Folge 33 | 14.06.2026
Dauernd erschöpft? Warum du glaubst, dir Ruhe erst verdienen zu müssen
Du denkst, dein Leben läuft super, weil du gerade extrem produktiv bist? Vorsicht. Das ist oft eine gefährliche Falle. Du funktionierst nur noch, anstatt wirklich zu leben.
Im DeepHeart Talk mit Coach Melanie Armbruster brechen wir diesen Kreislauf auf.
Melanie beantwortet im Video genau diese 7 Fragen:
- Frage 1: Woran merkst du, dass du nur noch funktionierst und welches Warnsignal übergehst du dabei am häufigsten?
- Frage 2: Was hilft scheinbar gegen die Erschöpfung, macht aber eigentlich nur noch mehr Druck?
- Frage 3: Warum merken gerade starke Menschen das Ausbrennen oft so spät?
- Frage 4: Wie bricht man den Funktionsmodus wirklich auf? Braucht es den radikalen Knall oder reichen Mikro-Gewohnheiten?
- Frage 5: In welchen Momenten der letzten Monate bist du selbst wieder voll in den Funktionsmodus gerauscht und wie hast du dich da wieder rausgezogen?
- Frage 6: Was hättest du gerne viel früher gelernt?
- Frage 7: Welche eine Erlaubnis darfst du dir heute selbst geben, um endlich wieder zu leben statt nur zu funktionieren?
Schau das Video jetzt an und finde den Ausweg aus deiner Erschöpfung.
Hör auf, dich mit noch mehr Disziplin durch den Alltag zu kämpfen.
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Transkript
Willkommen zu einer neuen DeepHeart Talk Folge. Heute bin ich nicht allein. Heute spreche ich mit Melanie Armbruster von Blockade Ade und wir sprechen über das Thema Gefangenfunktionsmodus. Und heute läuft’s ein bisschen anders ab. Ich habe mir im Vorfeld sieben Fragen überlegt, die wir uns gegenseitig stellen. Spannende Fragen, ähm die wir zum Teil gerne früher in unserem Leben schon ja beantwortet gehabt hätten und ja, heute haben wir Antworten darauf. Also, freu dich auf eine spannende Folge. Es ist anders. Die Fragen sind zum Teil sehr tiefgründig und sie tun auch zum Teil B. Ja, also ich wünsche dir viel Spaß mit der Folge und wir sehen uns gleich. Hi Melanie, schön, dass du da bist und am Diper Talk als Gast mit dabei bist. Ja, danke Lisa, dass ich dabei sein darf. Ich habe es unseren Zuschauern schon angekündigt, dass wir heute sieben Antworten auf sieben spannende Fragen geben. Und bevor wir anfangen, machst du dich noch kurz vorstellen, was wer bist du und was machst du beruflich? Ah ja, mein Name ist Melanie Armbruster und beruflich führe ich Menschen begleitet ins Unterbewusstsein, wo sie ihre Blockaden erkennen und auch lösen können. Äh, das ganze mache ich über innere Kindheilung und der Prozess nennt sich ISP, also innerer Sicherheitsprozess. Und ich geide quasi die Menschen da hinein, damit sie das erlernen, so dass sie das auch äh selbst durchführen können, so dass sie erkennen im Alltag, ah, okay, da habe ich wohl noch ein altes Programm laufen und sie wissen dann wie s das innere Stellwerk reinkommen und die Weichen neu stellen können. Ja, sehr schön. Das klingt auf jeden Fall spannend und ich glaube, dass wir jetzt durch diese Fragen auch noch mehr über dich und deine Arbeit erfahren und auch vor allem ja, wie man aus diesem, ich nenn es jetzt mal, Funktionsmodus oder dem Modus, wo man so getrickert wird, ähm ja, wie man da auch wieder rauskommt und ja, dann fangen wir an mit Frage ein. Okay. Ja, gerne. Leg los. Okay, genau. Also es ist ja so, dass wenn man so im Funktionsmodus drin ist und dass man dann denkt so, okay, ja, voll geil, ich bin gerade voll produktiv und mein Leben ist mega und in Wahrheit ist es aber irgendwie eine Falle und ja, woran merkt man das, dass man eigentlich nur noch am Funktionieren ist und ja, vielleicht gibt’s ja auch Warnsignale, die man da über sieht oder übergeht. Ähm ja, was ist so deine Erfahrung nach das häufigste Warnsignal, dass man so übergeht und dass man merkt, okay, warum f da funktioniere ich gerade nur noch oder ist das richtig so? Mhm. Ja, ich kenne es super gut. Ich war 20 Jahre lang selbständig in der Gastronomie und ich habe das Funktionieren zu Kühe wirklich aufbereitet gehabt und es war dann einfach für mich das Fahnsignal, wo ich heute sage, das hätte ich eigentlich damals erkennen dürfen, ähm war, dass diese Momente der Zufriedenheit mega kurz waren. Also, es waren so diese Anstrengung war lang. Mhm. Ähm ich habe da alles an seinen Platz gebracht. Dann war so ein ganz kurzer Moment der Entspannung aere. Das ist alles in Ordnung. Es war wirklich nur ganz kurz und dann ging schon wieder los mit der Planung, ja, jetzt kommen die ersten Gäste, jetzt muss ich ja dann das machen und Also es war auch dieser Moment, wenn alle Tische eingedeckt waren und es war alles an seinem Platz, das war so ein kurzes Durchatmen, aber der Rest vom Tag war schon wieder in dieser Klemme sein, in diesem Oh, und jetzt muss ich wieder gucken, was muss ich tun. Die machen jetzt wieder Sauerei. Was? Der Tisch ist wieder eingesaut und nachher musst du wieder Besteck machen, dann musst wieder Servietten falten, dann musst es und die Rechnung mus stimmen und also das war für mich ähm im Nachgang gesehen ein Iiz dafür, dass es sehr unausgewogen war. Also ich war nicht in ein Zufriedenheitsmodus drinne und ab und zu gab es Spitzen, wo es halt anstrengend war, sondern es war eigentlich immer anstrengend und es gab Spitzen, an denen ich eine Zufriedenheit gespürt habe, wo man denkt, oh, ich bin fertig, ich habe alles erledigt. Also, es war quasi innerlich so ein Gefühl, ich bin nicht fertig, ich habe immer was zu erledigen, ich muss funktionieren, ich muss weiter planen, ich muss die nächsten Schritte schon wieder anschauen. Also, das war schon krass. M andererseits hat mir damals ja auch immer wieder jemand gesagt: „Ja, du musst mal eine Pause machen, mach mal langsam.“ Aber das war ja gar nicht möglich. Also meine Glaubenssätze haben mir das ja gar nicht erlaubt. Der Kopf sagt schon: „Ja, klar, hast recht, aber glaubst du hät es gemacht im?“ Ja. Ja, vor allem er ist man dann irgendwie innerlich noch so voll genervt, wenn man das hört, so, wenn dann jemand so sagt: „Ja, chill doch einfach mal.