DeepHeart Talk Podcast Folge 14: Heilung durch Atem – wie Breathwork Emotionen sanft löst | zu Gast Breath Coach Peter Steinlechner

Folge 14 | 01.01.2026

Heilung durch Atem – wie Breathwork Emotionen sanft löst | zu Gast Breath Coach Peter Steinlechner

Wie kann Breathwork emotionale Heilung und Trauma-Lösung unterstützen?

In dieser berührenden Podcastfolge teilt Breath Coach Peter Steinlechner seine eigenen Erfahrungen und zeigt, wie bewusstes Atmen tiefgreifende Veränderung bewirken kann.

Peter teilt offen und ehrlich von Momenten aus seiner Arbeit, in denen sich durch bewusste Atmung tief sitzende Emotionen und alte Traumata lösen durften.

Besonders bewegend: Seine eigene Geschichte, in der Breathwork ihm geholfen hat, eine Emotion zu lösen, die ihn über viele Jahre begleitet und belastet hat.

Diese Folge ist ruhig, ehrlich und tief – und lädt dich ein, dich selbst auf einer neuen Ebene zu spüren.

In dieser Podcastfolge sprechen wir darüber:

  • was „richtiges Atmen“ wirklich bedeutet
  • warum so viele Menschen den Zugang zu ihrer Atmung verloren haben
  • wie du Schritt für Schritt wieder lernst, tiefer und bewusster zu atmen
  • warum Breathwork ein kraftvoller Schlüssel für emotionale Heilung sein kann


Diese Folge ist für dich, wenn du…

  • neugierig bist, welche Wirkung Atmung auf Körper & Emotionen haben kann
  • merkst, dass du oft flach atmest oder kaum Luft bekommst
  • das Gefühl hast, den natürlichen Zugang zu deinem Atem verloren zu haben
  • dich nach mehr Verbindung, Tiefe und innerer Befreiung sehnst


Hör rein und lass dich berühren – vielleicht beginnt genau hier dein nächster innerer Atemzug.

Wenn dich das Thema Breathworking inspiriert hat und du tiefer eintauchen möchtest:

Folge Peter auf Instagram und lerne seine Arbeit kennen: instagram.com/soulflowbreathwork/

Für den direkten Einstieg lädt dich Peter zu seiner 30 Tage Breathwork Challenge ein:
Über diesen Link kannst du kostenlos teilnehmen

(00:06)
Willkommen zum Depart Talk, deinem Podcast für mehr innere Ruhe und Balance im Leben. Hi, ich bin Lisa, zertifizierte Meditationslehrerin, und nehme dich hier mit auf meine Reise. Dich erwarten praktische Impulse, liebevolle Reminder und spannende Interviews, die dir helfen können, dich selbst besser zu verstehen und dein Leben bewusster zu gestalten.

(00:26)
Heute habe ich einen Gast bei mir. Hallo Peter.
Hi Lisa, grüß dich. Schön, dass ich da bin.
Schön, dass du da bist. Bevor wir anfangen, stell dich unseren Gästen gerne einmal vor, denn ich weiß nicht, ob dich schon alle kennen.

(00:51)
Ja, hi. Ich bin Peter Steinlechner aus dem wunderschönen Tirol und bin zertifizierter Breath Coach. Ich kenne Lisa jetzt auch schon eine ganze Weile.
Wie lange kennen wir uns eigentlich schon? Drei, vier Jahre?
Ja, vielleicht sogar noch länger.
Ja, ich glaube vier Jahre ungefähr.
Genau. Und ich betreibe im Prinzip Breathwork, wie man so schön sagt. Also alles, was mit Atmung zu tun hat. Das Thema macht mir extrem viel Spaß und ist natürlich auch sehr nah an der Meditation, kann man sagen.

(01:15)
Mhm. Ja, tatsächlich habe ich selbst noch gar nicht so viele Einblicke ins Breathwork gehabt. Ich benutze Atmung natürlich beim Meditieren, weil sie sehr befreiend wirken kann. Aber erzähl doch gerne ein bisschen über deine Arbeit. Ich finde das mega spannend und habe bewusst vorher zu Peter gesagt: Erzähl mir nicht zu viel darüber, damit ich im Gespräch wirklich neugierig bleiben und spannende Fragen stellen kann. Ich denke, das interessiert auch viele andere Menschen, weil in der Atmung unglaublich viel steckt, was uns helfen kann.

