Folge 23 | 03.04.2026

Nervensystem verstehen: Wenn der Kopf will, aber der Körper streikt

Kennst du das? Dein Kopf will etwas, aber dein Körper blockiert, sobald du etwas umsetzen willst. ​​Erfolg und Heilung entstehen nicht durch Kampf gegen dich selbst, sondern durch die Schaffung von innerer Sicherheit. Erfahre, wie du dein Nervensystem regulierst, innere Sicherheit aufbaust und deine Ziele ohne Selbstsabotage erreichst. 

Ich spreche mit Patrick Lahr darüber, wie du körperliche Themen, Traumata und tiefe Blockaden nachhaltig löst. Wir tauchen tief in die Welt deines Nervensystems ein. Wir erklären dir exakt, warum dein Körper blockiert und wie du Körper und Geist endlich wieder in Einklang bringst.

Was dich in dieser Folge erwartet:

  • Warum dein Körper „Nein“ sagt, während dein Kopf „Ja“ schreit – und wie du diesen Konflikt beendest
  • Wie du lernst, die Zustände deines Nervensystems zu deuten und aktiv zu steuern
  • Erfahre, wie du dein System so weitest, dass sich Ängste nicht mehr bedrohlich, sondern handhabbar anfühlen
  • Warum wir in einer schnellen Welt Langsamkeit brauchen, um unser Nervensystem nicht zu überfordern
  • Wie du die Kontrolle über dein Wohlbefinden zurückgewinnst, ohne dich selbst unter Druck zu setzen

Patrick hat spezielle Audios für dein Nervensystem aufgenommen. Sie helfen dir im Alltag, den Überlebensmodus sofort zu unterbrechen und in die Regulation zu kommen. 

Den Link dazu findest du hier: https://www.patrick-lahr.com/interruption 

Lerne Patrick und seine Arbeit kennen: https://www.instagram.com/patrick.lahr/ 

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(00:00) Bei Patrick ist es so, wir kennen uns eigentlich gar nicht und wir haben uns tatsächlich vor paar Wochen über Instagram kennengelernt. Mich hat direkt beeindruckt, was er macht und die Art und Weise, wie er es macht, weil er ist ein sehr ruhiger Typ und ich bin sehr gespannt, wie er so persönlich ist, weil wir haben noch nie ein Wort miteinander geredet.
(00:22) Ich habe trotzdem gemerkt, da ist direkt eine Verbindung und eine Tiefe. Das war verblüffend, weil wir kennen uns gar nicht und das ist irgendwie sehr bedeutungsvoll und da bin ich ultra gespannt und freue mich sehr gleich Patrick willkommen zu heißen. Ich habe es ja im Intro schon angedeutet, dass Patrick und ich uns eigentlich gar nicht kennen.
(00:45) Wir haben uns jetzt kurz vorher ausgetauscht zum ersten Mal und irgendwie ist das spannend und ich wollte auch diese Spannung beibehalten. Patrick hat mich gerade gefragt, ja, Lisa, erzähl mal was über dich. Und ich dann so, so Vorstellung ist überhaupt nicht mein Ding. Lass uns einfach reden und dadurch lernen wir uns kennen.
(01:02) Und genau, ich werfe jetzt auch nicht Patrick ins kalte Wasser und lass ihn vorstellen, sondern ich greif was auf, was mich bei Patrick interessiert gemacht hat und inspiriert hat. Und zwar ist es sein, wie nennt man das? Spruch in der Bio oder halt was in der Bio steht und du hast da geschrieben: Kopf kapiert, Körper blockiert.
(01:22) Und ich finde es, also ich finde es sowieso sehr spannend, wie du mit extrem wenigen Worten in deinem Instagram Profil Messages rüber bringst und ich liebe sowas und ich denke, dass es mehr Menschen gibt, die das auch mögen. Ähm, es gibt aber auch Menschen, die brauchen so eine Erklärung dafür und ich glaube, deswegen ist dieser Raum hier gerade extrem wertvoll für die Menschen, die ähm Probleme haben, die auch wissen und in ihrem Kopf haben und auch schon versucht haben, so Probleme zu lösen, aber auch mit ihrem Verstand nicht weitergekommen
(02:00) sind. Und ja, dieser Spruch Kopf kapiert, Körper blockiert, passt da einfach ideal dazu. Und genau darüber sprechen wir heute und ja, kannst gerne mal erklären oder erzählen, wie du auf diesen einfachen und doch sehr tiefen Spruch oder man kann es nicht spruchen, Satz gekommen bist. Mhm. Ähm, wir sprechen hier über zwei Anteile von uns, ne? Das ist einmal der Kopf und einmal der Körper.
