Folge 17 | 23.01.2026
Innere Ruhe und Klarheit zurückgewinnen: 7 Wege, dich nicht im Rausch der Geschwindigkeit zu verlieren
Wir sind gut versorgt, optimal ausgestattet und könnten ein erfülltes Leben führen und doch steigt die Zahl der Menschen, die Stress, Burnout oder innere Unruhe erleben, Jahr für Jahr – wie kann das sein?
In dieser Folge spreche ich darüber, was mit uns im Rausch der Geschwindigkeit passiert und warum wir trotz äußerer Erfolge oft keine Ruhe, keine Gelassenheit und innere Stabilität finden. Du erhältst von mir 7 konkrete Wege, die dir helfen, klar, ruhig und handlungsfähig zu bleiben – ohne dein Leben komplett umgestalten zu müssen.
Diese Folge ist für dich, wenn du spürst:
- dass du im Alltag oft gestresst, überfordert oder getrieben bist
- dass äußere Erfolge dich innerlich nicht erfüllen
- dass es dir schwer fällt, bei dir zu bleiben und bewusste Entscheidungen zu treffen
Diese Folge lädt dich ein, dich selbst wieder wahrzunehmen, innere Ruhe zu finden und Schritt für Schritt deine Gelassenheit, Klarheit und Balance zurückzugewinnen.
Dein nächster Schritt:
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Transkript
(00:01)
Willkommen zum DeepHeart Talk, dein Podcast für mehr innere Ruhe und Balance im Leben. Hi, ich bin Lisa und nehme dich hier mit auf meine Reise. Dich erwarten praktische Impulse, liebevolle Reminder und spannende Interviews, die dir helfen, dich selbst besser zu verstehen und dein Leben bewusster zu gestalten.
(00:18)
Ich frage mich immer wieder, warum wir Menschen so wenig Zeit haben und so viel Stress – trotz all dieser Technologien, die wir nutzen und die uns zur Verfügung stehen. Eigentlich sollten sie unseren Alltag doch vereinfachen, damit wir mehr Zeit haben und weniger Stress, oder?
Am Ende dieser Folge gebe ich dir sieben Tipps mit, die du im Alltag integrieren kannst, damit du – ich nenne es mal – diesem Geschwindigkeitsrausch, der gerade herrscht, nicht verfällst.
(00:51)
Also noch einmal die Frage: Warum haben wir immer weniger Zeit und mehr Stress, trotz aller Technologien, die uns zur Verfügung stehen und die die meisten auch in ihrem Haushalt haben?
Müsste es nicht eigentlich so sein, dass wir mehr Zeit hätten und weniger Stress?
(01:28)
Oft belächeln wir ja Menschen, die früher gelebt haben – unsere Großeltern oder Eltern. Wir denken dann: Haben die nicht irgendwie in Armut gelebt? Die hatten doch gar nicht so viele Möglichkeiten.
Vieles war ihnen verwehrt. Sie mussten zum Beispiel Wäsche von Hand waschen, weil es keine Waschmaschine gab, die man einfach befüllt und die dann die Arbeit übernimmt.
(01:28)
Wir können nicht beurteilen, ob diese Menschen tatsächlich mehr Zeit hatten. Aber die Frage, die ich mir stelle, ist:
Kann es nicht sein, dass sie gelassener, glücklicher, zufriedener und weniger gestresst waren?
Und das ist kein Gefühl, das ich mir einfach ausdenke, sondern der Grund, warum ich diese Podcast-Folge mache.
(02:00)
Es gibt nämlich Belege dafür, Studien, die zeigen, dass immer mehr Menschen gestresst sind. Stress wird fast schon als Volkskrankheit oder als Normalzustand angesehen. Dass jemand kurz vor dem Burnout ist, wird als normal hingenommen.
Und da frage ich mich: Wollen wir das wirklich? Wollen wir das einfach akzeptieren?
(02:35)
Haben wir es wirklich besser oder haben wir einfach noch nicht gelernt, mit diesem Geschwindigkeitsrausch umzugehen? Oder sind wir ihm komplett verfallen und glauben, wir brauchen das alles?
(02:35)
Natürlich gibt es Menschen, die sagen: Ja, wir brauchen diese Entwicklung. Ohne sie hätten wir das alles nicht. Das tut uns doch gut.
Und dagegen ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden.
(02:56)
Die Frage ist nur: Warum sind wir nicht zufrieden, obwohl wir das alles haben?
Warum streben wir immer nach mehr – mehr Technologie, mehr Haushaltsgeräte, mehr Fitnesskurse, die uns schneller ans Ziel bringen sollen?
(03:34)
Wo ist das Ende?
Ist das Ende der Burnout? Oder die nächste Handtasche? Der Business-Class-Flug? Die abgehakte Reiseliste?
