Folge 18 | 30.01.2026
Wie du zu dir selbst findest - Human Design x Meditation | Interview mit Sam Cadosch
In dieser Podcastfolge ist Sam Cadosch bei mir zu Besuch und wir sprechen über Human Design, Meditation und wie wir mit diesen Methoden unsere eigenen Wege gefunden haben.
Diese Folge ist für dich, wenn du
- neugierig bist und erfahren willst, was Human Design ist und was es dir für dein Leben bringt
- denkst „Meditation ist nichts für mich“ (du wirst erkennen, woran es wirklich liegt)
- müde bist und keine Lust hast auf noch mehr Disziplin, Druck und Zwang
- das Gefühl hast, dir nicht erlauben zu können, du selbst zu sein
- noch nicht deinen eigenen Weg gehst (aber das tiefe Verlangen hast, dies zu tun)
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Transkript
(00:00) Willkommen zum DeepHeart Talk, deinem Podcast für mehr innere Ruhe und Balance im Leben. Hi, ich bin Lisa und nehme dich mit auf meine Reise. Dich erwarten praktische Impulse, liebevolle Reminder und spannende Interviews, die dir helfen, dich selbst besser zu verstehen und dein Leben bewusster zu gestalten.
(00:17) Heute habe ich wieder einen Gast bei mir, die liebe Sam. Hi Sam.
Sam: Hello Lisa, mega schön, dass ich da sein darf.
Lisa: Ja, schön, dass du dir die Zeit nimmst. Ich bin sehr gespannt, über was wir alles sprechen. Ich erzähle euch mal kurz, woher ich Sam kenne. Wir kennen uns schon ein paar Jahre und haben uns über ganz andere Projekte kennengelernt – also eigentlich ziemlich anders, als das, was wir jetzt tun. Aber es hat irgendwie connected und ist auch geblieben. Deswegen ist es jetzt so schön, dass unsere beiden Themen zusammenpassen.
(00:49) Wir haben früher zusammengearbeitet, aber zu etwas ganz anderem. Jetzt haben wir wieder eine Verbindung – richtig schön, dass du da bist.
Sam: Ja, mega schön. Es ist echt witzig. Wir kamen aus einer Richtung, haben uns unabhängig voneinander entwickelt und dann hat es wieder gematcht. Jetzt einfach wieder.
(01:14)
Lisa: Genau. Es zeigt, dass es schön ist, wenn man sich verändert. Menschen, die wichtig sind oder eine besondere Bedeutung haben, trifft man immer wieder. Magst du kurz erzählen, was du machst, damit die Leute dich kennenlernen?
(01:34)
Sam: Ja, ich bin Sam aus der Schweiz. Mein Herz brannte schon immer für Themen wie: Wie komme ich im Leben weiter? Wie kann ich mehr aus mir herausholen? Spiritualität… wobei ich vorsichtiger mit diesem Wort geworden bin. Heute bin ich beim Human Design angekommen. Ich gebe Human Design Readings und Coachings und arbeite sehr eng mit dem Mond zusammen. Das sind meine beiden Hauptthemen, die meine Arbeit und meinen Alltag begleiten.
(02:27) Das eine erinnert uns daran, wer wir wirklich sind, und die Arbeit mit dem Mond zeigt, dass alles in Zyklen läuft. Das Leben fällt leichter, wenn wir mit den natürlichen Zyklen gehen, anstatt nur unserem Kalender zu folgen.
(02:47) Oft fühlen wir uns getrieben, weil wir denken, wir müssten etwas tun oder Zielen hinterherrennen, die gar nicht zu uns passen. Human Design hilft dabei, das zu erkennen.
(03:20)
Lisa: Ich lieb’s. Ich kenne Human Design seit sieben Jahren und arbeite fast täglich mit meinem eigenen Chart. Es hilft, sich immer wieder daran zu erinnern, dass wir eine Anleitung für unser Leben haben. Ich bin dankbar, dass ich es kennenlernen und weitergeben kann.
(03:52)
Lisa: Magst du erzählen, wie Human Design hilfreich ist?
(04:23)
Sam: Human Design erinnert uns daran, wer wir wirklich sind. Ich erzähle niemandem etwas Neues über sich, sondern erinnere sie an das, was sie vielleicht als Kind automatisch gelebt haben, aber im Laufe des Lebens vergessen haben. Wir werden alle konditioniert – durch Eltern, Lehrer, Umfeld – und das ist nicht schlecht.
(04:49) Auf dem Weg verlieren viele Menschen den Bezug zu ihren Stärken. Wenn du jemanden fragst: „Was sind deine Stärken?“, wissen viele keine klare Antwort. Man fühlt sich unsicher, ob das, was man ist, korrekt oder erlaubt ist.
(05:22) Ich erinnere mich noch an mein erstes Human Design Chart. Ich fand es zunächst komplett falsch, weil mein Jahrgang falsch eingetragen war. Nach einem halben Jahr, als ich es richtig las, erkannte ich mich selbst darin. Das war eine Befreiung – die Erlaubnis, meine Energie und Persönlichkeit anzunehmen.
