Folge 16 | 16.01.2026
"Nein sagen" ist ok, unter einer Bedingung (Ohne sie sabotierst du dich wieder selbst)
Wie oft sagst du „Nein“ und fühlst dich danach trotzdem schlecht?
In dieser Podcastfolge spreche ich über einen inneren Konflikt, der entsteht, wenn du Grenzen setzt, dich aber trotzdem schlecht fühlst und an der Entscheidung zweifelst.
Ich teile mit dir:
- was in dir passiert, wenn dein Nein zwar nach außen klar wirkt, innerlich aber nicht aus dir heraus kommt
- wann sich Grenzen schwer anfühlen
- weshalb ein Nein nur dann Frieden bringt, wenn es nicht aus dem Kopf, sondern aus deiner inneren Klarheit entsteht
In dieser Folge erfährst du:
- was Schuldgefühle nach einem Nein wirklich bedeuten
- weshalb Grenzen setzen zu Selbstsabotage führen kann
- welche eine Bedingung erfüllt sein muss, damit dein Nein sich stimmig anfühlt
Diese Folge ist eine Einladung, dein Nein neu zu betrachten – als Verbindung zu dir selbst.
Du bist oft innerlich verunsichert, kannst keine Entscheidungen treffen oder triffst sie zu oft aus dem Kopf?
Dann ist das deine Lösung:
https://deepheartmission.com/bonus
Transkript
(00:00)
Willkommen zum DeepHeart Talk, dein Podcast für mehr innere Ruhe und Balance im Leben. Hi, ich bin Lisa, und heute spreche ich darüber, wann Nein sagen okay ist und wann du es auch nicht tun solltest.
Diese Folge ist so eine Art kleiner Reminder. Sie wird relativ kurz und ich spreche darüber, wie ich Entscheidungen treffe und wie ich mich – trotz vieler To-dos, die mich tagsüber begleiten – selbst nicht verliere.
(00:30)
Und ja, das ist so mein kleiner Geheimtrick, der in fast allen Fällen funktioniert. Deshalb möchte ich ihn mit dir teilen.
Du kennst bestimmt diese Sprichwörter: „Sag Ja zum Leben“, „Sei spontan, dann sagt das Leben auch Ja zu dir“. Da ist auch etwas dran, das ist auch schön und richtig. Nur manchmal sind wir im Alltag einfach gefangen.
(00:54)
Im Urlaub ist es vielleicht leichter, spontan Ja zu sagen. Aber im normalen Alltag geht das oft nicht. Dann ist dieser Spruch vielleicht gar nicht so dienlich, sondern erzeugt eher ein Schuldgefühl in dir.
Du denkst dann: Eigentlich müsste ich so sein, aber ich schaffe es einfach nicht.
(01:12)
Und vielleicht denkst du dann sogar: Mit mir stimmt etwas nicht.
Ich möchte dir ganz klar sagen: Das ist Bullshit. Es ist einfach Fakt, dass man manchmal viel zu tun hat. Und dann sollte man sich nicht auch noch von gut gemeinten Persönlichkeitssprüchen verunsichern lassen und sich dadurch schlecht fühlen oder denken, man bekommt sein Leben nicht auf die Reihe.
(01:36)
Vielleicht geht es einfach darum, anders damit umzugehen und sich nicht so sehr von solchen Sprüchen leiten zu lassen. Denn sie können schnell zum Verhängnis werden.
Wir fühlen uns dann innerlich zerrissen – vielleicht zweigeteilt, dreigeteilt oder noch mehr – je nachdem, wie viel wir zu tun haben. Wir versuchen, es allen recht zu machen, und verlieren dabei uns selbst.
(02:01)
Ich kenne das selbst aus dem Arbeitsalltag. Man sagt nicht Nein, nimmt noch ein Projekt an, noch eine Aufgabe, obwohl man eigentlich schon viel zu viel hat.
Und plötzlich sehen auch alle anderen dich so: Es wird normal, dir alles zu geben. Sie laden ihre Arbeit bei dir ab, und du sitzt da und weißt gar nicht mehr, wie du das alles schaffen sollst. Und das soll natürlich nicht so sein.
(02:28)
Es sollte immer in einem gesunden Maß sein, in Balance. Und das bezieht sich nicht nur auf die Arbeit. Das kann genauso im Haushalt sein, in der Partnerschaft oder in der Familie.
Natürlich gibt es die Möglichkeit, klare Regeln aufzustellen, und das ist auch hilfreich. Aber das ist nur eine Seite der Medaille.
(02:56)
Denn es kann sein, dass du klare Regeln hast, dich innerlich aber trotzdem verantwortlich fühlst. Und wenn du dann Nein sagst, fühlst du dich schuldig.
Und das sollte eigentlich nicht passieren. Denn dieses Nein hilft dir zwar kurzfristig, weniger zu tun zu haben, aber langfristig nicht, wenn du dich dabei schlecht fühlst.
(03:29)
Denn wenn du Nein sagst und dich dabei nicht gut fühlst, entstehen Gefühle und Emotionen in deinem Körper. Diese setzen sich fest.
