Folge 9 | 20.12.2025
Innere Ruhe & Selbstvertrauen: Wie du Vergleich und Druck loslässt
In dieser Folge spreche ich darüber, wie Vergleichen still und leise deine Kreativität, Heilung und innere Ruhe blockiert – oft ohne, dass du es merkst.
Dich erwarten praktische Impulse, wie du vom Kopf ins Herz kommst und innere Ruhe findest.
Außerdem erfährst du:
- Warum Vergleichen dein Nervensystem in Stress versetzt
- Wie Kreativität und Heilung Raum, Vertrauen und Sicherheit brauchen
- Warum Druck und Selbstbeobachtung Fortschritt eher verhindern
Diese Episode ist für dich, wenn du:
- dich ständig mit anderen vergleichst
- das Gefühl hast, unter Druck zu stehen
- deine Kreativität oder Heilung blockiert ist
Wenn du jemanden kennst, der sich gerade unter Druck setzt, sich vergleicht oder an sich zweifelt: Teile diese Folge mit dieser Person, denn Vertrauen ist ansteckend.
Mein Geschenk an dich:
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Transkript
(00:01)
Willkommen zum DeepHeart Talk, dein Podcast für mehr innere Ruhe und Balance im Leben. Hi, ich bin Lisa, zertifizierte Meditationslehrerin, und nehme dich hier mit auf meine Reise. Dich erwarten praktische Impulse, liebevolle Reminder und spannende Interviews, die dir helfen können, dich selbst besser zu verstehen und dein Leben bewusster zu gestalten.
(00:21)
Heute spreche ich über etwas, das still und leise in dir sehr viel zerstört: deine Kreativität, deine Heilung und deine innere Uhr. Und das Verrückte ist – es fühlt sich völlig normal an. Es geht um das Thema Vergleichen. In unserer heutigen Gesellschaft ist Vergleichen völlig normal, aber gleichzeitig auch extrem destruktiv. Denn sobald du dich vergleichst, passiert etwas Entscheidendes in dir.
(00:48)
Dein Nervensystem verlässt den Zustand von Sicherheit. Das bedeutet, du gehst über in Bewerten, in Druck und in eine Art Überlebensmodus. Egal, ob du kreativ sein möchtest oder gesund werden willst – beides funktioniert nicht unter Beobachtung. Und der Vergleich, also dieses ständige Beobachten, signalisiert deinem Körper: So, wie du gerade bist, reicht es nicht.
(01:12)
Auf diese Botschaft reagiert dein Körper sofort – mit Anspannung. Und durch diese Anspannung ist es nicht möglich, dass du zum Beispiel gesund wirst, kreativer wirst oder produktiver wirst. Alles, was wir uns wünschen – Kreativität, Heilung, innerlich wie äußerlich, gesund sein – funktioniert nicht unter Anspannung. All diese Prozesse brauchen Offenheit, sie brauchen Spielraum, sie brauchen Zeit und oft auch Fehler. Und genau das nimmt der Vergleich weg.
(01:52)
In dem Moment, in dem du schaust: Wie weit sind die anderen? Bin ich gut genug? Wie weit müsste ich eigentlich schon sein? Müsste ich nicht längst weiter sein? – ist dein Geist nicht mehr schöpferisch tätig. Er kontrolliert. Und Kontrolle wiederum zerstört deine Kreativität und blockiert deinen Heilungsprozess.
(02:09)
Jetzt wird es noch wichtiger, also hör gut zu. Heilung funktioniert nach ganz bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Dein Körper heilt nicht – egal, auf welche Art du Heilung meinst. Ob du krank bist und heilen möchtest, ob du abnehmen willst – auch das ist eine Form von Heilung – oder ob du mental und emotional stärker werden möchtest. All das funktioniert nicht, wenn dein Körper unter innerem Zeitdruck steht.
(02:31)
Heilung geschieht dann, wenn dein Körper Sicherheit spürt. Und Sicherheit entsteht nicht, wenn du dir das Gefühl gibst, nicht genug oder nicht gut genug zu sein, sondern dann, wenn du deinem System vermittelst: Ich bin genug.