“ Und du denkst so, ey, wie soll das funktionieren? Ich kann doch jetzt nicht einfach nichts tun. Es muss doch weitergehen. Und ähm ja, diese innere Zufriedenheit, genau, dass man die einfach es gut sein lassen, ist glaube ich auch so ein so ein Thema, dass man einfach merkt, okay, es ist jetzt gut, wie es ist. und sich auch mal bewusst zu machen, ähm diese To-Do Liste endet nie. Also, man rennt ja einer hinter einer Utopie hinterher sozusagen ähm und sich einfach das mal bewusst machen und dann zu merken, ja, gut, okay, das Ende werde ich nie erreichen, weil es gibt gar kein Ende. Ja, wenn die Wäsche jetzt gewaschen ist, morgen fällt wieder neue Wäsche an. Also ja. Ja, genau. Aber natürlich kommt man da nicht einfach so rein, wenn man in diesem Modus ist und äh das ist ja auch ein Weg. Ja, ich glaube ganz wichtig äh war für mich so dieses Erkennen, ich konnte es nicht abschalten in der Freizeit. Also ich habe das wirklich auch dieses Planen, dieses nächste Schritte müssen ja schon klar sein, konnte ich nicht abschalten, wenn wir ein Ausflug z.B. gemacht haben. Also, wenn wir jetzt z.B. ins Auto gestiegen sind, dann war in meinem Kopf schon das Ziel, wir müssen ja dahin. Ich war schon angespannt immer [gelächter] schon, wenn wir losgegangen sind und dann wir müssen ja dahin und dann wenn man dort be wir müssen ja dann da zu dem Ausflugspunkt dann ah ja, wenn wir dann am Ausflugspunkt waren, wir müssen zurück an der Parkplatz am Parkplatz, wir müssen ja nach Hause. Zu Hause müssen wir kochen, wenn wir kochen. Also es gab eigentlich im Prinzip nur diesen eine kleine Sekunde, wenn dann alles gespült war, alles fertig war und dann so ich bin da, ich bin bin jetzt fertig, jetzt bin ich kaputt, jetzt bin ich müde, jetzt muss ich schlafen. Oh, ich kann nicht schlafe, ich muss ja den morgigen Tag planen oder den Tag, der war äh Revue passieren lassen, was hätte ich noch besser machen können. Also, war echt krankhaft. Mhm. Ja. Ja. Ähm, hast du irgendwie gemerkt, dass so Warnsignale kamen von deinem Körper, dass du nicht mehr konntest, aber das halt übergangen hast? Ja, definitiv. Also, ich habe absolut auch das gelernt, den Körper zu ignorieren, weil wäre ja Schwäche. Wenn ich jetzt dem Körper eine Pause gönnen, müsste ich ja eine Pause machen, würde ich ja in dem Moment nicht funktionieren, nichts leisten. Und auch die Beine, also bei mir haben öfter mal die Beine versagt. Ich habe dann beim Auftreten auf der Fußsohle hat das alles gegrippelt. Morgens, wenn ich aufgestanden bin, das war wie so elektrisch. Also weiß nicht, wie ich sagen soll, wie wenn die Beine eingeschlafen sind und ich lauf dann so, dann war ich so paar Schritte ha [gelächter] dann, wenn ich paar mal gelaufen bin, so paar Schritte, dann war das wieder okay. Aber die ersten Schritte waren furchtbar auch. Ähm Periode war furchtbar stark, also furchtbar anstrengend, körperlich sehr belastend. Das kannte ich früher nicht, als ich jaendliche war und auch jetzt ist es wieder alles normal. Aber zu der Phase, wo ich so im Funktionsmodus war, war Periode für mich äh wie Totschlag. Ja, es ist aufgewacht, wie wenn der Zug mich überfahren hät was los, was das Bett so raus. Boah, okay. Dachte mir, das gibt’s doch gar nicht. Wieso, wieso ist es jetzt auf einmal so? Dachte ich, ja, bist halt älter, hast zwei Kinder gekriegt, ist halt jetzt anders. Aber das war natürlich auch Körper eine absolute Überlastung. Mhm. Also ja, der Körper hat sich meldet. Ja. Ja, ich glaube äh diese Körpersignale, die die sind so diese Warnignale, die uns ähm ja aufwachen sollen. Ja, also wäre nett, wenn man soweit wäre, aber in dem Moment war ich nicht so weit. Ich habe sogar so kurz kurze Phasen auch gehabt, wo ich wirklich knapp vom Burnout war, wo ich die Uhrzeit nicht mehr richtig lesen konnte. Mhm. Ich weiß noch, ich habe mein Sohn mal zum Schwimmkurs gefahren und habe ihn da abgelegt zum Schwimmkurs. Du gagt, ja, hier der Kurs startet gleich, da muss da rein und mein Mann hat mir n ein Auftrag geben, ich muss noch was einkaufen. Dann bin ich zu dem Ladegefahrer und dann gucke ich auf die Uhr und sag, scheiße, ich muss den ja wieder abholen. Nee, ich habe doch gerade bracht. Das dauert doch eineinhalb Stunden. Und ich war in dem Auto wirklich, ich glaube gefühlt 5 Minuten, bis ich geschnallt habe, wie spät es jetzt ist und ob ich jetzt wirklich noch einkaufen kann oder ob das nicht möglich ist, weil die Zeit schon wieder abgelaufen ist beim Schwimmkurs, also völlig Banane und da so, nein, das gibt’s nicht, es muss passen, es müsst muss ich noch ausgehen. Und dann so, wann ist der Kurs und wieder am Handyck, wann ist der Kurs zu Ende? Also es war wirklich krank. Und dann ähm bin ich einkaufen gegangen, hab das gemacht, habe ihn wieder abgeholt. Ich war völlig durch. Mhm. Ja. Ja. Ja. Und gerade wenn wir in diesem Modus sind, dann denken wir ja so, okay, ich muss jetzt halt einfach noch irgendwas machen. Und ja, es gibt ja jetzt diese, ich nenn’s mal Selfcare Bubble und oder diese Coachingblase. Ja, da findest du ja dann 1000 Ratschläge. Ja, mehr Metime, mach was für dich und so weiter. Und ich habe auch selbst festgestellt, als ich so in diesem Funktionsmodus so extrem gefangen war, ähm oder sehe ich auch bei anderen Menschen, dass es nicht immer so hilfreich ist, ähm diese Tipps zu befolgen, wenn man da so mitt drin steckt, weil die einen einfach noch so tiefer in die Erschöpfung treiben. Und ähm ja, ist die Frage, also was wo denkt man oft, dass es scheinbar hilft, aber eigentlich macht’s innerlich noch mehr Druck. Hast du auch Erfahrung? Ja, also ich habe dann auch am Anfang, wo ich meine Krise hatte, zuerst äh Hilfe gesucht beim Energetiker z.B. Ja, und der Energetiker hatte mir früher schon Käufe, da hatte ich mal in der Schulterschwierigkeiten oder an der Wirbelsäule und der hat dann irgendwas gemacht und es war wieder gut und haben wir denkt, hat der hat doch eigentlich da immer eine schnelle Lösung gehabt, aber das war dann auch so eine Bubbel. Ja. Und dann mir habe ich gemerkt, je mehr ich in diese Bubblebel reinkomme, je mehr der mir da erklärt hat über Energie und Frequenzen und blabla und hast du nicht gesehen, ist es alles noch komplizierter worden. Es hat noch mehr Druck auf mich ausgeübt. Also dieses positiv denken und du musst aufpassen, ja, was du denkst, weil das hat eine Auswirkung und dann habe ich Angst kriegt zu denken und wie ich denke und habe mir Sorgen gemacht, dass ich dadurch mir selber an Bein stell und mir selber schade. Es ist war richtiger Druck und es war auch widersprüchlich, was die Person so gesagt hat. Also heute in meiner Klarheit kann ich sagen, der ist in seiner Babel gefangen und ist auf der Flucht vor sich selber. Aber damals habe ich halt eine Lösung gesucht, habe dort äh alles einfach aufgesaugt, hab mir denkt, ja, der hat die Lösung, ich muss jetzt dahinchen, ich muss das alles jetzt erfahren, wie das geht. Und es hat mich furchtbar angestrengt. Ich habe kaum nur geschlafen. War völlig an der Kante. Wenn der sich gemeldet hat, mir was geschrieben hat, ich muss es sofort lesen, weil ich denkt hat, scheiße, der spürt es ja, der hat ja so Intuition, der spürt es ja, wenn ich das lese und dann ignoriere, oh mein Gott, das darf ich nicht machen, sonst ist der beleidigt und dann hilft er mir nicht mehr so Zeug, weißt? Also, es hat mich wahnsinnig unter Druck gesetzt und auch so Tagesrituale. Mach ein Ritual, mach das, mach das, mach das. Das war dann noch mehr funktioniere. Wenn du das tust, dann hast du die Lösung und dann geht’s dir wieder gut. Da zieht der Stecker sowieso, wenn du überlastet bist und dann noch mehr so Aufgaben drauf kriegst. Also war für mich der Horror. Ja. Ja. Und dann entsteht erst rechtes Gefühl, dass man es nicht schafft. Also so dieses, ich bin nicht gut genug, ich schaffe das nicht und das sind ja alles so hilfreiche Tipps und dann nehme ich die nicht an und dann fängt so dieses dieser innere Kritiker halt wird da immer noch lauter. Ja. Ja. [gelächter] Okay. Ja. Also das