(02:33) Und viele Klienten und Klientinnen kommen zu mir, die bereits in der Therapie waren, die schon viel gelesen haben, die schon viele Podcasts gehört haben und äh sehr viele Ansätze haben, um vielleicht auch ein Verhalten zu verändern, um eine Lösung für ein Problem zu finden und sehr kopflastig bzw. lösungsorientiert ihre Thematiken so angehen, ne? Und ähm häufig wird da Körper nicht mitgenommen, das Nervensystem nicht mitgenommen und der ähm Körper ist dann häufig blockiert und braucht einfach ein gewisses Umfeld, ein gewisses einen gewissen
(03:10) Zustand ähm um verkörpern zu können, was man über den Kopf gerne steuern möchte, ne? Also, wenn jetzt hier beispielsweise eine Klientin, die ähm die mit einer Thematik eben zu mir kommt und sagt: „Hey, ich habe mit meinem Therapeut, mit meiner Therapeutin das Thema schon mal besprochen und weiß, wie ich das mache und habe da auch schon ganz viel probiert und merke aber trotzdem irgendwas ist in meinem Körper, was irgendwie so ein fest wird, was irgendwie doch noch sagt, nee, da traue ich mich doch noch nicht so richtig ran,
(03:41) ne? Gewisse Unsicherheit, die dadurch entsteht, ne?“ Und hier schließt sich so ein bisschen der Kreis. Unser Körper braucht eine Sicherheit, um überhaupt etwas zu verkörpern und um auch eine Veränderung zulassen zu können. Ja. Oh ja. Ja, da sprichst du was extrem Wichtiges an, weil ich habe ich habe selbst gemerkt, als ich ähm also ich war ich war vor paar Jahren ziemlich krank.
(04:08) Also nicht jetzt irgendwas extrem schlimmes wie Krebs oder so, sondern ich hatte dauernd irgendwas anderes in meinem Körper und extreme Verdauungsprobleme. Und wenn man das mal über so ein zwei Jahre hat, dann ist es schon belastend so im Alltag und ich habe alles versucht über den Kopf zu steuern und alles zu analysieren, alles zu klären und habe einfach meinen Körper komplett außen vorgelassen.
(04:33) Das ist so, man weiß ja so Körpergeist zähler, aber irgendwie denkt man dann so, ja, okay, ich löse das ja mitm Kopf und analysiere es und dann passt es schon. Und habe dann auch z.B. den Fehler gemacht, dass ich mit Druck da dran gegangen bin, dass ich gedacht hat, das muss jetzt also nicht mit Druck im Sinne von Medizin, sondern Druck im Sinne von okay, ich mache ja die richtigen Dinge, ich meditiere und ich beschäftige mich mit mir und trotzdem bin ich irgendwie krank und es wird nicht besser, bis ich selbst irgendwie gecheckt habe oder mein
(05:03) Körper mir signalisiert hat, hey, mach’s mal genau andersrum. Und dann hat’s auf einmal funktioniert. Also, ich denke, es hat viel mit Loslassen zu tun. ähm wo du dann vielleicht auch eingreifst und dem Körper die Möglichkeit gibst und den deine Klienten da drüber auch auf ähm äh ja, ich denke, es ist auch immer noch was, was wir nicht wissen, also wo wir aufgeklärt werden müssen drüber, ja, dass dieses Körpergeistele, wie das funktioniert, weil ich glaube, wir wissen ganz viel schon, aber auch irgendwie dann doch wieder nicht, wie
(05:37) das alles so miteinander zusammenhängt. Mhm. In meiner Arbeit würde ich mich, weil du gerade Körpergeist und Seele ansprichst, viel mehr auf den Körper fokussieren, ne, und auf die Funktion des Nervensystems, ne? Also, ich ähm komme aus so dem Yoga Kontext, ich komme aus dem Reaky Konzept ähm und aus der Körperarbeit generell und würde aber meine Arbeit mehr auf das Nervensystem beschränken, ne? Weil Stephen Porches hat irgendwann äh ich glaube in den 90ern äh die Polyvagal Theorie mal aufgestellt, ne? Und ähm und vertritt
(06:16) die noch bis heute. Und hier geht’s einfach ganz primär darum für das Nervensystem, also für die Biologie im Körper ein sicheres Fundament aufzubauen, ne? Und in diesem in diesem sicheren Kontext kann Wachstum passieren, kann Veränderung passieren und es kann auch Heilung passieren. Ja. wir ein gestresstes Nervensystem haben oder Reize auf uns zukommen, die in unserem Nervensystem ein Stress auslösen, dann sind wir entweder gelämt oder sind äh im im in der Flucht oder sind im Kampfmodus.
