DeepHeart Talk Podcast Folge 2 - Fehlende Würdigkeit kostet dich deinen inneren Frieden: Warum du genug bist – und wie du echten Selbstwert entwickelst

Folge 2 | 10.12.2025

Fehlende Würdigkeit kostet dich deinen inneren Frieden: Warum du genug bist – und wie du echten Selbstwert entwickelst

Fehlende Würdigkeit kostet dich deinen inneren Frieden: Warum du genug bist – und wie du echten Selbstwert entwickelst

In dieser Episode erfährst du, warum wir Würdigkeit so oft falsch verstehen und uns daher gar nicht würdig fühlen können. Wenn du erkennst, was würdig sein wirklich bedeutet, gewinnst du echten Selbstwert, findest innere Ruhe und lernst dich selbst anzunehmen.

Wir sprechen darüber, warum so viele Menschen glauben „nicht genug“ zu sein, wie diese Überzeugungen entstehen und wie du sie nachhaltig transformierst.

Du lernst:
– was Würdigkeit wirklich bedeutet
– warum wir unsere Würdigkeit verloren haben
– wie sich fehlende Würdigkeit im Alltag zeigt
– wie du mit wieder in deine eigene Würde zurückfindest

Hier sind die Übungen aus der Podcastfolge:

Übung 1:
Sage bei Komplimenten einfach nur: „Danke.“
Ohne Erklärung. Ohne Relativierung.
Spüre, was in deinem Körper passiert.

Übung 2:
Übe ein „Nein“ ohne Rechtfertigung.
Beobachte, wie du darauf reagierst. Spannung? Weite? Nervosität? Erleichterung?

Übung 3:
Stelle dir abends Reflexionsfragen wie:
• Wo habe ich mich heute klein gemacht?
• Wo habe ich Raum eingenommen und mich gezeigt, wie ich bin?

Bonus: Vertiefende Reflexionsfragen
• Wann habe ich zuletzt gedacht: „Ich verdiene das nicht“?
• Welche Stimme in mir sagt das – und was würde die Stimme meiner Würde sagen?
• Was ist ein kleiner Schritt heute, um mir mehr Raum zu geben?

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(00:01) Willkommen zum DeepHeart Talk, dein Podcast für mehr innere Ruhe und Balance im Leben. Hi, ich bin Lisa, zertifizierte Meditationslehrerin und nehme dich hier mit auf meine Reise. Dich erwarten praktische Impulse, liebevolle Reminder und spannende Interviews, die dir helfen können, dich selbst besser zu verstehen und dein Leben bewusster zu gestalten.

(00:21) Heute sprechen wir über das Thema Würdigkeit und sich würdig fühlen. Also bei mir war das so, ich habe immer viel gemacht. Ich habe immer viel getan, umgesetzt, geleistet, einfach um mich gut zu fühlen, weil ich den Gedanken so tief in mir drin hatte, dass ich nicht gut genug bin. Um diesem Gefühl zu entkommen, habe ich halt immer mehr gemacht, immer mehr geleistet, weil ich mich einfach selbst nicht gut genug gefühlt habe und ja, ich dachte halt viel tun und leisten ist die Lösung dafür. Ja, also das hat in der Schule

(00:57) angefangen. Ich war nicht gut in der Schule, auch nicht in der Ausbildung. Dann habe ich mich halt immer sehr schlecht gefühlt. Im Studium habe ich dann irgendwann so den Weg gefunden und ja, im Zugang und mir hat das Thema mehr Spaß gemacht und auf einmal habe ich gemerkt, okay, ich kann auch gut sein, aber ich muss ja trotzdem was dafür tun, damit ich mich gut fühle.

(01:24) Und später in der Selbständigkeit hat sich das natürlich auch wieder über alle möglichen Wege gezeigt, weil gerade in der Selbständigkeit macht man Dinge, die man zuvor noch nie gemacht hat und dann ist nie genug. Also man kann immer weitermachen, es gibt einfach kein Limit.

(01:44) Und aus meiner eigenen Erfahrung heraus habe ich einfach lange nicht verstanden, was würdig sein wirklich bedeutet, weil wir es einfach oft mit Leistung verwechseln oder mit etwas, das wir uns erst verdienen müssen, um uns dann würdig zu fühlen. Also, man ist erst etwas wert, wenn man etwas geschafft hat oder wenn man noch von anderen anerkannt wird. Also, wenn man z. B.