Thema Selbstoptimierung war für mich eigentlich auch, obwohl es ja was voll Gutes ist, aber in dem Moment war es Killer. Ja. Mhm. Ja, das dieses leistungsfähig sein haben wir ja gern auch schon in der Schule. Man hat ja immer die Fehler angekreuzt, nicht das was richtig war. Also, man hat nicht ein Krönchen kriegt über das schönste A, sondern man hat alle A, die nicht schön waren, durchgestriche kriegt. Deswegen ist der Fokus da auch so drauf gerichtet und deswegen haben wir immer Angst gehabt, ich mache was falsch, ich ma was falsch und habe mich gar nicht mehr darauf konzentrieren können, was eigentlich richtig läuft, was gut läuft, was sich gut anfühlt. War nur vermeiden, vermeiden, vermeiden, ja, nichts falsch machen und das war extremst anstrengend fürs System, also für die Körperhorror. Ja. Ähm, was glaubst du äh woran es liegt, dass halt gerade so starke Menschen ähm das extrem spät erst merken, dass sie da drin sind? Ja, sowieso einfach durch diese Entscheidung, die man mal getroffen hat, ich möchte stark sein. Also, ich habe im bei mir selber und auch bei meinen Klienten oft gesehen, die haben irgendwann mal eine Situation erlebt, in der sie ähm gesehen haben, es hilft mir keiner. Ich bin nicht, ich bin auf mich allein gestellt. Gefühlt, ja, es kann schon sein, dass da wer war, aber gefühlt warst du allein damit. Und dann wird diese Entscheidung getroffen. Ich mache das jetzt alleine. Ich kann mich auf niemand verlassen. Ich kämpfe, ich setze mich durch, ich schaue, dass ich das selber hinkriege. Und wenn dann später irgendjemand sagt, hol dir Hilfe. Nein, ich nicht. das Gefühl enttäuscht zu werden, wenn ich jetzt mir Hilfe hole und die lassen mich dann einfach im Regen stehen, das will ich nie wieder haben. Ist keine bewusste Entscheidung, aber unterschwellig gehrt das so innen drin. Und das hat mich lang daran gehindert, dass ich mir wirklich Unterstützung geholt habe auch, weil man denkt, nein, ich bin stark, ich mache das alleine. Was so richtig trotzig wie so ein kleines Kind. Andererseits hat sich ein Teil von mir wahnsinnig Hilfe gewünscht. Ja, hat danach sich gesehnt, aber der Teil, der gesagt hat, der beschlossen hat, nein, wir machen das alleine. Weißt du nicht mehr, wie das war, wo wir da Hilfe gesucht haben und dann ist hat war das ein Griff ins Klo. Das machen wir nicht mehr. [gelächter] War mir aber ja nicht bewusst. Ja, also ich denke, das ist schon das, dass diese Entscheidung sehr stark mal war, dass es alleine durchzieht. Ich glaube, dass noch was anderes mitspielt. Das kann darauf passieren. Ich glaube, es hat auch was mit Stolz zu tun, also nicht im Sinne von, also ja, Stolz auf diese Leistungsfähigkeit, weil man hat sich ja immer darüber definiert, weil das war ja das, wofür man gelobt wurde, äh bei anderen gut. Man sieht’s ja auch im Außen des Leben, das man sich dann aufgebaut hat, sozusagen und das das diese ganze Stärke und dieser Stolz, der ähm da muss man sich auch erstmal eingestehen, dass der es eigentlich nichts hilfreiches ist. Ja, also an sich ist Stolz gut, aber nicht in Verbindung mit wenn ich leiste, bin ich stolz. Also diese ähm diese Verbindung im Kopf und wenn man sich halt nur gut fühlt, wenn man was leistet und nicht auch einfach so, weil man einfach ein Mensch ist, weil man einfach da ist, einfach sein. Ja, das ist schon absolut genug. Ja, genau. Ist cool, dass du das sagst. Ja, weil ich ich sehe das auch so, es ist echt so dieser Stolz, dieses da habe ich jetzt von jemanden Anerkennung bekommen, da habe ich jetzt so ein Funken bekommen. Und das ist wieder dieser kleine Moment, wo dann so aufbauend ist, ah, ich habe doch ein Wert. Aber wenn ich bei mir den Wert nicht fühle, dann bin ich ja voll angewiesen drauf, dass ich diese Glitzermomente von den anderen bekomme und dann muss ich mich wieder anstrengen, damit die das ja sehen. Und dann anderer Teil, ich weiß nicht, wie es bei dir war, aber bei mir war das auch so ein anderer Teil in mir konnte es gar nicht annehmen, wenn wer gesagt hat, oh, du machst es aber super. Ja. Nein, so toll ist das auch wieder nicht. Ja. Ja. Ja. Ja, aber in Wirklichkeit äh hat ein Teil das das voll wolle, ja, diese Anerkennung und hat sich dann auch gut gefühlt und der andere Teil hat gesagt, na nein, so toll. Also ist schon krass, wie viel innere Stimmen sie da aktiv waren und wo ich dann gelernt habe, den inneren Stimmen eine Form zu geben, eine Gestalt, habe ich gemerkt, wow, das sind echt viele, die sprechen alle gegeneinander, jeder hat eine andere Meinung. Also da war es ja auch kein Wunder dann, dass innerlich ein riesen Konflikt entsteht. Ja. Ja. Ja. Und zum Teil ist es, weil man, also ich glaube, es gibt zwei unterschiedliche Arten von Menschen, die einen sind so, weil das von außen kommt, fühlt man sich dann gut und andere, also bei mir ist es z.B. So, dass ich mich ähm gut fühle, wenn ich selbstdiszipliniert bin. Ja, also, weil bei mir kommt dieser Druck sozusagen von innen, kommt gar nicht so viel von außen und dann so nach Motto, okay, ich liebe mich mehr, wenn ich mehr leiste. Und damit habe ich mich ja eigentlich selbst manipuliert. Ja, weil es ist natürlich okay, auch mal nichts zu tun und das war dann soagen diese eigene Erlaubnis. Also man kann entweder von außen getriggert sein oder von sich selbst und sich dadurch in diesen Funktionsmodus selber rein manipulieren und am Ende noch stolz drauf sein. Und ähm Genau. Das äh trickert dann natürlich das Ego, wenn man dann gesagt bekommt oder selbst merkt, oh, das tut mir eigentlich gar nicht gut. Ja, absolut. Ich glaube, das ist auch wirklich so die übelste Kröte zu schlucken, dass man merkt, was das eigene Ego eigentlich einem so für Beine stellt, wie man sich selber manipuliert und ja, geißelt. [räuspern] Ja. Ja. Ja. Jetzt haben wir viel darüber gesprochen, dieses Okay, wie ist es, wenn man da drin ist? Woran erkennt man es? Jetzt ist natürlich die Frage, wie bricht man aus diesem Funktionsmodus? Also brauchst irgendwie so voll den radikalen Knall, also, dass man körperlich so richtig am Ende ist oder muss man vielleicht auch sein Umfeld wechseln irgendwie muss man so sein komplettes Leben verändern oder gibt’s auch schon so ja kleine Schritte, die man gehen kann, Veränderungen, die man machen kann, damit man da so rauskommt? Ich glaube, dass das sehr individuell auf den Mensch zugeschnitten unterschiedlich sein kann. Also für mich ähm ich brauchte den harten Schlag, also ich brauchte den Knall, dass mir alte Welt zusammenbricht, weil durch meinen wie gesagt Stolz und durch mein meine Entscheidung, ich mache das alleine und ich kämpfe, wäre ich wahrscheinlich nicht aus ähm reinerem Interesse und Wohlwolle darauskomme. Also, ich weiß nicht, ob ich das geschafft hätte. Es hat dann schon so so eine richtige Orw Fall gebraucht. Also weiß ich natürlich hätte ich mir gewünscht, es wäre sanfter Gang, absolut. Aber na, im Nachgang gesehen wüsste ich nicht, wie was da hätte passieren müssen. Äh hätte wahrscheinlich gesundheitlich irgendwann mal was sein müssen, bevor ich