(06:53) Und wenn wir in diesem Zustand sind, sind wir nicht in der Lage, eine Veränderung oder ein Heilungsprozess aufrecht zuhalten. Ja, genau. Dann blockiert das System sozusagen. Genau. Es blockiert, weil es weil es wieder den sicheren Zustand schaffen möchten, ne? Und das ist, finde ich, immer wieder so ein so eine Schwierigkeit, äh wenn wir über Veränderungen und über Motivationen sprechen, ne? Ähm, ist es häufig so ein, ich gehe über meine Grenzen hinaus, über meine Kapazitätsgrenzen hinaus und das über die Kapazitätsgrenze hinauszugehen
(07:30) ist schon der Stressreiz auf das Nervensystem. Ja, und dann reagieren wir. Entweder haben wir die Kapazität dafür, das zu halten und bleiben trotzdem in dem verkörperten Zustand oder wir überschreiten diese Grenze und ziehen uns dann zurück oder schieben ein Schutzreflex hoch, der dann den Prozess, den wir eigentlich kognitiv steuern wollen und lenken wollen, wieder komplett blockieren und komplett zumachen und dann stehen wir uns wieder selbst im Weg.
(07:55) Mhm. Ja. Ja. Wir haben halt einfach gelernt, dass wenn wir mehr machen, dann entwickelt sich was. Aber eigentlich geht’s dabei darum, weniger zu machen, also rauszunehmen den Druck und ähm überhaupt so ja, ich ma ich stimme das mal so sinnbildig vor, sich frei zu machen, also etwas wegzunehmen, damit man wieder zu sich selbst findet, so und da so an sein System drankommt statt ja, das ist auch das, was mich immer so ein bisschen stört, dieses Motivation, positiv denken, das ist irgendwie wie so noch drauf und noch drauf. Aber
(08:31) irgendwann ist es so, boah, was soll ich noch alles machen? Und ja, da gilt’s einfach so wegzunehmen, eher so. Wie denkst du, reagiert ein System darauf etwas wegzunehmen? Ja, im ersten Moment fühlt sich wegnehmen. Also, so war es bei mir damals. Man denkt, man verliert etwas. Also, ich hatte z.B.
(08:59) ganz extrem Angst, also wirklich vor allem ich hatte Angst, dass irgendwie mein Hund nicht mehr atmet. Mit so Ding hat’s angefangen, wenn ich alleinelassen hab, habe ich gedacht, wenn ich heimkomme, dann lebt er nicht mehr. Ich hatte Angst zu versagen, ich hatte Angst Fehler zu machen, ich hatte Angst vor dem Fehler so vor allem.
(09:18) Und irgendwann dachte ich mir so, okay, Lisa, hast du Angst deine Angst zu verlieren? Weil dann hast du ja nichts mehr. Das ist ja das, was dich gerade ausmacht. Und nachdem ich das verstanden habe, habe ich gemeint, okay, wegnehmen. Okay, ist interessant, dass du so bewusst ansprichst, weil es wirkt dann wirkt wieder wie sowas, okay, dir wird was weggenommen und dann fehlt dir was.
(09:41) Vielleicht ist es eine andere Ausdrucksweise, die es da braucht. So, ich habe keine Ahnung, wie man die nennt. Ähm, ich habe ich weiß nur, wie ich es halt selbst gemacht habe, dass es mir bewusst geworden ist, dass ich dadurch Platz für was anderes schaffe. Also, indem die Angst, die ist ja trotzdem noch da und die Angst ist ja per se auch nicht schlecht.
(10:01) Ist die Frage, was gebe ich der Angst für einen Raum bzw. was gebe ich dir für eine Aufgabe? gebe ich dir die Aufgabe, mich komplett zu kontrollieren und mich gefangen zu halten oder gebe ich ihr Aufgabe da zu sein, mich ähm vielleicht auf manche Dinge wachsam zu machen oder aufmerksam. Ähm aber was wo darf die Angst auch Platz machen für etwas anderes, wie z.B.