(02:06) Komplimente bekommt, eine bestimmte Gruppe aufgenommen wird oder Bestätigung bekommt vom Umfeld, wenn man funktioniert. Also beispielsweise wirst du von Kollegen oder deiner Familie gelobt für etwas und du denkst, dann fühlst du dich würdig deswegen, aber das ist keine echte Würdigkeit. Würde hat nichts mit Stärke zu tun oder sich auch anpassen zu müssen, um sich würdig zu fühlen.

(02:35) Also kurz gesagt, Würde hat mit diesem Außen überhaupt nichts zu tun und Würde ist auch nicht etwas, was wir uns erarbeiten müssen. Würdigkeit ist in dem Sinn nicht vergleichbar. Es geht viel mehr darum, sich selbst anzuerkennen, also sich selbst anzuerkennen, wer man ist, wie man ist und zwar mit Liebe und Mitgefühl und nicht aus einem Mangel heraus und dass du einfach zufrieden bist, so wie du bist und durch dieses Annehmen lernst du etwas Neues.

(03:09) Also angenommen, du lernst etwas Neues, dann verfallen wir ja schnell den Vergleichen und wir fühlen uns dadurch unwürdig. Wir sind einfach getrennt. Wir haben ein Ziel vor Augen und zu diesem Ziel möchten wir — angenommen, du möchtest eine Sprache lernen — dann lernst du Vokabeln, du versuchst zu sprechen, du sprichst vielleicht mit Leuten, die es besser können oder mit Muttersprachlern und ganz schnell verfällst du in dieses Vergleichen.

(03:37) Oh, ich bin nicht gut genug, ich bin noch nicht gut genug, ich kann das nicht gut genug. Und dadurch fühlst du dich unwürdig. Also, du machst es vielleicht nicht mal bewusst, sondern denkst noch, das Vergleichen ist etwas Gutes, weil wir haben ja oft gelernt, dass wir alles lernen können und das ist ja auch richtig und schwierig für dein Unterbewusstsein und deine Liebe zu dir selbst wird es dann, wenn das Vergleichen dazu führt, dass du dich erst gut fühlen darfst, wenn du etwas erreicht hast.

(04:10) Aber du bist jetzt in diesem Moment schon gut. Aber es geht darum, wie jetzt z.B. bei dem Thema einer Sprache lernen, dass du jeden kleinen Schritt, den du gehst, dich selbst richtig gut fühlst dabei, liebevoll zu dir bist, dich beobachtest vielleicht, wie du das lernst, wie du vorwärts gehst, wie du besser wirst, wie du vielleicht auch mal Fehler machst und das alles aus einer liebevollen Beobachtungsweise dir gegenüber.

(04:39) Und dann beginnst du nämlich aus Würdigkeit heraus, dich zu entwickeln und zu lernen und dann schaffst du auch das, was du willst. Aber es ist nicht aus einem Mangel heraus, sondern daraus, dass du würdig bist. Du fühlst dich gut und du wirst besser und du bist schon würdig. Du musst es nicht erst werden. Mach dir das immer wieder bewusst.

(05:03) Und dann ist es wichtig, dass du auch aus Dankbarkeit und Demut dir gegenüber handelst und dich so annimmst, wie du bist. Also lass einfach zu, wie es ist und dann geh mit Würde deinen Weg weiter. Und jetzt weißt du auch, was mit Würde gemeint ist, nämlich dich liebevoll anzuerkennen, wie du bist und wie es ist und deinen Weg weiterzugehen.

(05:28) Ein anderes Beispiel ist ja auch z. B. ein Baby, das ist auch einfach würdig, ohne dass es etwas leisten muss. Das ist einfach da. Es wird geliebt und so ist es bei dir auch. Du musst nicht erst etwas erreichen, um dich würdig zu fühlen, sondern du bist bereits würdig. Das ist dein Geburtsrecht sozusagen. Ja, natürlich sage ich jetzt so leicht dahin, das ist dein Geburtsrecht, aber wenn du jetzt in einer Beziehung bist oder in einem Verhältnis mit jemandem, der das nicht anerkennt, dann ist es natürlich schwierig und dann

(06:02) fühlst du dich sehr schnell unwürdig. Und die Frage ist ja auch, warum ist das so? Warum spüren wir so oft unsere eigene Würdigkeit nicht? Und das liegt halt einfach an Konditionierung. Ja, wie ich vorhin gesagt habe, du wurdest belohnt, wenn du etwas gut gemacht hast als Kind.

