Folge 8 | 18.12.2025
Im Austausch mit Gloria Gnilenka: Ist Mut zur Veränderung die Strategie für ein erfülltes Leben?
Wie oft stehen wir uns selbst im Weg – durch alte Glaubenssätze, Angst oder eingefahrene Routinen?
In diesem intimen Gespräch spreche ich mit Gloria Gnilenka darüber, wie wir alte Muster loslassen und unser Leben bewusst gestalten können.
Gloria teilt ihre persönlichen Erfahrungen und gibt Tipps, wie bereits kleine Schritte dafür sorgen, dass man sich wohler fühlt.
In dieser Folge erfährst du:
- Wie du alte Glaubenssätze erkennst und loslässt
- Warum es so so wichtig ist, dein Leben regelmäßig zu hinterfragen
- Praktische Methoden, um Klarheit in Gedanken und Emotionen zu gewinnen
- Warum Mut, Durchhaltevermögen und Offenheit der Schlüssel zu einem erfüllten Leben sind
Diese Folge ist für alle, die persönlich wachsen, selbstbestimmt leben und ihr Leben aktiv gestalten möchten.
Mein Geschenk an dich:
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Transkript
(00:01)
Willkommen zum DeepHeart Talk, dein Podcast für mehr innere Ruhe und Balance im Leben. Hi, ich bin Lisa, zertifizierte Meditationslehrerin, und nehme dich hier mit auf meine Reise. Dich erwarten praktische Impulse, liebevolle Reminder und spannende Interviews, die dir helfen können, dich selbst besser zu verstehen und dein Leben bewusster zu gestalten.
(00:20)
Heute habe ich einen Gast bei mir. Gloria, herzlich willkommen. Schön, dass du da bist. Wir haben uns jetzt zwei oder drei Jahre, glaube ich, nicht gesehen. Am besten stellst du dich unseren Zuhörern kurz selbst vor und erzählst auch, was uns damals miteinander verbunden hat.
(00:43)
Erstmal vielen Dank für die Einladung. Es sind sogar schon drei bis vier Jahre her, würde ich sagen. Ich bin seit meinem 18. Lebensjahr im Marketingbereich selbstständig. Wir haben uns durch ein Projekt von mir kennengelernt, das Visionbook-Projekt. Dabei ging es darum, das Leben der eigenen Träume aktiv zu gestalten. Du warst damals Teilnehmerin im Programm, und so sind wir über mehrere Monate durch sehr viele tiefgründige Themen und Gespräche gegangen. Dabei hat sich sowohl in deinem Leben als auch in meinem einiges verändert.
(01:10)
Und jetzt kommen wir wieder auf dieses Thema zurück. Ich habe gestern darüber nachgedacht: Du warst die Person, die mir damals den Horizont erweitert hat. Du hast mir erlaubt, größer zu denken und überhaupt an Auswandern zu denken. Du sitzt ja gerade in Dubai, bist dort aber nicht geboren. Das hat mir eine komplett neue Perspektive gegeben, wofür ich unglaublich dankbar bin. Sonst würde ich jetzt nämlich auch gerade nicht hier sitzen.
(01:40)
Das freut mich sehr. Trotzdem würde mich interessieren: Du bist jetzt in Dubai, aber dieser Weg war bestimmt nicht immer leicht. Gab es eine Herausforderung oder einen Wendepunkt, an dem du gesagt hast, ich möchte etwas ändern, obwohl du dich vielleicht innerlich noch gar nicht bereit gefühlt hast? Magst du darüber sprechen, damit andere nachvollziehen können, wie sich das anfühlt, wenn man einen inneren Wunsch hat, und wie man ihm trotzdem folgen kann?
(02:07)
Gerne. Vielleicht als Einordnung: In den letzten Jahren ist viel passiert. Als wir uns kennengelernt haben, habe ich in Dubai gelebt, mittlerweile lebe ich in der Schweiz und bin gerade dort im Urlaub. Auch das darf sich verändern. Ich glaube, das Wichtigste ist, dass es nicht primär um den Ort geht, sondern um die Frage: Wo möchte ich hin? Wo fühle ich mich wohl? Und bin ich bereit, meine Sichtweise und meine Lebensvision immer wieder zu verändern?