umdenke. Mm. Es wäre auch eine tolle Ausrede gewesen. Ah, ich kann ja jetzt nicht mehr so viel mich äh aufopfernd hier in die Arbeit preschen, weil mein Körper versagt. Aber im Grunde ist ja Quatsch, so lang warten zu müssen. Ja. Mhm. Ja. Geht ja in dem Moment nicht anders. Also ich denke, dass die Energie, also die die wo jetzt kommen die Leute, die Jungen, da das auch eh schon anders sehen. Die sind nicht so die Workkoholics, wie ich es vielleicht auch gelernt habe oder meine Generation, viele das gelernt haben, gibt’s ja heute auch bei die Junge. Klar, aber ich glaube so im großen und ganzen ähm kommt es immer mehr, dass ein ein Bewusstseinswandel entsteht ohne großen Knall. Mhm. Bei mir hat du es braucht. [gelächter] Mhm. M aber es muss glaube ich nicht sein. Also es ich denke schon auch die Gesellschaft sich da ändert, das Bewusstsein sich ja auch steigert darü dafür. Ich meine überall ähm ist jetzt auch Burnout kein kein Schimpfwort mehr oder wird belächelt, sondern es es ist eher akzeptiert und anerkannt auch sowas wie Impostersyndrom, ja, dass Menschen Angst haben, dass die anderen herausfinden, dass man gar nicht so toll ist, dass man gar nicht so viel äh Leistung erbringt, gar nicht so viel Wissen hat und das strengt die wieder an. Also, da gibt’s Reportagen drüber, da wird drüber gesprochen, über Bewusstseinsentwicklung wird gesprochen, so Familien, so systemische Aufstellungen, das wird alles immer mehr präsent, prominente sprechen darüber, dass sie in Psychotherapie waren und so. Also, ich finde das da ist eine starke Entwicklung da, dass das Mindset, das Innere, ja, unsere Psyche, unsere unser Geist ähm beleuchtet wird und nicht mehr belächelt oder abgetan. So, ja, mehr Anerkennung dafür, mehr Raum ist dafür da und dann wirkt es auch nicht mehr so knallig oder so so hart. Also so, okay, ich habe jetzt den kompletten Lebensschift muss ich jetzt machen, sondern ja, es ist ja dieses, wenn wenn man nicht dagegen drückt, dann kann es fließen. Ja, bei Emotionen ja genauso. Also, solange man nicht diese Emotion wegdrückt, kann sie fließen und dann geht sie auch wieder und dann ist da einfach mehr Ja. Ja, mehr Raum und mehr Möglichkeit und dann ja, muss gar nicht so knallen. Es ist auch so, es gab ja schon Vorreiter auch wie jetzt z.B. Ähm, Eckert tolle hat ja schon vor Jahren ein Buch geschrieben, das Leben im Jetzt oder die neue Welt oder Marshall Rosenberg ist leider schon verstorben, hat die gewaltfreie Kommunikation hierher gebracht, also dieses ich spreche anders, ich drücke mich anders aus und so weiter, da ist schon viel passiert und es braucht immer Weile, bis es so vor sich hingehre kann, dann das wirklich auch in der Gesellschaft ankommt. Und ich denke, dass diese Samen, die da geseht wurden, langsam fruchten. Ähm, es gibt ja auch ein, sage jetzt mal, Überschwemmung an Coaches und im Prinzip braucht man die ja auch, um alle diese inneren Prozesse umsetzen zu können, dass dich wer begleitet da dabei. Aber es gibt natürlich auch Leute, die das belächeln und sagen, ja, jetzt wird jeder Coach oder ja, jetzt jetzt die waren noch nie beim Coach, was die haben das noch nie in Anspruch genommen, aber es gibt einfach ganz viele Mensche, die jetzt sich nicht ähm, ich sage jetzt mal betroffen genug fühlen, um zum Psychologe zu gehen, was mus sagen, ich geht’s ja eigentlich, ich bin psychisch in Ordnung, aber irgendwie bin ich nicht glücklich. Ja, die gehen jetzt wegen gehen jetzt zum Psychologen sagen, ich bin nicht glücklich, so, sondern da gehen dann doch vielleicht die hin, wo ein größeres Thema zum Aufarbeiten haben. M und deswegen finde es schon, dieser Raum ist da, diese Optionen sind immer mehr da und es wird auch immer mehr genutzt. Also, ich kenne viele Leute, die sagen: „Ja, da habe ich ein Coaching in Anspruch genommen“ oder „Ja, da war ich bei der Energetikerin oder beim Heilpraktiker.“ Ähm, die Leute sind bereit, sie wollen an sich arbeiten und die machen das auch ohne, dass ein großer Knall jetzt kommt, weil sie eben auch hören, ah, meine Freundin macht es, ah, meine Nachbarin, okay, ah ja, meine Mutter war da auch, hat ihr gut getan. Ja, dann macht man das halt auch. Ich denke, es wird irgendwann ganz normal sein, dass wir uns coachen lassen, wenn wir irgendein Thema haben. Ja. Ja, ich denke, das hat ähm einerseits mit Erlaubnis zu tun. Ähm aber auch, weil es in der Gesellschaft jetzt mehr etabliert ist, weil guck mal, früher, wenn du irgendwas hattest, also ich bin in Klingmünster in der Pfals aufgewachsen und da gibt’s so eine ähm äh psycho ähm ja, so so eine Klinik halt für psychische Trauma und alles mögliche, Depression und so weiter. Und wie wurde das genannt? Die Ihrenanstalt. Ja, und also ich bin damit aufgewachsen, so ah ja, du wohnst in Klingmünster, der da das ist ja nicht weit von der Irrenanstalt und so. Und das war dann schon das Thema so wenn man dann wusste, jemand geht dahin, so nach dem Motto, ja, gerade in der Leistungsgeschellschaft, ja, was ist denn mit dem los, dass der da hingehen muss? Es hat er ein Knacks oder so und ja ähm ja, ich glaube, dass das auch lang so auf die Coachingszene da so drauf so nach Motto, ja, du kannst doch nicht jemand brauchen müssen. Ja, und ähm ist ja auch ein Widerstand dann in sich und ähm ja, dann passiert halt dieses, dass man sich dann dafür schämt noch und sagt, nee, das kann ich mir jetzt nicht erlauben. Ich kann ich kann jetzt nicht Schwäche zeigen, indem ich sag, dass ich dahingehe und aber eigentlich t gut, um dieses alte alles aufzuarbeiten, dass wir so dann mitbekommen haben. Ja, es ist ja auch ein Trainer, also ein Coach ist nichts anders wie ein Trainer und wenn ich schwimmen lerne will, dann kann ich auch zu jemanden gehen, der theoretisch könnte mir einer Schwimmer beibringen, der im Rollstuhl steht äh sitzt. Also, wenn der das irgendwann hat gut könne und er kann es gut beschreiben und kann dir das gut beibringen, der kann da sitzen und kann dich anleiten und der weiß, dass du das kannst, weil du hast zwei Arme, zwei Beine. Also ähm er kann dich anleiten, er kann dir das zeigen. Es gibt ja auch Trainer, die ähm Olympische bei den Olympischen Spielen ihre ihre Teilnehmer zu zum zu Gold führen, selber aber kein Gold bekommen haben. Ja, aber die sind einfach gutes geniale Trainer. Ja, und dieses Anleiten, dieses jemand in dem anderen das Potenzial zu sehen und das zur Entfaltung zu bringen, es ist eine Gabe. Wenn das jemand kann, ist es mega. Und wenn jetzt ich jemand bin, wo Sport macht oder wo Schwimmer lernen will, dann gehe ich halt zu jemanden, wo ich mich erstmal aufgehoben fühle, wo ich das Gefühl habe, der kann mir das sagen. Ähm und der bringt mich dorthin und hat nicht so, weißt du, ist mir nicht wie so ein Oberlehrer, der sagt, du bist falsch, wie du es machst. und ich zeig dir, wie es richtig geht, sondern jemand, wo auch mit dir auf Augenhöhe ist, wo sagt: „Hey, ich weiß, dass du das kannst und du kannst es vielleicht sogar besser wie ich, aber wir machen das gemeinsam, einfach weil ich so Freude dran habe, dass du dich entwickelst und dann fühle ich mich da wohl.