(06:24) Du hast Regeln befolgt, so sei brav, funktionier, und dann hast du dir unterbewusst antrainiert, dass du dir etwas verdienen musst. Du hast ja auch als Kind z. B. schon andere Menschen beobachtet, Erwachsene, die etwas bekommen haben, sich darüber gefreut haben, wenn sie etwas geschafft haben. Und das sind alles so Konditionierungen, wo du dir selbst antrainiert hast, nicht mehr würdig zu sein, weil du unbewusst dazu verfallen bist, dich selbst nicht mehr würdig zu fühlen, wenn du etwas Bestimmtes nicht erreicht hast.

(06:57) Ja, und jetzt bitte ich dich, wenn du möchtest, dich mal selbst daran zu erinnern: Gab es eine Situation in deiner Kindheit oder in deiner Vergangenheit, in der du dachtest, ich darf das nicht haben, und wo hat es begonnen? Du kannst dir mal ein paar Sekunden in dich hinein spüren und ja, vielleicht kommt etwas auf.

(07:18) Und wenn du dir dessen schon mal bewusst wirst, dann kannst du durch dieses Bewusstsein dir schon klar darüber werden und kannst mit dieser Würdigkeit ganz anders umgehen. Okay. Ja, vielleicht ist dir etwas eingefallen, wo du dich unwürdig gefühlt hast, wo du gedacht hast, ich darf das nicht haben.

(07:46) Ja, jetzt stellst du dir vielleicht die Frage: Bin ich würdig oder nicht? Fehlt mir Würdigkeit oder bin ich vielleicht schon würdig? Ja, und das ist vielleicht auch gar nicht so leicht zu erkennen, weil es so tief im Unterbewusstsein abläuft. Aber du kannst es ganz praktisch erkennen in deinem Alltag. Also, wenn du z. B.

(08:07) versuchst immer alles sehr perfektionistisch zu machen und denkst, oh, das ist jetzt nicht gut genug. Beispielsweise lädst du Freunde ein und bereitest ein Essen vor und bist die ganze Zeit unsicher, ob das allen schmeckt, ob es auch gut genug ist, ob der Tisch schön gedeckt ist, ob du an alles gedacht hast.

(08:28) Also, du hast auch einfach so Angst, Fehler zu machen oder dass du etwas vergisst. Und das ist schon ein Warnhinweis oder ein Merkmal, dass du dich vielleicht in gewisser Weise nicht würdig fühlst. Oder jemand kommt dann zu dir, du hast alles vorbereitet und macht dir ein Kompliment: „Ach, wie schön, dein Tisch ist ja richtig schön gedeckt.“ Sieht voll schön aus, gefällt mir gut. Und du sagst so: „Ach ja, keine große Sache. Das habe ich einfach so schnell hingestellt.“ Also, wenn du beginnst, Komplimente wegzuschieben, dann zeigt es auch deine Unwürdigkeit. Oder wenn du dich schuldig fühlst für etwas, wenn du nicht funktionierst — beispielsweise, du hast mit deinen Freunden ausgemacht, dass ihr euch trefft und auf einmal geht’s dir nicht gut und du sagst ab, aber du fühlst dich schuldig, du denkst, dass es nicht okay ist, dass du jetzt

(09:24) abgesagt hast. Und dieses Schuldigfühlen bedeutet auch, dass du dich in gewisser Weise unwürdig fühlst. Du kannst es auch im Körper spüren, wenn du dich unwürdig fühlst, und du kannst es aber auch genauso verändern. Und dazu habe ich eine kleine Übung vorbereitet. Du kannst sie anhören und dann einfach mitmachen, während ich sie anleite, und dann mal sehen, was es mit dir macht.

(09:52) Lege dazu eine Hand auf dein Herz und eine auf deinen Bauch und dann atme tief ein und tief aus. Sag dir innerlich: Ich bin hier. Und jetzt spüre, was in dir passiert. Vielleicht taucht Widerstand auf. Dann sag leise zu dir: „Danke, dass du mich geschützt hast. Ich bin jetzt da.“ Und jetzt atme tief ein und nimm das Gefühl wahr.