(10:26) Vertrauen oder Liebe? Mhm. Und du hast jetzt du hast jetzt gerade so einen Prozess von dir auch angesprochen. Ähm wie war es für dich, die Angst loszuwererden und was hat sich dadurch für dich verändert? Ja, im ersten Moment war es so verlustmäßig, wie ich gerade schon beschrieben habe. Mhm. Dadurch, dass ich aber sehr bewusst war und ja, also es war auch irgendwie so ein Anfreund mit der Angst.
(11:07) Also das ist, glaube ich, durch die Meditation passiert, weil ich da in dieser Verbindung zu mir wieder kam und in dieses Annehmen, wie ich bin und in dieses ganz sein und mich zu zu erkennen, wer ich bin, dann dann hat sich das so miteinander verschmolzen und über rein über den Verstand hätte ich dies nicht machen können.
(11:28) Also ich musste meinen Verstand loslassen und da hat mir halt Meditation geholfen, weil da bin ich aus meinem Verstand rausgekommen. Da da konnte ich ähm ja niemand werden. Mhm. Also ist die Angst oder die Angst zu spüren und wahrzunehmen für dich ein auch sicherer Kontext geworden oder über die Zeit, weil es dir ja schwer gefallen ist, diese Angst loszulassen oder vorerst und du sagst, ist ein neues Feld gerade für dich ohne die Angst klarzukommen.
(12:06) Mm. Ja, man gewöhnt sich halt daran. Mhm. Ja, ja, ist eine Gewohnheit. Ja, ja, ne? Worauf ich mit der mit der Frage vielleicht so ein bisschen abzielen wollte, war ähm, dass wir dass wir von diesem Lösungsgedanken, von dem Gedanken, ich muss was wegnehmen oder ich muss was verändern, ähm so schrittweise ein Stück, also noch mal so ein Stück zurückgehen sollten, ne, und einfach noch mal sagen sollten, okay, guck mal, ähm wozu dient mir diese Angst gerade? ne? Und Angst ist, finde ich, ähm finde ich wird in vielen Bereichen schlecht
(12:53) gemacht, schlecht gesprochen und ich finde Angst ist einfach ein ganz wichtiger Reflex unseres unseres Körpers, der einen sicheren Zustand aufrechterhalten will. Ja. Mhm. Und ähm ich finde Angst ist ist ähm ist einfach so ein so ein so ein Zeichen von ähm ey, ich schütze dein System, ich schütze deinen Kopf, ich schütze dein ich ich schütze deinen Verstand, ich schütze deinen Körper und halte dich von gewissen Dingen fern.
(13:20) Ja, ist ein ganz normaler ganz normaler Schutzreflex erstmal. Und ähm was was hier viel häufiger und viel viel viel wichtiger ist äh zu zu fragen ist, wozu dient mir die Angst? Mhm. Ja, also was will sie aufrech erhalten, ne? Und ähm dafür die Kapazität zu erweitern, ne? Also zum einen für die Ressource, die dann dahinter steckt.
(13:45) Ja, weil die Angst schützt uns davor eine Ressource zu verlieren. Welche Ressourcen? Ressourcen sind ähm sind für jeden sind für jeden unterschiedlich, ne? Wir nutzen in der Nervensystemarbeit Ressourcen, um eben das sichere Feld aufrecht zu erhalten, ne? Das sind für die für manche sind das Spaziergänge im Wald, für manche ist das der Hund, für manche ähm ist das ähm ist das gesunde Ernährung, für andere ist es frische Luft, für andere ist es Ruhe und für andere ist es Bewegung und Sport und Aktivität, ne? um ähm um einfach das
(14:20) sichere Feld des Nervensystems aufrecht zu erhalten, ne, und sich gut darin zu fühlen, sich sicher zu fühlen. Und Angst, Angst hilft uns dabei, dass wir von diesen Ressourcen nicht ablassen, weil sie uns gut tun. Also die Angst ist erstmal per se gar nichts Schlechtes, ja, sondern möchte uns schützen, ja, um einfach noch gut da sein zu können.