(02:26)
Damals war es Dubai, jetzt ist es die Schweiz. Vielleicht ist es in fünf Jahren Singapur oder London, ich weiß es nicht. Die entscheidende Frage ist: Erlaube ich mir, mein Leben stetig zu hinterfragen? Erlaube ich mir, es zu verändern? Und gebe ich mir selbst die Möglichkeit, Veränderung anzunehmen und durch diesen Prozess zu gehen?
(03:19)
Ich glaube, genau daran scheitert es bei vielen Menschen. Ab einem gewissen Alter trauen sie sich nicht mehr, Dinge zu verändern, weil sie denken: Das wollte ich doch immer, jetzt habe ich es. Warum bin ich trotzdem nicht glücklich? Oder: Ich bin jetzt 30, 40 oder 50, ich kann doch jetzt nichts mehr ändern. Das sind Gedankenmuster, die wir uns selbst setzen und mit denen wir unseren Horizont immer weiter verkleinern.
(03:38)
Und diese Gedankenmuster entstehen ja nicht aus dem Nichts. Wir sind geprägt durch unsere Kindheit und unsere Jugend. Das war bei dir sicher auch so. Gab es Glaubensmuster, die du erst loslassen musstest?
(03:57)
Absolut. Alles, was wir sind, ist stark durch unsere Kindheit geprägt. Jede Wunde, jedes Trauma, alles, was wir erleben, entsteht oft in diesen frühen Jahren und wirkt unbewusst weiter. Diese Muster nehmen wir mit ins Erwachsenenleben. Ich bin in Cottbus aufgewachsen, einer Kleinstadt. Du kennst meine Geschichte. Ich habe schon als Kind Menschen beobachtet und mich gefragt: Muss Leben wirklich so aussehen? Muss man sich über Geld streiten, über Haushalt, über Alltag? Muss man sich so stark limitieren als Paar, als Eltern, als Individuum?
(04:27)
Oder kann man das Leben auch schön, bewusst und erfüllt gestalten? Natürlich gibt es Höhen und Tiefen, Projekte, die funktionieren, und andere, die scheitern. Aber warum sollte man das eigene Leben nicht aktiv gestalten? Wir leben schließlich nur einmal.
(05:26)
Diese Frage war für mich immer der Antrieb: Wie möchte ich wirklich leben? Was muss ich dafür verändern? Welche Glaubensblockaden darf ich auflösen? Mein Ziel war immer, ein authentisches und ehrliches Leben zu führen – mit mir selbst, mit meiner Familie, mit meinen Freunden – und dabei glücklich zu sein.
(05:51)
Dazu gehören erfüllende Arbeit, gute Beziehungen und auch finanzielle Möglichkeiten. Finanzen haben nicht direkt mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun, sind aber trotzdem wichtig, weil sie Freiheit ermöglichen. Wenn Grundbedürfnisse nicht gedeckt sind, denkt man nicht über Sinn oder Selbstverwirklichung nach. Wir haben in Europa das Privileg, uns diese Fragen stellen zu können.
(06:48)
Viele Menschen leben trotzdem im inneren Überlebensmodus. Sie fühlen sich von außen gesteuert und haben den Kontakt zu ihrem Inneren verloren. Dabei tragen sie alles in sich, um ihr Leben bewusst zu gestalten. Dafür braucht es Bewusstsein, Ehrlichkeit mit sich selbst und den Mut, alte Überzeugungen zu hinterfragen.
(08:01)
Wenn man beginnt, alles zu hinterfragen, öffnet sich vieles. Bei mir war es ähnlich: Ich dachte, ich habe Freiheit, weil ich selbstständig bin, bis mir klar wurde, dass ich ortsunabhängig arbeiten kann. Warum also nicht dort leben, wo es sich richtig anfühlt?
(08:33)
Natürlich gehören Ängste dazu: Was, wenn es die falsche Entscheidung ist? Was, wenn ich zurück will? Aber was ist der Worst Case? Du probierst es aus und gehst zurück. Du verlierst nichts.
(09:10)
Wir leben heute mit Privilegien, von denen Könige vor 100 Jahren nicht einmal träumen konnten. Trotzdem trauen sich viele Menschen nicht, ihr Leben aktiv zu gestalten. Dabei haben wir diese einmalige Lebenszeit.