(09:15)
Lisa: Du sagst etwas Wichtiges: sich die Erlaubnis zu geben. Wir haben durch Konditionierung verlernt, auf uns zu hören. Meditation hilft, diese Verbindung wiederherzustellen.
(09:42) Wenn man sich auf sich selbst einlässt, merkt man, dass das Wissen aus Human Design oder Meditation erst Wirkung zeigt, wenn man es umsetzt.
(10:41) Das Wissen allein verändert nichts. Aber es gibt Orientierung und Sicherheit, die nächsten Schritte zu gehen.
(11:00) Wer sein Leben lang wartet, aus Angst, den nächsten Schritt zu machen, verpasst Chancen, glücklich zu werden.
(11:45) Viele Menschen trauen sich nicht, Meditation zu nutzen, weil sie denken: „So darf ich nicht sein.“ Doch erst wenn man es für sich selbst definiert, funktioniert es.
(12:06) Ich habe oft erlebt, dass ich Dinge machte, die ich verstand, und gleichzeitig erkannte, dass das Verstehen des Verstandes den Körper und das Handeln unterstützt. Human Design ist ähnlich: Wissen allein reicht nicht, es muss umgesetzt werden.
(12:00)
Sam: Die Kopfarbeit allein reicht nicht. Wenn du das Wissen nicht in den Körper bringst – z. B. durch Meditation oder andere Methoden –, dann kann es dein Leben nicht verändern.
(13:13)
Lisa: Genau. Es ist spannend, diese Reise zu beginnen. Früher wurde Spiritualität oft belächelt oder abgestempelt. Heute bekommt sie mehr Anerkennung und ist sogar teilweise wissenschaftlich belegt.
(14:11)
Lisa: Viele Menschen versuchen, vom Stressmodus sofort in den kompletten Entspannungsmodus zu springen – das funktioniert nicht. Unser Kopf rebelliert, der Körper fühlt sich überfordert. Kleine Schritte sind entscheidend.
(14:52)
Sam: Meditation ist für mich sehr individuell. Es gibt unterschiedliche Arten und Phasen. Manchmal meditiere ich klassisch, manchmal durch Bewegung oder Visualisierung, zum Beispiel beim Gehen durch die Stadt – eine Art Walking Meditation.
(17:14) Ich erlebe in diesen Momenten Downloads oder Impulse, die ich direkt umsetzen kann. Auch alltägliche Tätigkeiten können meditativ wirken, wenn man bewusst im Moment ist.
(18:12) Ich habe lange geglaubt, ich müsse „richtig meditieren“ – bis ich erkannt habe: Ich kann Meditation für mich selbst definieren.
(18:38)
Lisa: Du hast zwei wichtige Punkte angesprochen: Phasenabhängigkeit und selbst herauszufinden, was einem guttut. Beides lernt man nur durch Tun, nicht durch Lesen oder Zuschauen.
(19:10)
Sam: Ja, und oft braucht es jemanden, der begleitet – speziell bei Meditation oder Human Design. Denn nicht alles ist sofort klar, nicht alles fühlt sich direkt richtig an.
(20:37) Außerdem hilft es, eine eigene Routine zu entwickeln. Dafür braucht es Zeit, ein gutes Körpergefühl und auch Verstandesebene.
(21:05)
Lisa: Absolut. Ich habe Jahre gebraucht, um eine gesunde Beziehung zur Meditation zu entwickeln. Anfangs fühlte ich mich verpflichtet, alles „richtig“ zu machen.
(21:53)
Sam: Wovor hattest du Angst?
Lisa: Ich hatte Angst, es nicht richtig zu machen, dass meine Bemühungen umsonst sind. Ich wollte Ergebnisse sehen – Stress abbauen, manifestieren, visualisieren.
(23:11) Dieses „Erlaubnis-Ding“ war für mich entscheidend: Ich durfte Meditation auf meine Weise praktizieren. Ich erkannte, dass der Weg selbst das Ziel ist.
(24:05)
Sam: Genau, das Meditieren an sich ist schon der Erfolg. Probleme entstehen, wenn man sich selbst sabotiert oder ständig das Ergebnis misst.
(24:25)
Sam: Wenn man nicht reflektiert ist oder niemanden hat, den man fragen kann, gerät man schnell in Denkspiralen – genau das passiert vielen beim Meditieren.
(24:53)
Lisa: Viele Körper signalisieren sofort: „Jetzt will ich das nicht.“ Deshalb ist es wichtig, den eigenen Körper kennenzulernen und Geduld zu haben. Manchmal dauert es 15 Minuten, bis man wirklich loslassen kann.
(26:18)
Sam: Begleitung kann helfen, den richtigen Weg zu finden. Manchmal darf man auch einfach eigene Wege ausprobieren, auch wenn es schwer fällt, das objektiv zu beurteilen.
(26:36)
Lisa: Früher hatte ich massive Widerstände. Ich spürte beim Meditieren sogar Angstgedanken – zum Beispiel, dass jemand mit Gewalt hereinkommt. Ich habe mir bewusst Räume geschaffen, um sicher meditieren zu können.