“ Mhm. Ja. Also ich würde niemals zu zum Coach gehen, wenn ich sage, ich möchte glücklich werden, der auf mich unglücklich und oder verhärtet oder irgendwie angestrengt wirkt, weil dann denke ich mir, wie willst du mir das beibringen? Ähm, du wirkst jetzt für mich nicht [gelächter] happy oder nicht ausgeglichen oder sowas. Mm. Aber anfangs, glaube ich, hätte ich mich an jeden Strohhalm gehaftet, äh wo ich irgendwie denkt hätte, boah, das hilft mir. Man ist ja in der Notlage. Ja, ja, [räuspern] ja, ja. Wenn man in Lebenskrise ist, ja, aber ich sage auch, man muss wie gesagt nicht in der Lebenskrise sein. Man kann auch, wenn man sagt, da gibt’s so ein einen Trigger, das ist immer wieder komme ich in diese Situation immer, wenn ich vor Leuten spreche, z.B. Da wird’s mir heiß und ich fange an zu stottern oder immer wenn ich telefonieren möchte, dann fange ich an Schweißausbruch zu kriegen oder immer wenn ich auf Reisen gehe, dann komme ich nicht mehr vom Klo runter, weil ich so Angst habe äh mein Zuhause zu verlassen. Das sind so Sache. Du kannst natürlich dann vermeiden und sagen, dann gehe ich halt nie in Urlaub oder ich spreche nie vor Leute oder telefoniere ich halt nicht, sage ich über meinem Mann muss telefonieren. Aber wenn ich das irgendwann mal loshaben möchte und sag, ich möchte eigentlich schon das alles auben und nicht mehr in diese Vermeidung gehen, dann nehme ich mir ein Coach dafür. Ja, genau. Ja, dann dass man dann anfängt diese Mikrogewohnheiten sozusagen anzugehen, zu ändern, zu etablieren, um ähm dann da rauszukommen, ja, ohne dass es in der Krise gehen muss. Ähm oder vielleicht auch, weißt du, wenn man äh Träume hat, ja, z.B. ich möchte mich selbständig machen oder ich keine Ahnung möchte ein Kind bekommen und traut sich es nicht mit seinem Partner darüber zu sprechen oder man kann halt sein Leben lang davon wegrennen von diesem Traum, den man eigentlich hat. ähm also von sich selbst auch irgendwie oder man sagt halt, okay, ähm ich habe diesen Traum, ich habe aber auch Ängste, ich habe ähm Bedenken, was das angeht und dass man dann die ersten Schritte macht und das mal bei sich anschaut, was da ist, was zwischen einem Selbst und diesem Traum steht, weil das ist ja am Ende nur, warum dieser Traum nicht ähm dann realisiert wird. und Traum meine ich schon sowas greifbares. Ja, also nicht so, dass es was komplett utopisches wäre für einen, sondern es wäre ja möglich und ähm ja, dass man sich da ähm ja auch Hilfe holt. Jetzt nicht im Sinne von jetzt mit dem Beispiel selbständig, dass man Business Coach hat, sondern dass man erstmal schaut, warum traue ich mich da nicht in die Richtung zu gehen? Mhm. Es ist gut, was du da gerade gesagt hast mit auch ähm zu wissen, dass es eine Lösung gibt, weil ich glaube, viele wissen gar nicht, dass es da eine Lösung gibt. Wir z.B. Du hast ja mal das Thema gehabt mit dem Blebauch und ich denke viele Meine nehme ich halt eine Tablette ja für irgendwie Blehungen und wenn das dann nicht weggeht, ja, dann habe ich ja alles probiert. Ich habe ja Tablette genommen und es hat nicht Käufe. Und wenn du dann aufklärst und sagst: „Hey, ich hatte das auch und ich weiß jetzt wie es weggeht, dann ähm werden die ja dann hellhörig.“ Also da denke ich gibt’s auch viele, die eine Angst haben, z.B. vom Fliegen und den ist gar nicht klar, dass sie das löschen können, dass sie das rausnehmen können aus dem System dieser Angst auch körperliche Beschwerden, denn ist nicht klar, dass es vielleicht nicht nur um eine Chemie geht im Körper, die eine Blähung erzeugt, sondern vielleicht auch um ein Glaubenssatz, der Druck ausübt und der Körper verkörpert diesen Druck und zeigt den über verschiedene Anzeichen. Haut. Ja, wenn du eine Neurodermitis kriegst oder einen Ausschlag, na klar, kannst du es zurückführen auf irgendein PH Wert oder sowas oder auch ein Blutwert, aber am Ende des Tages hat’s ja ein Grund, warum sich der pH-Wert verändert hat. Also, da gibt’s ja noch mal ein dahinter. Warum ist die Chemie in meinem Körper so? Was die hat ja Anlassung, warum sie das macht. Und das ist auch so cool bei Allergien. Ja, mir gucken, was genau tut der Körper da, aber warum tut er das? Der hat immer ein guten Grund. Mhm. Ja. Ja. Ja, genau. Ja, ist vielleicht auch oft ein Schutz einfach vom Körper. ähm und da einfach mal ja sozusagen den eigenen Horizont zu erweitern und sagen: „Hey, vielleicht gibt’s ja noch eine andere Lösung statt ähm, dass ich mich damit abfinden muss, dass es so ist und ich bin halt nicht so gut und kann das deswegen nicht oder da bin ich halt krank ähm und muss halt einfach damit leben.“ Das ist dann sozusagen mein Schicksal. Ähm, genau. Und dieses zu lernen, okay, du hast dein Schicksal selbst in der Hand. Ähm, das das eröffnet erstmal dann ja, gibt einen neuen Horizont und Hoffnung. Ja, wie hat wie hat man einer gesagt? Äh, das Unbewusste, bis es dir bewusst wird, solange nennst du es Schicksal. [gelächter] Ja. Ja. Ja, genau. Und das finde ich echt spannend. Ist echt so. Ja, also auch wenn wir jemand sagt, es ist erblich bedingt. Punkt, dann ist schon dann ist schon Haken dran, oder? kanns machen. Familie. Ja. Und was heißt es jetzt, dass man nichts tun kann. Wenn dann jemand sagt, ich habe schon alles probiert, dann denke ich mir immer, das kann gar nicht sein, dass du alles probiert hast, weil es gibt so viele Sachen, die auf derer Welt möglich sind. Nee, ist nicht möglich, dass du alles probiert hast. Ja, in in dem Horizont von dieser Person hat sie alles probiert, aber es gibt ja noch ein Horizont, der darüber hinausgeht. Und wenn man sich dessen bewusst ist, okay, ich habe mein meine [räuspern] Scheuklappen, wenn ich die aber mal wegmache, was sehe ich dann noch? Ja, ja, ja, ja. Okay, ich habe noch eine spannende Frage und zwar wir sind beides Coaches, wir haben uns selbst äh geholfen, wir haben auch Hilfe von anderen bekommen. Ähm trotzdem sind wir auch nur Menschen. Und äh ja, deswegen meine Frage an dich. Ähm hast du ein Moment gehabt in den letzten Monaten, wo du irgendwie wieder so in diesen Funktionsmodus reingerauscht bist und wie hast du dich da wieder rausgezogen? Also es, ich finde es total ähm wichtig, dass man das auch mal sagt, weil ein Coach hat ja gelernt ähm gewisse Tools anzuwenden und kann es bei andere recht gut sehen, wo gerade der Hammer hängt. Aber es ist wirklich so auch wie dieses dieses Spruch aus der Bibel, du siehst äh den den Splitter beim anderen Auge, aber dein eigene Balke nicht. Und deswegen ähm ist es für ein Coach auch so, wenn der gelernt hat, ist auch wieder dieses wer wer wird den Coach auch wieder jemand woent hat, ich bin die Macherin, ich mache das, ich helfe anderen. Ähm hat aber unter Umständen nicht gelernt, sich selbst zu helfen. Und das Problem ist auch ein bisschen beim Coach, du arbeitest ja mit Energie, ja auch, also du arbeitest ja mit anderen Dingen. deine Werkzeuge ist jetzt nicht so ein Stift oder ein Hammer oder eine Meißel und du hast dann am Ende kein