(01:45)
Definitiv. Im Prinzip kann man wirklich sagen: Die Atmung ist das Erste, was passiert, wenn wir auf die Welt kommen. Der erste Atemzug beim Baby. Und was passiert, wenn wir diese Erde wieder verlassen? Wir atmen aus, das ist unser letzter Atemzug.
Das heißt, die Atmung begleitet uns unser ganzes Leben. Wir brauchen sie, um zu leben. Und was mit der Atmung alles möglich ist, hätte ich mir früher selbst nicht vorstellen können – oder wie wichtig sie tatsächlich für uns Menschen ist.
Früher habe ich das alles immer in diese tiefe Esoterik-Ecke geschoben und gedacht: Das ist Humbug. Bis ich dann selbst in diese Richtung gegangen bin.

(02:28)
Meditation habe ich immer wieder mal probiert. Man kennt das ja: Wenn man selbstständig ist oder Unternehmer, dann heißt es immer, man soll sich Routinen aufbauen, und Meditation gehört da irgendwie dazu.
Ich bin aber ein Mensch, der nicht ruhig sitzen oder liegen kann. Ich muss mich immer bewegen. Mit Meditieren habe ich es deshalb nie wirklich geschafft.
Dann bin ich auf das Thema Atmung gestoßen, habe davon gehört und gedacht: Interessant, spannend. Ich habe mal eine Übung mitgemacht und gemerkt: Da passiert wirklich etwas – und das schon nach fünf Minuten. Ich dachte: Das kann doch nicht wahr sein.
Dann habe ich das Ganze aber wieder ein bisschen vergessen.

(03:26)
Meine Frau ist Masseurin und hat eine eigene Massagepraxis. Irgendwann kam sie mit der Idee zu mir, dass sie etwas Neues oder Zusätzliches anbieten möchte, um den Menschen noch mehr helfen zu können.
Da habe ich gedacht: Da war doch etwas mit der Atmung. Und wie es der Zufall wollte, habe ich kurz darauf eine Werbeanzeige gesehen für eine Breath-Coach-Ausbildung. Ich habe mir das angeschaut und gedacht: Zeit habe ich, dann mache ich das.
Ich habe diese Ausbildung gemacht, und das war für mich wirklich ein Rundumschlag. Was ich dort alles erleben durfte – sowohl bei mir selbst als auch bei anderen Menschen, mit denen ich geübt habe – war einfach faszinierend.

(04:22)
Das Feedback der Leute war unglaublich. Da habe ich gemerkt: Verdammt, das funktioniert wirklich. Da muss ich mehr daraus machen.
Kannst du uns vielleicht einen kurzen Einblick geben, was mit Atmung alles möglich ist?

(04:58)
Mit der Atmung hast du im Prinzip deine eigene innere Medizin. Deinen eigenen Heiler in dir. Du kannst damit direkten Einfluss auf dein Nervensystem nehmen – und das ist die einzige Möglichkeit, das aktiv zu tun.
Mit der Atmung steuerst du den Sympathikus, also den Flucht- oder Kampfmodus unseres Körpers. Zum Beispiel: Du gehst über eine Kreuzung, die Ampel ist grün, du machst einen Schritt nach vorne, und plötzlich fährt ein Auto vorbei. Du ziehst automatisch scharf die Luft ein. Der Sympathikus ist aktiv – Überlebensmodus.
Der Parasympathikus hingegen ist für Ruhe, Regeneration und Erholung zuständig. Und genau dieses System kannst du mit der Atmung gezielt beeinflussen.

(05:48)
Es gibt verschiedenste Atemtechniken. Funktionelle Atmung ist dabei extrem wichtig.
Wenn jemand zum Beispiel schlecht einschläft, gibt es eine simple Atemtechnik, die man beim Einschlafen anwenden kann – ganz ohne Mittelchen.
Oder beim Sport: Jeder weiß, wie wichtig Regeneration ist. Mit Atmung kannst du diese aktiv unterstützen, weil du die Zellen im Körper wieder in Bewegung bringst und Regeneration bewusst anstößt.