(14:46) Und ich finde es ganz fatal einfach zu sagen, ich gehe über meine Ängste hinaus und ähm und ähm und trägst du diese Angst vielleicht auch gewisserweise aus, ne? Also viele neigen dazu, dann zu sagen, okay, guck mal, ähm wenn du Angst vor etwas hast, dann versuch dem ganzen doch mit Liebe zu begegnen, aber versuch mal eine Reaktion oder einen Reiz, den du bekommst, mit Liebe zu begegnen, wenn er dir wirklich Angst macht, wenn er dir wirklich sagen möchte, ey, hier ist gerade die Gefahr, dass dir eine Ressource wegfällt.
(15:25) Hier besteht gerade die Gefahr, dass du dass du von deinem sicheren Zustand irgendwie weg musst, weil es von dir erwartet wird beispielsweise. Und ähm hier sprechen wir dann über Kapazität. Den Begriff habe ich jetzt eben schon häufiger genannt. Ähm wenn wir wenn wir uns unser Nervensystem mal als so eine Schale vorstellen, ne? Das Schalenmodell von der Natalie Natalie Bürg, bei der ich ähm eine traumasensible Ausbildung gemacht habe.
(15:58) Ähm ist ein wunderschönes Bild dafür, ne? Und häufig sind wir haben wir eine Nervensystem im Schale, die eine gewisse Kapazität hat und da kommt ein Reiz rein, ne? Oder da kommt die Situation rein oder da kommt das rein, was gerade so den Alltag ausmacht. Und ähm wenn jetzt der Reiz von außen so groß ist, vielleicht auch eine Angst, die das die das ganze dass wir über diese Kapazitätsgrenze hinauskommen, dann äh schwappt das über diese Kapazität über und wir sind komplett überreizt und wir gehen dann entweder in den Fight Flights
(16:26) oder den vorn ähm oder eben in den Freeze Zustand vom Nervensystem aus, ne? Und wir brauchen ganz häufig, wenn wir merken, unsere Kapazität ist nicht groß genug, eine größere Schale, die uns hält, ne? Und dafür sind Begleitungen einfach super wichtig, ne, im Austausch zu sein, um mit der Angst gut da sein zu können, ne, um gut gehalten zu werden, ne? Und da kommen wir so ein bisschen in meine Arbeit auch rein, ne? Äh weil ich weil ich eben Arbeiten oder weil ich Räume anbiete, in denen in denen Emotionen und denen in den Angst
(16:57) gehalten wird, bevor sie integriert wird, ne? Wir sprechen auch immer von Integration, ne? Angst integrieren, ähm ähm Zustände integrieren, ähm aber es gibt so einen kurzen Moment vor der Integration, ne? Und das ist das Erleben, das Erspüren der Situation, des Zustandes, in dem ich gerade bin, trotz dem Reiz oder gerade wegen des Reizes, ja, dieser dieser Wunsch nach Veränderung, aber die Veränderung macht mir Angst und löst ein Stress aus, ne? und diesen Moment wirklich zu halten, um wenn wir jetzt in so in in die
(17:31) Traumaarbeit reingehen, häufig ist ja in der Vergangenheit irgendetwas passiert, ne, was dazu führt, warum es jetzt für mich ein stressiger Zustand ist oder ein stressiger Reiz ist, ne, weil ich irgendwann mal in der Vergangenheit einen ähnlichen Reiz oder eine Erinnerung hatte, jetzt eine Erinnerung hatte, wie es früher da wie es damals war und ich habe diesen Loop nicht schließen können.
(17:51) Mhm. Ja. Und dann dann war das vielleicht eine ähm dann war das ein Gespräch mit mit dem mit dem Lehrer oder eine schlechte Note, die man gerade bekommen hat. Und man hatte das Bedürfnis ähm zu fliehen, ja, oder im Erdboden zu versinken, ne? Aber man hat den man hat den Loop nicht geschlossen. Also das Nervensystem hängt immer noch in diesem Zustand fest, ne? Und dann sind wir manchmal einfach fest auch im Körper.
(18:14) Und wenn dann wieder der Reiz im Jetzt kommt, erinnert uns das an den Zustand, den wir damals mal hatten und daran, dass dieser Loop nicht geschlossen wurde. Und dann ist es wichtig, da ähm Prozesse mit mit zu integrieren, in den Prozess zu integrieren, ähm dass dieser Loop wieder geschlossen werden kann, ne? Und dann sind wir auch freier im Körper.