(10:48) Vielleicht hat sich was verändert in dir, dadurch, dass du dich bewusst wahrgenommen hast. Ja, diese Miniübung kannst du einfach immer wieder in deinem Alltag wiederholen, um kurz einen Moment so zu dir zurückzukommen und dich wahrzunehmen. Die Beispiele, die ich vorhin genannt habe — wenn du dich schuldig fühlst, Komplimente nicht annehmen kannst und so weiter — dazu habe ich auch noch drei Praxisübungen, die du immer wieder machen kannst.

(11:20) Ich packe sie dir auch in die Shownotes drunter, damit du sie dir abspeichern kannst. Übung Nummer 1 wäre: Wenn du ein Kompliment bekommst, dann sag einfach nur „Danke“ und warte einen Atemzug ab und dann lass das Gefühl einfach wirken. Sag einfach nichts außer dieses Wort „Danke“. Erinner dich immer wieder bewusst daran, dass du einfach nur „Danke“ sagst und dann wahrnimmst — und dann kannst du ja mal beobachten, was sich ändert.

(11:52) Was du auch tun kannst, ist „Nein“ sagen üben und zwar ohne Rechtfertigung. Also, wenn dich jemand fragt: Kannst du mich heute dort und dort abholen? Dann sind wir oft geneigt zu sagen: „Nein, ich kann jetzt nicht, weil …“ Und du kannst auch einfach mal „Nein“ sagen und dann beobachten, was in deinem Körper passiert.

(12:15) Genau. Und dieses „Nein“ sagen ohne Rechtfertigung. Die Übung Nummer 3 ist, dass du dich abends hinsetzt — vielleicht journalingst du schon, also machst ein Tagebuch — und dir die Frage stellst: Wo habe ich mich klein gemacht oder wo habe ich Raum eingenommen? Einfach damit du selbst reflektierst tagsüber, was du wann gemacht hast, wie du reagiert hast, und durch dieses Bewusstwerden kommst du näher an dich dran und kannst dich auch dann wandeln.

(12:51) Ja, wie gesagt, also in den Shownotes findest du auch noch mal diese drei Übungen, da kannst du sie dir abspeichern. Und auch hier ist es ganz wichtig: Es geht nicht um Perfektionismus. Ja, wenn du diese drei Übungen machst, wenn es dir passiert, wenn dir jemand ein Kompliment gibt und du verfällst wieder in das „Danke“ und schiebst aber das Kompliment so weg —

(13:12) innerlich oder äußerlich verbal — ist das nicht schlimm. Allein, dass du dir das bewusst bist und dass du versuchst, es bewusst zu machen, ist schon ein großer Schritt. Und es geht hier nicht ums Perfektmachen. Also auch wenn du „Nein“ sagst zu jemanden und direkt in die Rechtfertigung verfällst und es dir hinterher auffällt: Es fällt dir auf und das ist der erste Schritt, um dich zu wandeln.

(13:38) Ja, bevor wir diesen Podcast abschließen, habe ich noch ein paar Reflexionsfragen für dich, die du dir gerne selbst stellen kannst, immer wieder. Du kannst sie dir mitschreiben, aber ich stelle sie dir jetzt erstmal vor — ich mache immer eine Pause zwischen den Fragen, damit du auch ja selbst ein bisschen in dich hineinfühlen kannst.

(14:01) Also Frage Nummer 1: Wann hast du zuletzt gespürt: „Ich darf das nicht“? Welche Stimme in dir sagt das? Wer sagt, dass du das nicht darfst? Und was würde sich ändern, wenn du annimmst: „Ich bin würdig.“ Lass die Sätze einfach gern wirken und du kannst sie dir, wie gesagt, auch notieren, und wenn du einen Moment erlebst, wo du dich unwürdig fühlst, dann nutz gerne diese Fragen und stell sie dir — und so kommst du immer tiefer an dich ran und ja, kannst dich wandeln.

(14:58) Wenn dich das Thema heute berührt hat: In den Shownotes habe ich dir ja noch mal die drei Miniübungen aufgelistet und weitere Reflektionsfragen. Nimm sie gern und übe. Und wenn du möchtest, kannst du auch diese Erkenntnis auf Instagram teilen oder mir persönlich schreiben. Ich freue mich immer, von dir zu hören.

(15:18) Möglichkeiten, mir zu schreiben, findest du auch in den Shownotes und wir hören uns im nächsten DeepHeart Talk. Bis bald.

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