(09:32)
Die wichtigste Frage ist: Warum lebe ich? Was möchte ich geben? Wie möchte ich in Erinnerung bleiben? Und man sieht älteren Menschen oft an, welches Leben sie geführt haben. Jeder erlebt Rückschläge. Entscheidend ist, ob man weitergeht oder stehen bleibt.
(10:36)
Viele Menschen geraten in eine Sackgasse, weil sie glauben, es gäbe keinen anderen Weg. Dabei geht die Straße immer weiter. Man muss nur den Umweg gehen.
(11:14)
Wenn du in Downphasen bist, was hilft dir? Hast du Routinen?
(11:32)
Oft merkt man erst spät, dass man in einer Downphase steckt. Es ist ein schleichender Prozess. Wichtig ist Achtsamkeit und Ehrlichkeit mit sich selbst. Eine sehr effektive Übung ist Schreiben: 20 bis 30 Minuten, ohne Ablenkung, alles aufschreiben. Erst das Rationale, dann kommen die echten Emotionen hoch.
(13:02)
So kommt man an sein Inneres, erkennt, was man vermeidet, und gewinnt Klarheit. Danach fühlt man sich freier, weil man Gedanken losgelassen hat.
(14:08)
Wichtig ist auch zu verstehen: Jeder Mensch hat Struggles. Das gehört zum Leben. Wachstum entsteht genau dort. Der Unterschied liegt darin, ob man daraus wächst oder stehen bleibt.
(15:11)
Annahme ist entscheidend. Situationen nicht wegdrücken, sondern anerkennen und dann Schritt für Schritt verändern.
(15:34)
Ich habe mich auch weiterentwickelt. Früher war Dubai perfekt, später fehlten mir Natur und Ruhe. Heute liebe ich Dubai für Urlaub, aber nicht mehr zum Leben. Das darf sich ändern.
(16:14)
Veränderung muss nicht immer groß sein. Es können kleine Dinge sein, andere Routinen, andere Bedürfnisse.
(17:01)
Auch im Alltag kann man viel verändern. Man kann umziehen, eine neue Umgebung wählen. Oft halten uns Ängste davon ab.
(17:46)
Wenn man offen rangeht, neue Orte erlebt und sich selbst erlaubt, eine eigene Meinung zu haben, entstehen neue Möglichkeiten.
(18:34)
Dann erzählt Gloria ihre Wohnungsgeschichte in der Schweiz: Zwei Absagen, Enttäuschung, Zweifel – und die bewusste Entscheidung, nicht aufzugeben. Beim dritten Versuch kam eine noch bessere Wohnung. Ein Sinnbild dafür, wie Leben oft funktioniert.
(21:25)
Hätte sie auf andere gehört, hätte sie aufgegeben. Aber Erfolg – privat wie beruflich – braucht Durchhaltevermögen.
(22:22)
Oft wartet etwas Besseres, wenn man offen bleibt.
(22:59)
Offenheit gegenüber dem Leben ist entscheidend. Neue Orte, neue Menschen, neue Erfahrungen – nur so verändert sich etwas.
(23:23)
Zum Abschluss: Was rätst du Menschen am Anfang ihrer inneren Reise?
(23:46)
Der Anfang ist der schwerste Teil. Persönlichkeitsentwicklung endet nie. Es ist wie Sport – man muss dranbleiben. Meditation, Reflexion und Bewusstsein sind langfristig essenziell.
(24:25)
Viele Krankheiten entstehen durch unverarbeitete Emotionen. Die Verbindung zur eigenen Seele ist entscheidend, auch wenn es spirituell klingt. Wir sind nicht unendlich. Dieses Bewusstsein verändert alles.
(25:54)
Warum nicht anders leben? Warum nicht mutig sein?
(26:15)
Die Natur zeigt es uns: Laufen lernen bedeutet fallen und wieder aufstehen. Entwicklung ist ein Prozess – in jedem Lebensbereich.
(26:58)
Vielen Dank, Gloria, für deine Erfahrungen. Wenn dir diese Folge gefallen hat, teile sie gerne oder hinterlasse eine Bewertung. Bis bald im DeepHeart Talk. Danke für die Einladung.
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