(18:35) Und dadurch erweitern wir quasi unsere Nervensystemschale, die eben noch so klein war und ähm dadurch erweitern wir die Kapazität, ne, und haben dann wieder Raum für uns, ne, und für den Reiz und für die Veränderung und für die Angst, die vielleicht dann auch im Raum ist, ne? Dann wird nicht die Angst kleiner, die Angst ist immer noch die Angst, die dann da ist, sondern unsere Kapazität für diese Angst wird größer, ne? und dadurch erscheint uns die Angst kleiner und wir können dann wieder einen Schritt gut weitergehen.
(19:04) Also nur zu sagen, ähm die Arbeit, die ich mache, ist mehr prozessorientiert und die ist körperbasiert, Körper Nervensystem orientiert und ähm der Ansatz Kopf kapiert, ja, ist mehr versuche eine Lösung zu finden, ich versuche ähm ich versuche was wegzumachen oder ich versuche was zu verändern. Und ähm hier ist wird’s manchmal schwierig, ne, wenn wir einfach das Nervensystem uns anschauen.
(19:32) Das ist wesentlich komplexer als als ähm als wir das manchmal gerne wahrhaben wollen, ne? Mhm. Wie gehst du mit solchen, ich nenn es jetzt mal eine Floskel um? So ja, geh in die Angst hinein. Hinter deiner Angst liegt ja das Paradies oder keine Ahnung, wie man das nennt, aber du kennst wahrscheinlich diese Begriffe. Wie? Ja.
(19:55) Ähm was ist deine Meinung dazu? Es kommt drauf an, wie der Klient vor mir steht. Es kommt immer auf das Individuum an. Ja, also mein Nervensystem ist ein anderes als deins. Äh deins ist ein anderes als von jedem anderen Menschen auf auf dieser Welt. Und ähm das kann man so pauschal nicht sagen.
(20:21) Es kommt auf die Kapazität an, die jemand in dem Moment hat. Ja, manchmal fin schon ich finde es ich finde es äh ich finde es wichtig, diese Angst wahrzunehmen. Ich finde es wichtig, ähm diese Angst als das zu sehen, was es ist und es nicht zwingend weghaben zu wollen, ne? diese Angst in den Prozess zu integrieren und nicht zu sagen: „Hey, ich schieb die Angst zur Seite und mach das trotzdem äh und geh da jetzt einfach mal durch ähm damit die Angst hinter mir bleibt.
(20:50) “ Es geht nicht darum, die Angst weg oder hinter einem zu bekommen. Es geht schon darum, ähm die Angst als das zu sehen, was es ist, nämlich als Schutzreaktion, als Schutzreflex, den wir als das auch einfach sehen dürfen und wahrnehmen dürfen. Mhm. Ja. Ja. eine Angst, eine Angst zu spüren deutet ja häufig auch darauf hin, wie wir damals mit Angst umgegangen sind, ne? Oder ähm oder eben auf einen Loop, den wir noch nicht geschlossen haben.
(21:19) Und dann finde ich es einfach richtig, da auch kurz Halt zu machen und zu sagen, nee, Moment mal, bevor ich diesen Schritt jetzt gehe durch die Angst durch, schaue ich mir das mal für ein Moment an. Mhm. Und integriere diese Angst, ne? Also, ich nehme die wahr, ich erweiter die Kapazität für diese Angst und nehme die Angst dann im nächsten Schritt erst mit, bevor ich bevor ich diese Angst durchbreche.
(21:42) Mm. Also, glaubst du, dass es immer etwas gab, weshalb man sich dann ängstlich fühlt? Weil vielleicht ist ja eine Angst auch unbegründet, oder? Ja, also ich denke, es gibt ja, wenn jemand ein Trauma hatte, okay, wenn jetzt jemand, aber okay, manchmal weiß man das vielleicht auch nicht oder hat es nicht so abgespeichert als äh extreme Erfahrung oder das wurd verdrängt von unter Bewusstsein.