Möbelstück, wo du zeigen kannst, sondern die Ergebnisse, die sind für den Kunden ja spürbar. Also das ist auch schon mal so bisschen diffuses Material mit dem man arbeitet und dann kann schon mal sein, dass man so wieder in Modus drin ist. Also bei mir ist es dann so, wenn ich wieder versuche ähm online irgendwie ein Programm aufzustellen, ja, dann ist es ja immer was ganz Neues. Ja, das gab’s vorher für mich noch nicht. Ich war früher in der Gaststrau. Ja, für mich war, wenn ich den Tisch eingedeckt habe, habe ich den gesehen. Wenn dann ein Gast gekommen ist, habe ich einen Teller gebracht, den ich sehe. Ja, dann hat er das gessen. Dann hat man gefragt, wie war’s? Dann hast du abgeräumt, dann hat man eine Rechnung bracht, d hat man Geld kriegt. Dann habe ich gewusst, okay, das passt. M bei Coaching, du machst ein Prozess mit jemanden und dann dauert’s erstmal 21 Tage, bis der Körper das verstoff wechselt hat. Mm. Und dann kannst du nach 21 Tagen erstmal fragen, hey, ähm, wie geht’s dir mittlerweile? Und dann erst siehst du ein Ergebnis und dann kann sein, der hat noch eine andere Blockade, die unterschwellig irgendwie gärbt und äh die musst du dann erst noch auflösen und dann kommt natürlich bei dir vielleicht der Zweifler und sagt: „Äh, was ist denn da los? Hast nicht richtig gemacht oder äh hast du das falsche Tool verwendet oder hast du etwas übersehen?“ Und das das ist mir anfangs recht oft passiert, dass ich da an mir selber zweifelt habe, an meinen Qualitäten, an meinen Fähigkeiten, weil du eben nicht hier den Teller hast, nicht die die Rechnung gegeben hast, nicht das gleich abgehandelt ist und äh so der Kunde hat gesagt, es war in Ordnung, ich habe es Geld dafür gekriegt. Punkt, sondern es ist ja so ein Prozess, der so über Monate teilweise geht, bis der Klient von seinem Punkt A zu Punkt B kommt. Das auszuhalten war am Anfang für mich total schräg. Mhm. und mich selber auszuhalten, während ich da warte. [gelächter] Ja, diese Ergebnisse, obwohl ich es ja selber bei mir auch so erlebt habe, das ist ja das Witzige. Ich habe bei mir selber auch erlebt, dass es Zeit braucht. Mm. Aber das vergisst man so schnell, wenn du dann in eine neue Lebensqualität kommst und auf einmal laufen dir Dinge so leicht von der Hand, wo noch vor zwei Monaten voll schwer waren, dann denk geht ja voll leicht, aber es zeige ich jetzt beim anderen, wie leicht es geht und dann meinst du es geht so, aber der braucht heute auch sein seit Zeit, bis es umgesetzt ist. Also da diese Geduld war für mich ein Endgegner. Mhm. Geduld reinzubringen, dieses Vertraue auch zu gewinnen, da braucht es auch wirklich diese Wiederholungen auch immer wieder dieses Erleben. Ah, okay, das funktioniert wirklich. Mm. Ja, also da hatte ich immer wieder schon auch mit mir zu tun, einfach weil es auch ein neues Business für mich war, neue neue Sparte, neues Mm. Zweig. Ja. Ja. Das andere war halt bekannt. Du wusstest, okay, so rechne ich ab. Das ist der Ablauf. Du hattest das unter Kontrolle und dann war es für den Mind so und ja, für dich selbst so, okay, ich mache jetzt was Neues, dann weiß ich nicht, wie das Ergebnis ist, das ist unkontrolliert und das fühlt sich halt natürlich unsicher an und dann kommt ja auch der Körper und sagt so: „Nee, also unsicher wollen wir hier gar nicht, weil ich muss dich ja schützen. Alle Sandrü ist ja eine Gefahr und das sind diese Momente, wo man das aushalten lernen darf. Da hilft halt Bewusstsein, wenn man weiß, okay, der Körper braucht die Zeit, es ist alles okay. Ist genauso wie so Erstverschlimmerungen, wie sie immer genannt werden, dass man dann so denkt, oh mein Gott, jetzt habe ich was getan. Was habe ich nur getan? Warum habe ich das gemacht? Es ist ja so schlimm. Ja, das ist aber halt der Körper, der sich neu generiert und neu zusammensetzt. Ähm und da ist wird erstmal so ein bisschen aufgerüttelt, aber danach ähm fügt sich es einfach. Also, das ist ja wie, wenn man ein Puzzle hat. ähm oder man hat ein Bild und man möchte, dass dieses Bild anders ist, da muss man das erstmal wieder kaputt machen, um es neu zusammensetzen zu können oder anders halt auch ähm um es vielleicht zu vergrößern oder zu verschönern. Ähm ja und sich dessen bewusst zu machen dabei und immer wieder daran zu erinner erinnert zu werden ist sehr hilfreich, weil man dann nicht in diese Ungeduld reinkommt auch so. Ja, also ich kenne das auch von mir, dass ich dann denke, jetzt machst du so viel, das kann doch wohl nicht sein, dass das jetzt nichts wird. Und ähm ist bei der persönlichen Entwicklung genau das gleiche wie in dem Beruf, ja, dass man denkt, okay, ich mache ja so viel, ähm wo ist das Ergebnis? Ich möchte jetzt das Ergebnis sehen und ja, also deswegen finde ich beim Coaching auch langzeitbegleitungen am beste. Es ist wie Gärtnerei. Ja, wenn ich jetzt einmal zum Kurs gehe und und die zeigen mir, wie man was anpflanzt, dann habe ich ja nur keine Ahnung, wie das übers Jahr hin gedeih und diese Zeit, die die Pflanze braucht und was gebe ich wann dazu und wann tue ich was mit der Pflanze und wann lasse ich sie in Ruhe und wann gebe ich wieder was rein und so weiter. Also da ähm hat mir das einfach auch wirklich am meiste immer braucht, wenn ich langzeit Begleitungen auch angenommen habe für mich, also so so Ausbildungen oder ähm lange Kurse, ja, so Intensivkurse, die über Monate gehen, weil dann konnte man wirklich auch durch diese Tiefs immer die Begleitung bekommen, dass der dich dann stärkt und schützt und sagt, das ist normal, das was du gerade erlebst, ist okay. Du kommst dadurch, komm, wir machen es gemeinsam. Und dann merkst mit den Wiederholungen, ah, der hat ja recht. Stimmt. Ah, okay. Ah, okay. Dieser Wellenbewegung. Ah, in Ordnung. Weil wenn ich nur einmal ein Coaching bei WM buche, so punktuell für ein Thema und danach heißt ja, danke, tschüss und dann falle ich wieder in dieses Tief, dann denke ich, ich habe was falsch gemacht oder der hat was falsch gemacht. Langzeitbegleitung weiß ich, aber das ist normal. Also auch beim Gärtner, ja, dann dann sagt es ist normal, dass die am Anfang die Flügel hänger lasset, wenn du sie pickierst, die Pflanzen auseinandersetzt, aber gibt jetzt jeden Tag Wasser und wenn es zu heiß wird, dann schützt sie und wenn es zu kalt wird auch. Dann hast du da einfach Informationen während des Prozesses und bist nicht überfordert, wenn dann irgendwas kommt, wo du meinst, du hättest irgendwie ein Fehler gemacht. Ja. Ja. Ja, das merke ich auch sehr oft, dass man halt anfängt. Das ist wie bei einer Diät, dann läuft es natürlich erstmal, weil es ist ja eine Umstellung für den Körper, der reagiert positiv darauf, z.B., Spel, dass man halt gesagt bekommt, trink mehr Wasser und dann sieht man ja direkt ein Ergebnis und dann kommt so eine Phase, wo irgendwie sich vielleicht auch nichts mehr tut, also so körperlich, aber auch im Bereich Coaching, dass dann so am Anfang hat man so aha Momente, man lernt was Neues und dann kommt so eine Phase, da tut sich ja irgendwie nichts oder vielleicht verschlimmert sich