(06:32)
Ein weiteres Beispiel ist Bluthochdruck. Da gibt es eine einfache Übung, das sogenannte „Summen der Biene“.
Man atmet vier bis sieben Sekunden tief durch die Nase ein und summt beim Ausatmen wie eine Biene. Dieses Vibrieren beruhigt den Körper und senkt nachweislich den Blutdruck. Das ist wissenschaftlich belegt.

(07:28)
Ja, das kann ich bestätigen. Ich war selbst eine Zeit lang in einem dauerhaften Fluchtmodus. Kurzzeitig ist das normal, aber man kann darin auch hängen bleiben – durch Ängste oder Unsicherheit. Dann ist das Nervensystem permanent überlastet.
Ich habe gemerkt, dass ich kaum noch richtig atmen konnte. Ich habe gar nicht mehr aus dem Bauch geatmet. Beim Yoga habe ich gemerkt, dass mir Kraft fehlt – aber eigentlich lag es daran, dass ich meinen Körper nicht richtig genutzt habe.
Dann habe ich Qigong gemacht, weil dort die Atmung sehr bewusst eingesetzt wird. Ich musste erst wieder lernen zu atmen. Ich glaube, das haben viele Menschen verlernt und leben deshalb in ständiger Kurzatmigkeit.

(08:58)
Genau das ist es. Die meisten Menschen haben verlernt zu atmen. Man sieht das überall: Viele sind reine Brustatmer.
Das führt zu noch mehr Stress, und irgendwann landet man im Burnout – der neuen Volkskrankheit.
Deshalb gibt es mittlerweile sogar Projekte, bei denen Atemtraining schon in Schulen mit Kindern gemacht wird, weil viele bereits früh falsch zu atmen beginnen.

(10:11)
Ich kenne das auch. Ich musste Bauchatmung erst wieder lernen. Heute fühlt es sich normal an, aber früher hat sich mein Bauch beim Atmen kaum bewegt.
Das Faszinierende ist, dass man das alles nie bewusst wahrnimmt – genauso wie beim Schlafen. Viele Menschen atmen nachts durch den Mund. Mundatmung ist aber ungünstig.
Die Nase filtert, erwärmt die Luft und produziert Stickstoffmonoxid, das wichtig für den Sauerstofftransport im Körper ist.

(10:59)
Es gibt auch den sogenannten Bolt-Wert, den man messen kann. Der zeigt, wie effizient deine Atmung ist und wie gut deine Zellen mit Sauerstoff versorgt werden.
Bei den meisten Menschen ist dieser Wert eher schlecht – durch flache Atmung. Daraus können langfristig auch Krankheiten entstehen, weil alles mit Mangel zu tun hat.

(11:47)
Das zeigt auch, dass das Ganze nichts Esoterisches ist. Das ist rein körperlich, faktisch und messbar. Atmung ist überlebenswichtig.

(12:07)
Absolut. Und wenn wir richtig atmen, wird das Leben leichter, weil wir es aktiv steuern können. Yoga, Qigong – überall spielt Atmung eine zentrale Rolle.
Im asiatischen Raum war das schon immer so. Bei uns im Westen kommt es langsam an, aber meiner Meinung nach noch viel zu wenig, auch wenn mittlerweile immer mehr Ärzte damit arbeiten.

(12:52)
In Meditation nutzen wir Atemübungen oft, um Emotionen zu lösen. Wenn wir uns wandeln oder transformieren wollen, muss sich etwas lösen – und Atmung hilft dabei enorm.

(13:20)
Beim Breathwork gibt es einerseits funktionelle Atmung für den Alltag und andererseits Atemreisen.
Vor einem wichtigen Meeting oder bei Müdigkeit kann eine kurze Atemübung oft mehr Energie bringen als ein Espresso.
Atemreisen gehen tiefer. Durch längere Atemsequenzen wird der Frontallappen ruhiger, ähnlich wie bei Hypnose, und wir bekommen Zugang zum Unterbewusstsein.