(22:14) Kann es aber nicht auch geben, dass die Angst so ein bisschen eingeredet ist oder wie? Ja, in wie wie würdest du das einordnen? Also ich finde, jede jede Angst, die deinen Körper wahrnimmt, ist für deinen für deinen Körper begründet. Mhm. Ja. Und ähm die muss nicht die muss nicht, also die kann rational sein, aber dein Körper empfindet es als Angst, ne? Und da ist schon natürlich die Frage, ist das ist das wirklich eine Angst oder ist das schiebe ich vielleicht auch gerade eine Angst vor, um irgendwas anderes nicht zu zu spüren oder was
(22:55) anderes nicht wahrzunehmen, ne? Wenn das dann vielleicht vielleicht ein anderer Schmerz ist, ne? Ein äh eine Sehnsucht nach Verbindung, eine eine Sehnsucht nach ähm nach gesehen werden oder eben eine Trauer, ne? Dann schieben wir manchmal eine Angst vor. Das kann natürlich passieren und ähm hier ist hier ist dann der Punkt einfach langsamer zu machen, die Langsamkeit einzuladen und sich das auch anzuschauen, ne? Und was ist das, was ist das wirklich und was ist, wenn es vielleicht gar nicht die Angst ist, sich
(23:25) diese Fragen auch zu stellen, ne? Aber nicht aber nicht mit dem nicht mit dem Hintergrund zu sagen, okay, ähm der Kopf spricht zum Körper und sagt: „Ey, die Angst ist komplett unberechtigt.“ Für deinen Körper ist sie berechtigt. Ja. Und dann ist der Körper blockiert. Der Kopf sagt: „Ey, let’s go.“ Das ist das ist nur, du läufst nur 1 Meter über den Boden.
(23:50) Du kannst nicht sterben, wenn du runterfällst. Ähm, das hat dein Kopf kapiert, aber dein Körper blockiert genau in diesem Moment, ne? Weil er einfach sagt, das ist das ist für mich gerade doch nicht sicher, warum auch immer, aus welchem Grund auch. Ja, und da gibt’s gar nicht so dieses dieses ähm wenn sich die Angst in dem Moment zeigt, dann ist das ein Zeichen für das und das in der Vergangenheit, sondern es ist immer individuell und es ist immer es ist immer anders, ne? Und die Geschichte dahinter ist gar nicht das Wichtige. In meiner Arbeit sage ich ganz
(24:22) oft, die Geschichte interessiert mich eigentlich gar nicht. Mhm. Nur die Geschichte der Angst, woher kommt die Angst? Das interessiert mich nicht. Dein Körper spürt diese Angst. dein Körper blockiert wegen dieser Angst und das wahrzunehmen, das zu spüren und zu schauen, was sich durch diese Angst im Körper verändert, wie sich der Körperzustand verändert, ähm ist dann eben das, was im Körper integriert wird, ne? Erstmal unaufgelöst, ne? Unaufgelöst gar nicht mit dem mit dem mit dem Zweck, ähm ich atme jetzt zwei, dreimal ein und
(24:51) dann ist die Angst weg, sondern was verändert sich, wenn ich wenn ich diese Angst spüre, wenn ich das Gefühl vielleicht auch wandern lasse, ne, und sich sich entwickeln lasse. Mhm. Ja, also es muss nicht immer ein Trauma sein, ne? Ähm es es deutet häufig auf ein auf einen Zustand hin oder auf eine Situation hin, bei den der Loop einfach nicht geschlossen ist, ne? Weil bei dem irgendetwas ein fliehen wollen, ein äh ein sich totstellen wollen, nicht abgeschlossen worden ist.
(25:22) Mhm. Aus welchem Grund auch immer. Mhm. Und diesen Loop schließen kann man es alleine auch hier ist wieder die Frage, in welchem Zustand bist du gerade? Natürlich kannst du das alleine. Ähm und in vielen Fällen ist eine Begleitung sinnvoll, um eben das Feld wieder sicherer gestalten zu können.
(25:57) Und manchmal braucht es jemanden, der einen Prozess führt. Manchmal braucht es jemanden, der einen Prozess, einen Raum hält. Ähm und einen auch auf gewisse Art und Weise an die Hand nimmt, ne? und und eben auch einen guten Umgang damit findet, wenn einen Schutzmechanismus äh nach oben fährt, ne, und sagt, hier an das Thema gehst du jetzt bitte nicht ran, ne? Dann braucht es jemanden, der den Raum für denjenigen, der den Raum gehalten wä in dem Raum gehalten werden möchte, zu einem sicheren Kontext macht.