noch irgendwas oder es kommt dann halt hoch, was ja positiv ist, weil nur wenn was ins Bewusstsein kommt, aus dem Unterbewusstsein raus, können wir es ja verändern, weil ansonsten ist es uns so unbewusst, dass wir gar nicht ähm die Kontrolle haben oder die Macht oder die Möglichkeit ähm das zu verändern. Ja, aber wenn man dann dann halt alleine ist sozusagen, dann denkt man so, dann fangen ja diese Glaubenssätze erst recht an. So ja, das hat ja wieder nichts geholfen, was mit dir falsch. Ähm ja und dieser ganze innere Kritiker fängt ja dann wieder an laut zu werden und der will ja eigentlich nur bestätigt werden. Ja, also der das ist ja dieses eine wichtige Aufgabe, da soll dich ja schützen, dass du keinen Quatsch machst. Ja, genau. Ja, genau. Und ja, das war gut, dass du das gesagt hast mit dem langen Zeit, weil wir so oft denken, okay, wir machen jetzt mal eine Sache, wir machen jetzt eine Meditation oder neben an einem Workshopteil oder ja, wir tun uns doch jetzt was Gutes, wir gehen doch jetzt ins Yoga und dann erwarten wir so nach dem Motto, okay, eine Sache getan und damit ist es ähm genau. Aber das ist halt etwas ähm ja, wo unser Körper sich entwickelt und wo uns einfach begleitet und ähm was nicht einfach schnell gefixt ist. Ja. Ja, absolut. Es ist auch so, nehme ich das Coaching auch, das denke ich mir, mein Gegenüber, fixes für mich, ja, ich gehe zum guten Coach und der kann das und der macht repariert bei mir was, dann kann ich nämlich lange warten, weil es wird nicht passieren. Ähm, aber wenn ich jetzt dahingehe und sag, ich möchte bei mir Klarheit, ich möchte neue Wege gehen und ich werde Werkzeuge nutzen, die mich dahinführen, dann habe ich eine andere Einstellung dazu. Ich bin mit Fitnesscenter. Wenn ich meines Fitnesscenter verändert mein Leben, macht aus mir ein definierten Körper. Mm. Dann kann es anstrengend werden. Wenn ich aber sag, ich möchte ein definierten Körper, ich kann das, ich mache das nicht. Das Fitnesscenter macht das, ich mache das und ich nutze die Tools, die dort in dem Raum sind, um das sichtbar zu machen, was ich mir gerade vorgenommen habe, dann habe ich eine andere Energie. Dann kann echt sein, zwei Leute gehen ins gleiche Fitnesscenter, machen das gleiche Training und so und der eine hat Erfolg und der andere nett damit. Die wundern sich, hy, ich benutze doch das gleiche Gerät. Ja. Mhm. Ja. Die Haltung, die innere, wie gehe ich daran? so ausschlaggebend, das war mir echt lange nicht klar. Ja. Ja. Es braucht eine Entscheidung, die man für sich trifft, eine Absicht, mit der man das macht. Und ähm tatsächlich ist aber so, dass auch diese Absicht dann manchmal, wenn es dann nicht so läuft sozusagen, dass man dann wieder Hader, dann ist es halt hilfreich, dass man jemand hat, der ein sagt: „Hey, erinnere dich daran.“ Ähm, es ist völlig normal, dass deine Stimme jetzt gerade im Kopf so laut wird und diese Absicht auch vielleicht niederdrückt, weil ähm ja, sie dich schützen will. ähm und ja, sich dessen dann auch wieder bewusst zu machen, äh wofür man es tut und ähm ja, dass es völlig normal ist, dass man mit was losgeht und es gut meint für sich und dann aber auch wieder zurückfällt, äh ist nichts schlechtes. Ja, also das ist einfach normal, weil wir da so viele Tricker in uns haben oder Stimmen, die uns da irgendwie dann von abhalten wollen, obwohl es ja eigentlich gut für uns ist. Ja, ist wie wenn jemand entscheidet ins Training zu gehen für irgendeinen Sport und du hast einen guten Trainer, der wird nicht sagen nach dem zweiten Training, wenn du den Tennisschläger wegschmeißt, ja, gut, dann hat’s keinen Wert. Wenn es bis jetzt so nicht klappt, hat keinen Wert, sondern er wird sagen: „Hey, ist normal am Anfang.“ Ja. Glaubst, ich habe der Ball übers Netz jedes Mal bracht am Anfang. Nee, braucht Wiederholung. Und so ist bei so Coachings auch, wenn du jemand hast, der dich da gut begleitet, dann sagt er: „Hey, ist normal“ und ist voll okay. Glaubst, ich war am Anfang so. Also we man sieht dann immer die Leute, wenn sie schon transformiert sind, ja, wenn sie dann quasi schon durch sind und dann ihre ihr Feedback geben und sagen: „Hey, und es geht voll leicht und voll schön und das neue Leben ist voll cool und ich mache das jetzt so und so.“ Ja, aber der Weg dahin war holprig und stolprig. Ja, immer gerade aus, aber in den Momenten filmst du dich halt gerade nicht, sagst du: „Oh, voll ätzend heute, heute läuft gar nichts.“ Ja, aber das ist wirklich so, man geht durch so Wellebewegungen und dann ist so ein Tauchgang und in dem Momenten, wo man sich bei diesen Tauchgängen, wo man wirklich wieder so tief ins Klo reingreift, ähm nicht gut fühlt, wenn man das schafft, sich da nicht zu verurteilen, sondern das zu erkennen, ah, ist gerade ein Tauchgang, dann kommt man da auch schnell wieder raus. Mm. Mm. Wenn man sich selbst verurteilt, bleibt man halt länger drin. Ja. Ja. Ja, klar. Ja, weil man gegen sich arbeitet. Innere Widerstand. Ja. Ja. Das ist hal der alte Gewohnheit. Ja, der innere Widerstand gelernt. Ja. Ja. Ja. Äh apropos gelernt, ähm was gibt’s denn, was du gerne hättest früher gelernt? Ja, also vielleicht auch schon als Kind oder in der Schulzeit oder? Ja, also was mir voll gefehlt hat in der Schulzeit war, dass ich dass mir jemand gesagt hätte, dass ich richtig bin, wie ich bin, dass ich wütend sein darf, dass ich traurig sein darf, dass ich frustriert sein darf, denn mir wurde das immer so suggeriert, wie wenn es ein Fehler wäre. Also, es ist falsch. Du machst gerade was falsch, du hast versagt, reiß dich zusammen. Und das ist glaube etwas, das hätte mir wahnsinnig geholfe, dass ich mir nicht von Anfang an so verkehrt gefühlt hätte auf der Welt. Ähm, also der Kontakt Elternkind war für mich irgendwie wie wie zwei Welten. Das sind die die Erwachsenen sind da und mir Kinder sind da und wir haben nicht viel miteinander zu tun. Also so kam es mir vor. Also ich habe mich meinen Eltern auch nie anvertraut, wenn ich irgendwelche Themen hatte. Ich habe immer denkt, die interessiert es nicht. Die hatten aber mit sich selber einfach wahnsinnig zu tun. Und das verstehe ich heute. Also ich habe macht dir keinen Vorwurf. Sie konnten es nicht liefern, aber das wäre echt genial gewesen, wenn damals schon zu dieser Samen geseht worden wäre, so du darfst das haben, das Gefühl jedes. Du darfst also, dass ich mich immer sicher fühle, dass ich mich auch unsicher fühlen darf. Mhm. Weißt, wie ich meine? Wie Paradox, aber das hält mir wahnsinnig Käufe. Mhm. Na ja. Ja. auch das Thema so ähm äh egal wie deine Note ist, beispielsweise in der Schule, ähm hat nichts mit dir als Mensch zu tun. Boah, ja, das wäre auch ein wichtiger Hinweis gewesen. Die Note sagt nichts über deinen Wert aus, sondern nur über die deinen Wissensstand in dem Fach zu dem Zeitpunkt jetzt und nicht mehr und nicht weniger. Ja. Ja. Ja. Den Eindruck hatte nämlich auch lange, dass dass die Schule mich bewertet als Mensch. Mhm. Ja, klar. Und dann frisst sich das sozusagen in hinein und das zeigt sich dann noch später im