Und was ist, wenn wir das alles haben? Ist es dann wirklich genug oder brauchen wir dann wieder mehr?
(03:34)
So entsteht ein endloser Kreislauf, ein Rausch, aus dem wir kaum noch herauskommen.
Die Frage ist: Wollen wir da überhaupt raus? Und wenn ja, wie?
(04:07)
Was wäre, wenn du all das haben und machen könntest – Reisen, Erfolg, Geld, Familie, was auch immer – aber es eigentlich gar nicht brauchst, um erfüllt und glücklich zu sein?
Du kannst das alles haben, aber nicht, wenn du es brauchst. Nicht, wenn du glaubst, ohne all das nicht glücklich sein zu können.
(04:35)
Das ist ein großes Problem unserer heutigen Welt. Früher gab es diesen ständigen Vergleich nicht.
Niemand wusste, was der Mensch in der nächsten Stadt gerade macht.
(04:57)
Das hatte Vorteile, aber auch Nachteile. Die Menschen hatten vielleicht weniger Möglichkeiten zu reisen, weil sie gar nicht wussten, dass es diese Orte gibt. Ihnen ist dadurch sicher auch etwas verwehrt geblieben.
(05:22)
Die Frage ist: Wie sind sie damit umgegangen?
Sie haben es angenommen. Und genau da kommt mein erster Tipp: Annahme.
(05:22)
Nimm an, wie es ist. Du kannst die Welt, wie sie ist, nicht verändern.
Wenn du dagegen ankämpfst und sagst: Das ist alles nichts für mich, macht dich das nur unglücklich.
(05:42)
Das heißt aber nicht, dass du alles genauso leben musst wie alle anderen.
Du kannst dein eigenes Ding daraus machen.
(05:42)
Natürlich könntest du dich dem Vergleich komplett entziehen – zum Beispiel, indem du auf eine einsame Insel ziehst. Dann wärst du raus. Aber das wollen die meisten von uns ja nicht.
(06:02)
Vielleicht magst du dein Umfeld, dein Leben hier. Weglaufen ist keine Lösung.
(06:02)
Du kannst versuchen, dich weniger zu vergleichen: keine sozialen Medien, kein Fernsehen, keine Werbung.
Aber selbst dann bist du nicht komplett geschützt.
(06:33)
Der Vergleich ist so tief in uns verankert. Ein Arbeitskollege erzählt etwas, andere Selbstständige berichten von Projekten oder Reisen, Eltern vergleichen ihre Kinder – und plötzlich ist er wieder da: der Vergleich.
(07:00)
Und dann kommt die Frage: Warum habe ich das nicht?
(07:00)
Heute ist es unsere Verantwortung, mit all dem umgehen zu lernen. Früher hatten Menschen andere Herausforderungen, wir haben diese.
(07:28)
Du kannst dich entscheiden, diesen darstellerischen Geschwindigkeitsrausch nicht weiter zu füttern.
Aber du kannst andere nicht dazu zwingen, das genauso zu machen.
(07:28)
Ich kann diesen Wahnsinn nicht aufhalten. Du auch nicht.
Meine Aufgabe ist es, Bewusstsein zu schaffen – und das ist auch meine Mission.
(07:57)
Viele Menschen, die ich begleite, sind dankbar dafür, dass sich ihr Horizont erweitert und ihr Bewusstsein verändert. Und genau darum geht es.
(08:22)
Eine kleine Anekdote: Du weißt vielleicht, dass ich nicht mehr in Deutschland lebe.
Und es geht mir hier nicht darum, einen Vergleich aufzumachen oder zu sagen, wie toll es ist.
(08:42)
Ich lebe auf Zypern. Es ist eine schöne Insel, aber im Winter ist es oft gar nicht so schön. Und das ist okay.
Es gibt kein perfektes Land. Es kommt immer darauf an, was du daraus machst.
(09:09)
Ich beobachte hier etwas sehr Spannendes.
Ich fahre manchmal ans Meer, sitze im Auto und schaue einfach aufs Meer.
(09:28)
Viele Einheimische machen das: Sie nehmen ihr Mittagessen, fahren ans Meer, essen und schauen einfach nur aufs Wasser.
(09:51)
Touristen erkennt man sofort. Sie steigen aus, machen ein Foto, posen vielleicht noch kurz – und gehen wieder.
(10:16)
Es ist so selten geworden, dass Menschen sich einfach irgendwo hinsetzen.
Ohne etwas zu tun.
Ohne ein Ziel.
Ohne etwas festhalten zu müssen.
Einfach sitzen.
Und wahrnehmen, was gerade da ist.
(10:37)
Und da frage ich mich wirklich:
Wie willst du glücklich sein, wenn du von einem Moment zum nächsten hetzt?