(28:03)
Sam: Ehrlichkeit mit sich selbst ist entscheidend: Laufe ich weg vor etwas, das angeschaut werden sollte, oder finde ich einen Weg, der für mich funktioniert?
(28:24)
Lisa: Viele wollen einfach die „neue Version“ von sich kreieren, Visionen visualisieren, ohne alte Themen zu bearbeiten. Dann funktioniert es nicht – der „Rucksack“ ist noch voll.
(29:28)
Sam: Genau. Erst die Schattenarbeit, dann wird der Weg frei.
(29:59)
Lisa: Manchmal beschäftigen wir uns mit Praktiken, um uns selbst nicht stellen zu müssen. Zum Beispiel: Meditation täglich zu machen, ohne wirklich zu reflektieren.
(30:21)
Sam: Beschäftigung allein bringt keinen Effekt, wenn man an der entscheidenden Stelle nicht hinschaut. Die Frage muss beantwortet werden, sonst ist es Zeitverschwendung.
(31:03)
Lisa: Es ist keine Disziplin im klassischen Sinn, sondern Selbstliebe. Man tut es für sich selbst, nicht für Leistung.
(31:44)
Sam: Ich nenne es eher Selbstvertrauen. Man vertraut sich, hält sein Wort, macht Dinge für sich – nicht für Außen.
(32:29)
Lisa: Disziplin ist oft Fremdsteuerung, Selbstvertrauen und Selbstliebe sind intrinsisch.
(33:15)
Sam: Entscheidet man aus Selbstliebe oder Selbstvertrauen, wählt man, was einem innerlich entspricht, statt äußeren Erwartungen zu folgen.
(34:04)
Lisa: Viele Menschen haben vorgegebene gesellschaftliche Ziele. Human Design hilft zu erkennen: Ist das wirklich mein Ziel, oder muss ich nur anpassen?
(34:46)
Sam: Dinge für sich selbst tun, aus eigenem inneren Sinn, nicht weil es die Gesellschaft erwartet.
(35:09)
Lisa: Zeit nehmen, um sich selbst zu verstehen, ist wichtiger als schnelle Vision-Boards oder kurzfristige Ergebnisse.
(35:49)
Sam: Zwei Jahre später merkt man: Human Design wirkt über Zeit. Man greift immer wieder darauf zurück, wenn man feststeckt.
(36:07)
Lisa: Genau wie bei Meditation: Man merkt nicht sofort das Ergebnis, aber langfristig verändert es Reaktionen und Ruhe.
(36:27)
Sam: Nach einer Weile merkt man: Man hängt nicht mehr am Ergebnis. Man reagiert ruhiger, bewusst, wie man es sich wünscht. Ungeduld entsteht oft, weil man sofort Resultate erwartet.
(37:21)
Lisa: Wir müssen Geduld mit uns selbst haben. Die Information wirkt auch, wenn wir sie nicht sofort verstehen. Meditation zeigt Wirkung, auch wenn wir es nicht merken.
(38:04)
Sam: Genauso bei Human Design: Man bekommt Wissen, setzt es aber schrittweise um. Man darf loslassen, dass alles sofort messbar sein muss.
(38:51)
Lisa: Körperliches Beispiel: Trainieren liefert nicht sofort ein Sixpack. Prozesse brauchen Zeit – körperlich wie geistig.
(39:41)
Sam: Ein großes Thema bei Human Design ist: Entscheidungen nicht nur mit dem Kopf treffen. Wir haben jahrzehntelang gelernt, rational zu handeln.
(40:31)
Lisa: Ein Wechsel zur Bauchentscheidung ist ein Prozess. Kopf und Bauch müssen integriert werden – man kann nicht von heute auf morgen alles umstellen.
(41:19)
Sam: Ich vergleiche den Kopf mit einem Kind auf dem Präsidententhron: genial, aber am falschen Platz. Geduld und Tools helfen, ihn richtig einzusetzen.
(42:29)
Lisa: Wer zu schnell switchen will, blockiert Systeme. Schritt für Schritt vorgehen. Der Kopf kann als Planungs- und Analysewerkzeug dienen.
(43:24)
Sam: Pläne dienen der Inspiration, nicht als Lebensgrundlage. Das Leben ist ein ständiges Hin und Her – perfektes Management gibt es nicht.
(44:10)
Lisa: Genau so sind wir gestartet: Ohne Skript, die Themen verschmelzen lassen. Es geht darum, Dinge anders zu betrachten – weder zu verkopft noch kopflos.
(45:17)
Sam: Austausch inspiriert. Ich spüre wieder Motivation, ruhig zu meditieren.
(46:07)
Lisa: Sam ist am besten über Instagram oder ihre Webseite erreichbar. So können Hörer*innen dranbleiben und sich inspirieren lassen.
(46:42)
Sam: Danke dir! Ich fühle mich wertgeschätzt, weil du mir die Möglichkeit gibst, einen Beitrag zu leisten.
(47:02)
Lisa: Schön, dass du da warst! Bis zum nächsten Mal.
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