(02:56)
Ich hatte vor ein paar Wochen einen medizinischen Eingriff. Danach war mir sehr klar: Regenerationszeit ist extrem wichtig. Kein Sport, keine anstrengenden Termine, keine Verpflichtungen. Und ich habe gemerkt, dass ich mich hätte vergleichen können. Wie lange fallen andere aus? Wie schnell sind sie wieder fit? Wie lange sollte man sich schonen?
(03:18)
Aber genau das hätte meinen Heilungsprozess gestoppt oder sogar verlängert. Wenn ich mich mit Menschen verglichen hätte, die schneller wieder fit waren, oder wenn ich Erwartungen gehabt hätte wie: Das kann doch nicht sein, dass das so lange dauert – dann wäre ich innerlich sofort wieder in Druck gegangen.
(03:45)
Früher hätte ich mich genau so innerlich angetrieben. Ich hätte meinen Körper permanent beobachtet: Ist es jetzt besser? Kann ich schon wieder etwas tun? Dieser innere Antrieb entsteht fast immer aus Vergleich oder aus Erwartungen – und damit auch aus Bewertung.
(04:03)
Heute habe ich mich bewusst dagegen entschieden. Ich habe mich entschieden, auf meinen Körper zu hören und auf mein Inneres – sowohl während der Behandlung als auch danach. Es gab kein inneres Antreiben, keinen Vergleich, kein „Ich sollte“.
(04:30)
Und jetzt kommt etwas Paradoxes, das mit dem Verstand oft schwer greifbar ist: In dem Moment, in dem ich den Druck rausgenommen habe, konnte Heilung stattfinden. In dem Moment, in dem du dir selbst den Druck nimmst, beginnt Heilung.
(04:59)
Vielleicht kennst du das auch: Wenn du sehr viele To-dos auf deiner Liste hast und denkst, das muss alles bis dann und dann fertig sein. Dann entsteht schnell Vergleich: Letzte Woche war ich schneller. Andere schaffen das viel besser. Und dieser innere Druck blockiert alles.
(05:22)
Dieser Druck kommt scheinbar von außen, aber in Wahrheit machen wir ihn uns selbst. Weil wir denken: Wenn ich nicht hart genug arbeite, verliere ich meinen Job. Dann verliere ich mein Haus. Dann kann ich nicht mehr überleben. Dann bin ich gesellschaftlich nicht mehr anerkannt.
(05:40)
Vergleich und Druck zerstören dieses innere Möglichsein. Und ja, das ist paradox: In dem Moment, in dem du den Druck rausnimmst, kommt alles wieder ins Fließen.
(06:00)
Manchmal funktioniert Arbeiten im Flow ganz natürlich. Und manchmal gibt es Phasen, in denen es einfach nicht so läuft, wie man es gerne hätte. Wenn du dann den Druck rausnimmst, kann der Prozess wieder in Gang kommen. Ich habe das selbst sehr oft erlebt.
(06:19)
Auch ich tappe immer wieder in diese Falle, mir selbst Druck zu machen. Und dann erinnere ich mich bewusst daran: Nimm den Druck raus. Du weißt, dass es funktioniert. Und dann beginnt dieser kreative Prozess wieder.
(06:42)
Das ist erklärbar. Es ist kein Aufgeben im Sinne von Resignation. Es ist ein inneres Aufgeben des Egos, des kontrollierenden Verstandes. Und dann kommt dein System dazu und unterstützt dich – nicht durch Kontrolle, sondern durch Vertrauen.
(07:04)
Dieses tiefe Vertrauen tragen wir alle in uns. Und genau deshalb funktioniert es dann wieder.
(07:32)
Wenn du dich das nächste Mal vergleichst, erinnere dich daran: Vergleichen ist immer ein Akt von Misstrauen. Du misstraust dir selbst, deinem Tempo, deinem Körper oder deinem Weg.
(07:55)
Jedes Mal, wenn du dich vergleichst, ziehst du Energie aus dem Prozess ab. Und dadurch kommst du noch weiter von dir weg. Das Gefühl von Getrenntsein wird größer, weil du dich schlechter fühlst.
(08:14)
Vielleicht darf heute etwas ganz anderes passieren: Dass du aufhörst, dich zu vergleichen, und anfängst, dir zu vertrauen. Wenn du jemanden kennst, der sich gerade sehr unter Druck setzt, sich vergleicht oder an sich zweifelt, dann teile diese Folge gerne mit dieser Person. Denn manchmal ist Vertrauen ansteckend.
Bis bald.
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