Du erschaffst dir durch Meditation dein eigenes Frühwarnsignalsystem

Das kommt dir dann zugute, wenn du Überforderung erkennen möchtest, bevor sie sich durch Stress Symptome in deinem Leben zeigt. 

In der östlichen Welt nennen sie das Prophylaxe, was wir auch kennen, aber meistens nur vom Zahnarzt. 

Achtsamkeit im Alltag zu integrieren durch Meditation ist wie Zähne putzen. 

Tu es für dich und aus Liebe zu dir selbst. 

Ich wünsche mir für dich, dass du dich selbst kennen & lieben lernst. 

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Die häufigsten Fragen zum Thema:

Überforderung erkennen: 7 frühe Warnsignale

Überforderung erkennen lässt sich an frühen Stress Symptomen wie Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafproblemen oder körperlichen Beschwerden ohne klare Ursache. Wer achtsam ist, kann innere Überforderung früh wahrnehmen und gegensteuern, bevor emotionale Erschöpfung oder gesundheitliche Folgen entstehen.

Typische Stress Symptome sind emotionale Erschöpfung, innere Unruhe, Verspannungen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Viele Menschen fühlen sich dauerhaft gestresst, obwohl ihr Alltag äußerlich normal wirkt. Diese Symptome deuten auf ein überlastetes Nervensystem hin.

 

Viele Menschen erkennen Überforderung zu spät, weil frühe Warnsignale als normaler Stress abgetan werden. Funktionieren wird gesellschaftlich belohnt, Pausen werden vermieden. Dadurch bleibt innere Überforderung lange unbemerkt, bis Körper oder Psyche deutlich reagieren.

Achtsamkeit im Alltag hilft, Stress früh zu erkennen und das Nervensystem zu beruhigen. Durch bewusstes Wahrnehmen von Körper, Atem und Gedanken sinkt innere Anspannung. So wird Selbstfürsorge möglich, bevor Erschöpfung oder Überforderung entstehen.

Meditation bei Stress hilft nachweislich, das Nervensystem zu regulieren. Sie reduziert innere Unruhe, Grübelgedanken und emotionale Anspannung. Regelmäßige Meditation stärkt die Selbstwahrnehmung und unterstützt langfristig innere Balance und Resilienz.

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Selbstfürsorge lernen bedeutet, eigene Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen und ernst zu nehmen. Dazu gehören klare Grenzen, regelmäßige Pausen und achtsamer Umgang mit Stress. Selbstfürsorge unterstützt die emotionale Gesundheit und hilft, Überforderung früh zu vermeiden.

In diesem Blogartikel erfährst du, wie du Selbstliebe lernen kannst (es ist leichter, als du denkst)

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Lisa Hoffmann DeepHeart zertifizierte Meditationslehrerin

Ich helfe dir, wieder in deine Kraft zu kommen, damit du dich beruflich und privat innerlich stabil fühlst und dein Leben bewusst so ausrichten kannst, wie du es dir wünschst.