Leben. Ja. Ja. Ja. Okay. Äh dann noch eine letzte Frage. Äh wenn jetzt unser Zuschauer nach diesem nach dieser Folge äh nur eine einzige Sache in seinem Alltag oder in ihrem Alltag ändert, um ja wieder mehr zu leben und nicht mehr nur noch so zu funktionieren, ähm welche Erlaubnis darf die Person sich geben? Also toll wäre natürlich, wenn jeder so entscheidet, ich erlaube mir zu sein, wie ich bin. Und das ist am Anfang vielleicht bitter, weil man ja merkt, man ist vielleicht in so einem innere Druck und das zu erlauben, erst einmal zu sagen, ich bin in dem innere Druck. Ja, und so fühlt sich dieser Druck an, da ehrlich zu sein mit sich, also diese Erlaubnis sich zu erteilen, sich ehrlich anzuschauen, auch die Facetten, die gerade unangenehm sind, weil wir wollen perfekt aussehen nach außen, wir wollen gut das und ich glaube, diese Entscheidung, die ist goldwert zu sagen, ich schaue mich jetzt an alles komplett ohne Kompromisse. Mhm. Ja, das ist eine schöne Erlaubnis. Ja, weil das bedeutet auch wieder Anerkennung, also Annahme, sich selbst annehmen, wie man ist. Auch wenn man das gerade sozusagen, wenn man es von außen bewertet, also wenn das Ego, das bewertet der Verstand das nicht gut findet, aber erstmal diese Annahme, dass nicht mehr dieser Kampf in einem drin so passiert, weil der ist ja am Ende das, was so auffällt, ist auch etwas, was ich in den letzten Wochen gemerkt habe, dieses, wenn ich die ganze Zeit gegen mich selbst kämpfe, dann wird dieser Druck und dieser Kampf eigentlich nur größer, als wenn ich in die Annahme gehe. Ähm und äh ja, das klingt manchmal paradox, wenn man denkt so, hä, wenn ich doch jetzt nicht weitermach, weil wir es ja gewohnt sind, durch weitermachen etwas zu lösen und manchmal ist es genau das Gegenteil oder in diesem Fall ist es genau das Gegenteil, nämlich in dieses weiche und annehmende zu gehen, statt in dieses noch mehr dagegen. Ja, also da ist auch wirklich diese Entscheidung zu treffen aufzugeben, diesen Kampf aufzugeben und ich meine es nicht aufgeben im Sinne von ich habe versagt, ich und ich kann nicht mehr, sondern ich mache das nicht mehr, ich kämpfe nicht mehr gegen mich, ich höre damit auf. So und die Entscheidung kann man treffen, dann kämpft man trotzdem ab und zu noch gegen sich. Aber das ist ja okay. Die Entscheidung darf man jeden jeden Tag neu treffen und auch wenn es mal nicht klappt, ist es völlig okay, weil dann würde ich ja wieder kämpfen. Was ich meine da zu sagen, ich gebe auf, ich kämpfe nicht mehr. Nein, was doch [gelächter] dann kommt Raum geht auf und es entsteht neue Möglichkeiten, die ungeahnt sind. Das hätte ich echt nie denkt, ich hab immer denkt kämpfen ist wichtig, was so muss ja einstehen für mich. Ich muss ja für meine Rechte und für mein mein meine Ansichten und B muss ich kämpfen. Ja, aber das wollt mein Ego. Mein Ego will recht haben und das ist furchtbar anstrengend. Und das Ding ist aber, wenn ich jetzt das auflöse, ja, und nicht mehr kämpfe, heißt es nicht, dass ich ausgeliefert bin und machtlos und nichts mehr äh zu Wege bringen, sondern das Gegenteil ist der Fall. Ich stell ich kann mich hinstellen und kann ganz klar sagen, wo ich stehe, ohne daran festzuhalten. Das ist was, wo mir auch völlig paradox vorkam, weiß du? Ich lass alles los und auf einmal habe ich voll der Halt. Mm. Mm. Weil eigentlich denkst du am festhalten habe ich halt, aber nein, ich habe alles so losgelassen. Nee, das auch nicht. A, da halte ich auch noch was fest. Nee, ich gebe auf. Nein, das halte ich nicht. ist nicht die Meinung auch nicht alles losgelasse. Auf einmal war die Stabilität da, die Freiheit, diese Gewissheit, alles okay ist. Mhm. Ja. Und das habe ich vorher nicht glaubt und wenn mir das jemand gesagt hät gesagt, wie soll das gehen? Aber die Erfahrung im Körper, das zu spüren, ist grandios. Fand ich toll. Mhm. Ja. Ja. Ja. Wie wie ähm wie kann man da äh so jetzt den nächsten Schritt gehen? Hast du irgendwas, was was die Menschen erstmal machen können, um da bewusster zu werden für sich? Also, ein guter Einstieg ist ein kleines Programm, wo ich gemacht habe, das heißt Triggerkompass. Äh, in den Momenten, wo quasi der Trigger dich trifft, ja, wo du so richtig in die Wut, in die Trauer, in der Frust reinkommst, ähm wird in vier Schritten erklärt, was genau passiert da bei dir im Körper, warum passiert es so, dass man den Blickwinkel wechselt und merkt, da läuft ja gar nichts falsch. so den Automatismus, der schon lange da ist. Ach so, der wollte mich schützen. Okay. Und wenn ich das verstehe, dann kann ich in den Momenten Stück für Stück anders reagieren. Mm. Und wenn es dann in den Triggermomenten gut schon klappt, dann kann man auch ein Schritt weitergehen und sagen, okay, ich möchte es tiefer gehen. Ich möchte gerne diese Mechanismen, die ich habe, auflösen. Die hatten ja mal einen guten Grund, die hatten mal eine Funktion, aber heute stehen sie mir vielleicht im Weg bei meiner Entwicklung, dann kann ich die rausnehmen. Nicht, weil die falsch sind, sondern weil sie nicht mehr up to date sind. Ja, al wie wenn du am Rechner was nur Programme vor die 90er Laufe hast und dann möchtest du was Neues drauf spielen und auf einmal funktioniert es nicht. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Ja, und das ist vielleicht ein guter Einstieg, der Trigger Kompass. Okay. Ja, dann verlinken wir den unten. Können wir gern verlinken, aber da ist man dann auch nicht auf sich alleinestellt, wenn der dann durch ist. Also, man kann dann den nächsten Schritt gehen und sagen, okay, ich möchte da mehr erfahren. Ich mache jeden Monat eine Sprechstunde, wo man Fragen stellen kann und jeden Freitag eine Live Meditation ist auch sehr schön. Da kann man auch erleben, wie sich das anfühlt, in dieses Gefühl zu kommen. Also, da lade ich alle herzlich einmal vorbeizuschauen. Okay. Ja, schön. Dann kann man ja da Kontakt mit dir aufnehmen, in deine Welt so reinkommen und dann ähm ja entdecken, was es da für Möglichkeiten gibt, um an sich selbst arbeiten zu können. Ja, vielen Dank. Melanie, dass du heute da warst und es war ja sehr bereichernd und spannend, deine Ansichten zu erfahren, ähm durch deine Erfahrung, die du mit Menschen schon gemacht hast und durch deine eigenen Erfahrung halt auch. Ich glaube, das sind die wertvollsten Erfahrung, die wir weitergeben können. Ja, vielen Dank und bis bald. [gelächter] Ja, danke Lise. Ich danke dir auch für die interessanten Fragen auch und ich äh denke, da können sich einige wiederfinden und vielleicht auch ähm ja sich darin erkennen, weil ich glaube, wir sind die einzigen, die mit sich selber irgendwann mal gekämpft haben. Ne, nein. Ja, gut, dann bis zum nächsten Mal. Tschüss. Danke.
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Disclaimer: Die bereitgestellten Inhalte sind ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keine therapeutische oder medizinische Beratung. Bei medizinischen oder psychischen Problemen solltest du stets professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Mehr Informationen hier.