(14:33)
Da können Blockaden, alte Glaubenssätze oder sogar Kindheitsthemen auftauchen. Manchmal passiert scheinbar nichts, manchmal sehr viel. Aber es löst immer etwas aus.
Man geht heute davon aus, dass Traumata über mehrere Generationen gespeichert werden – im Körper, in Spannungen. Das passt auch gut zur Körperarbeit meiner Frau in der Massage.

(15:42)
Verspannungen kommen selten einfach so. Wenn man nur Symptome behandelt, ohne die Ursache zu lösen, kommt alles wieder.
Das habe ich bei meiner ersten Atemreise selbst erlebt. Ich bin eigentlich kein besonders emotionaler Mensch, aber da habe ich wirklich geweint.
Ich habe ein ungeborenes Kind gesehen – meine Frau und ich können keine Kinder bekommen – und dieses Bild hat mir Geborgenheit gegeben und mir das Gefühl vermittelt, dass alles gut ist.
Danach war da eine tiefe Dankbarkeit, ein Gefühl, das ich so noch nie erlebt hatte.

(17:31)
Viele beschreiben Ähnliches: Manche weinen, manche lachen. Es ist unglaublich, was da im Raum passiert.
Als Begleiter spricht man die ganze Zeit, unterstützt mit Körperarbeit, berührt die Menschen achtsam und hilft ihnen durch den Prozess.
Dieser Raum ist sehr intensiv – emotional fast kaum in Worte zu fassen.

(19:18)
Viele stecken solche Erfahrungen schnell in die Esoterik-Schublade, oft aus Angst, sich damit auseinanderzusetzen. Gefühle zuzulassen macht verletzlich – aber genau das macht uns menschlich und verbindet uns.
Manche erlauben sich das erst, wenn sie krank sind oder nicht mehr weiterwissen. Dabei wäre Neugier ein viel schönerer Zugang.

(20:58)
Letztlich geht es darum, uns zu befreien und glücklich zu sein. Meditation hatte früher auch diesen Esoterik-Stempel und ist heute viel akzeptierter – auch wenn sie noch längst nicht genug genutzt wird.
Viele glauben, sie seien nicht der Typ dafür. Dabei gibt es so viele Zugänge: über den Körper, über Atmung, über Bewegung.

(22:17)
Am Ende haben wir alle das gleiche Bedürfnis: Ruhe, Einkehr, Verbindung.
Der Körper wehrt sich am Anfang oft, will wegrennen. Das kenne ich selbst. Aber genau das ist Teil der Arbeit. Es braucht Willenskraft, Disziplin – und danach kommt eine tiefe Ruhe.

(24:07)
Geführt zu werden hilft enorm – egal ob bei Meditation oder Breathwork. Alleine anzufangen ist oft schwierig.
Online-Atemreisen sind möglich, aber ich biete sie auch vor Ort an. Gerade Yoga-Leute finden das spannend, weil Breathwork viele Techniken vereint – Pranayama, Wim Hof und vieles mehr.

(25:47)
Wichtig ist Aufklärung. Bei starker Atmung können Kribbeln, Kälte oder Schwindel auftreten – das ist normal. Ohne Vorbereitung kann das Angst machen.
Deshalb ist Begleitung so wichtig. Sonst brechen viele ab und denken, das sei nichts für sie.

(27:18)
Der Körper weiß genau, was er braucht. Manche lachen, manche weinen, manche spüren wenig. Aber es passiert immer das Richtige.
Am besten ist es, es selbst zu erleben.

(28:39)
Mehr Infos gibt es auf meinem Instagram-Kanal Soulflow Breathwork.
Außerdem gibt es eine kostenlose Atemkraft-Community mit einer 30-Tage-Atemchallenge, in der man verschiedene Atemtechniken kennenlernt und sieht, was schon in kurzer Zeit möglich ist.

(29:49)
Danke, dass du hier warst, Peter.
Gerne, danke dir. Und abschließend: Nutzt eure Atmung. Atmung ist Leben. Der Heiler ist in euch – ihr müsst ihn nur richtig nutzen.
Danke. Bis bald.
Ciao.

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