Wenn du gar nicht richtig ankommst in dem, was du gerade tust, weil du innerlich schon beim Nächsten bist?
(11:08)
Das ist ja nicht nur im Urlaub so oder an schönen Orten.
Das ist unser kompletter Alltag.
Der Staubsaugerroboter läuft.
Die Spülmaschine wird eingeräumt.
Nebenbei checkst du Nachrichten.
Danach schnell Sport.
Dann duschen.
Dann wieder das nächste Gerät, das dir eigentlich Zeit sparen soll.
(11:32)
Und während all das passiert, ist dein Körper die ganze Zeit im Tun.
Dein Nervensystem ist aktiv.
Dein Geist ist aktiv.
Alles ist ständig in Bewegung.
(11:53)
Und ich will hier ganz klar sagen:
Natürlich gibt es Dinge, die heute schwieriger sind als früher.
Natürlich ist nicht alles besser gewesen.
Das dürfen wir nicht romantisieren.
(12:11)
Aber es hilft uns auch nicht, ständig in der Vergangenheit zu hängen und zu sagen:
„Früher war alles besser.“
Denn wir leben jetzt.
Hier.
In dieser Zeit.
(12:41)
Und genau das ist unsere Aufgabe:
Mit dieser Zeit umzugehen.
Uns mitzuverändern –
und trotzdem bei uns zu bleiben.
(13:04)
Wenn wir das nicht tun, wenn wir uns selbst nicht bewusst verändern,
dann verfallen wir automatisch diesem Rausch.
Dieser Geschwindigkeit.
Und dann wird es immer schwieriger, überhaupt noch Ruhe zu finden.
(13:36)
Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch glücklich sein kann.
Jeder Mensch kann Momente wahrnehmen.
Jeder Mensch kann innere Ruhe erfahren.
(13:58)
Aber die Umstände machen es uns schwer.
Und genau deshalb dürfen wir nicht alles unbewusst mitmachen.
(14:17)
Werbung suggeriert uns ständig:
„Wenn du das hast, dann bist du glücklich.“
„Wenn du das erreichst, dann bist du genug.“
Und genau diesen Mechanismus dürfen wir durchbrechen.
(14:34)
Wir selbst sind Priorität Nummer eins.
Nicht das, was wir besitzen.
Nicht das, was wir leisten.
Nicht das, was andere von uns sehen.
(14:59)
Um glücklich zu sein, brauchen wir nichts im Außen.
Wir brauchen uns selbst.
Unsere Wahrnehmung.
Unsere Präsenz.
(15:14)
Die Welt wird sich weiter beschleunigen.
Das wird nicht aufhören.
Und auch mir fällt das nicht immer leicht – das will ich ganz ehrlich sagen.
(15:30)
Deshalb möchte ich jetzt meine sieben Tipps mit dir teilen.
Nicht als starre Regeln.
Sondern als kleine Einladungen für deinen Alltag.
(15:53)
Tipp Nummer eins:
Tu Dinge bewusst.
Wenn du spülst – dann spül.
Wenn du Wäsche zusammenlegst – dann leg Wäsche zusammen.
Eine Sache.
Nicht fünf gleichzeitig.
(16:17)
Multitasking trennt uns von uns selbst.
Auch wenn wir glauben, dadurch effizienter zu sein.
(16:38)
Tipp Nummer zwei:
Geh spazieren.
Ohne Handy.
Ohne Musik.
Einfach gehen und wahrnehmen.
(17:00)
Tipp Nummer drei:
Setz dich ans Fenster.
Oder irgendwohin.
Und beobachte etwas, das sich bewegt.
Bäume.
Wolken.
Menschen.
(17:33)
Tipp Nummer vier:
Beobachte bewusst.
Das Meer.
Kinder.
Tiere.
Menschen.
Ohne ein Foto zu machen.
Ohne etwas festzuhalten.
(17:59)
Tipp Nummer fünf:
Genieße Momente auch in Gesellschaft.
Ohne reden zu müssen.
Einfach gemeinsam sein.
(18:32)
Tipp Nummer sechs:
Trag dir Zeit für dich in den Kalender ein.
So, als wäre es ein Termin.
Auch wenn es nur zehn Minuten sind.
(19:44)
Tipp Nummer sieben:
Wenn es schnell gehen muss, nutze meine Atemtechnik.
(20:09)
Sie hilft dir dabei, dein System schnell runterzufahren.
Dein Nervensystem zu beruhigen.
Und wieder bei dir anzukommen.
(21:15)
Ich hoffe sehr, dass dich diese Folge inspiriert hat.
Dass du etwas für dich mitnehmen konntest.
Und ich freue mich, wenn wir uns in der nächsten Folge wieder hören. Bis dann.
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Ich freue mich immer über Vorschläge, Fragen & Ideen 🙂