Langfristig kann das dazu führen, dass du in eine Abwärtsspirale gerätst, weil du immer wieder – trotz guter Absicht – Emotionen produzierst, die dein System belasten.
(03:51)
Du meinst es gut und denkst: Okay, ich ändere jetzt etwas.
Aber wenn etwas tief in dir sitzt, dann darfst du zuerst genau das anschauen und verändern. Erst dann wird dein Leben wirklich leichter.
(04:00)
Was mir dabei immer hilft, wenn ich vor einer Entscheidung stehe, ist mir eine ganz einfache Frage zu stellen:
Sage ich damit zu mir selbst Nein?
(04:23)
Das ist manchmal schwer. Wir wollen es allen recht machen. Oder die Umstände erfordern es einfach, dass man Ja sagt, obwohl man eigentlich Nein möchte. Und manchmal geht es dann wirklich nicht anders.
(04:23)
Und dafür habe ich noch einen wichtigen Tipp:
Wenn es einmal nicht anders geht, verurteile dich nicht dafür. Denn egal, ob du Ja oder Nein sagst – wenn du dich dabei schlecht fühlst, speichert dein Körper dieses Gefühl.
(04:47)
Das zeigt sich dann oft durch Blockaden: in der Menstruation, durch Kopfschmerzen, Migräne oder extreme Müdigkeit.
Du wunderst dich dann, warum du keine Energie hast. Dabei kann dein Körper einfach nicht gut arbeiten, weil dein System blockiert ist.
(05:17)
Deshalb ist es so wichtig, dass du Situationen, die gerade nicht anders lösbar sind, annimmst.
Sag dir: Okay, dann ist es jetzt so.
Ohne Selbstverurteilung.
(05:17)
Gleichzeitig darfst du aber aufpassen, dich nicht automatisch hinten anzustellen, nur weil es im ersten Moment leichter erscheint. Genau das passiert nämlich schnell.
Wir denken: Es geht gerade nicht anders. Dabei gäbe es oft Alternativen, aber sie würden mehr Zeit oder Bewusstsein erfordern.
(05:41)
Wir glauben oft, alles müsse schnell gehen. Wir müssten uns sofort entscheiden. Und zack – stellen wir uns wieder selbst hinten an.
Wenn man nicht bewusst ist, rutscht man sehr schnell wieder in diese alte Spirale.
(06:02)
Was mir immer hilft, wenn ich unsicher bin und mein Kopf voller Gedanken ist – auch in Situationen, in denen ich mich schnell entscheiden muss – ist meine Atemtechnik.
(06:02)
Das sind fünf Minuten, in denen ich mich hinsetze und bewusst atme. Danach bin ich klarer und sicherer.
Wenn du magst, probier das gern einmal aus.
(06:20)
Die Atemtechnik findest du in den Shownotes.
Und so ging es mir auch letztens: Ich kam vom Schreibtisch, hatte viel zu tun, mein Nervensystem war sowieso schon etwas instabil.
(06:45)
Dann ging es ums Kochen: Was machen wir?
Und ich habe gemerkt: Ich kann keine Entscheidung treffen. Ich kann nicht auf meinen Körper hören. Ich habe die Verbindung verloren.
Ich wusste nicht, was da ist, was ich daraus machen könnte, worauf ich überhaupt Lust habe. Es ging einfach gar nichts mehr.
(07:17)
Ich war einfach zu und total unsortiert.
Dann habe ich mich fünf Minuten zurückgezogen, Kopfhörer aufgesetzt, meine Atemtechnik gemacht. Und danach habe ich mich gefühlt wie neu geboren.
(07:17)
Ich dachte nur: Wow, wie einfach und wie schnell kann es gehen, dass man sich wieder gut fühlt.
Ich war so dankbar dafür, diese Atemtechnik zu kennen und nutzen zu können.
(07:48)
Sie wirkt einfach schnell. Deshalb mag ich sie so und empfehle sie dir von Herzen.
Probier sie aus und schau, was sie mit dir macht. Denn du wirst merken: Manchmal braucht es keinen Urlaub, kein Retreat und keinen Workshop, um sich besser zu fühlen oder klarer zu werden.
(08:05)
Und oft hat man dafür ja auch gar keine Zeit.
Deshalb lege ich dir diese Atemtechnik wirklich ans Herz. Du kannst sie jederzeit nutzen, wenn du merkst: Mein Kopf ist voll, ich kann mich nicht entscheiden.
(08:05)
Und das Gute ist: Du musst dafür nichts können.
Du brauchst keine Meditationserfahrung. Atmen ist etwas Angeborenes.
(08:40)
In dieser Technik nutzen wir einfach bewusstes, zielgerichtetes Atmen. Eine spezielle Atemtechnik, die dich aus dem Moment rausholt, dich zentriert, erdet und wieder klar im Kopf macht.
Probier es einfach aus.
(08:40)
In den Shownotes findest du den Link. Schreib mir auch gern, wie du es empfunden hast. Darüber freue ich mich immer sehr.
(09:00)
Und dann wünsche ich dir einen wunderschönen Tag, Abend oder wann auch immer du diese Podcast-Folge gehört hast.
Ich freue mich auf die nächste Folge.
Bis dann.
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