(26:31) Mhm. Ne? Ja, genau. Der so ein bisschen die Führung übernehmen für die Person, die oder für den Anteil in einem, der das halt gerade nicht übernehmen kann, also der auch drauf schaut liebevoll und nicht so, du musst jetzt das und das machen, sondern ähm ja auch so hier so ein bisschen rauszukommen aus der aus dem aus dem Fokus, weil oft sind wir ja so verengt, also wir sehen dann nur das Problem und denken, okay, wenn wir uns diesem Problem widmen, wenn wir das dann lang genug analysieren oder so, dann lösen wir es
(27:03) dadurch, aber manchmal ist ja genau das andere. Also wir ziehen die Aufmerksamkeit dem stärken etwas anderes. Und du hast, glaube ich, anfangs gesagt, so dann dann löst sich das, also diesen Raum dann zu geben ähm sich selbst oder wenn man es nicht kann, dass man den gegeben bekommt, sozusagen. Ja. Ja, genau.
(27:27) Also hier noch mal noch mal so ein bisschen ähm, weil du es noch mal angesprochen hast, ähm es geht häufig nicht darum, ein Problem zu lösen, ne? Weil ein Problem lösen zu müssen, ja auch wieder ein Reiz für das System, ne? Ein Stressreiz auslösen kann oder ein Stresszustand auslösen kann. Und ähm es gibt so ein so ein so ein äh so ein so eine gewisse Abfolge, ne? Ich habe eine Erkenntnis.
(27:53) ähm und ähm habe das Bewusstsein, es verändern zu wollen. Ja, so das ist erstmal das ist erstmal gut. Ja. Ähm und dann gibt es den Prozess des Veränderns und dann gibt es den Raum dazwischen, ne? Und dieser Raum dazwischen ist eben der Moment, wo man kurz Stopp macht und sagt, okay, guck mal, so fühlt sich das gerade an und wenn ich mir vorstelle, ich gehe in diese Veränderungen rein, was löst das in mir aus, ne? Und wir haben manchmal so diesen Punkt, wo wir sagen, boah, ich wäre gerne ähm ich wäre gerne schon fünf
(28:27) Schritte weiter, aber was, wenn du dir vorstellst, du bist schon diese fünf Schritte weiter, was löst das in dir aus? Und dann kommen ganz viele Dinge hoch, dann kommen dann kommen Ängste hoch, dann kommen Zweifel hoch, dann kommen vielleicht Gedanken hoch, ähm die uns davon abhalten wollen, an diesen Punkt zu kommen.
(28:47) Und da dürfen wir genau hingucken, da dürfen wir genau hinspüren, weil das Teile sein können, die uns vielleicht irgendwann wieder aus diesem Zustand zurück in das alte Ich zurückziehen können, ne? Und das ist einfach eine gewisse Kleinschrittigkeit, eine gewisse ähm Langsamkeit, ein Spüren, ein Wahrnehmen. Ein ganz ganz wichtiger Schlüssel und eine ganz wichtige Ressource auch, ne? Um um ähm um nachhaltig, um ohne Stress, um ohne zusätzliche negative Symptome in diesen neuen Zustand zu kommen, ne? Das ganze mehr prozessorientiert zu sehen, als
(29:23) schnell eine Lösung zu finden, ne? Weil schnelle Lösungen führen meistens dazu, dass unser System überfordert ist. Ja, das ist ja auch das, was gerade so passiert, so gerade mit KI und es ist ja alles so schnell. Also, man bestellt ein Paket, am nächsten Tag ist da, außer man lebt auf Zypern, dauert alles ein bisschen länger, aber so ist es ja auch.
(29:41) Man gibt in die KI was reinkriegt direkt eine Lösung. Früher hat man gegoogelt, also ja, hat man auch gegoogelt oder noch früher hat man das nachgeschlagen, man hat andere Menschen gefragt, das war ein Prozess. Man hat selbst etwas erkundet. Jetzt ist es so, man kriegt das sofort. Und das ist die Schwierigkeit, dass viele Menschen erwarten, wenn sie etwas in Gang bringen, dass es so immer so höher, schneller, weiter, also darauf sind wir ja wie getrimmt und diese Geschwindigkeit rauszunehmen, weil das ist die Geschwindigkeit, die unser
(30:10) Körper ja wieder ins Blockieren bringt, weil wir ja, der Körper braucht einfach Zeit, um diesen Prozess zu lernen und sich zu verändern, weil er einfach nicht auf Knopfdruck funktioniert. Da gilt’s halt wieder hinzuschauen auch und ja, da ist Begleitung extrem wertvoll, weil ich sehe das auch mit ähm Kundinnen, mit denen ich arbeite, ja, ich sage ihn nicht mal den Plan, weil das allein schon wieder so, okay, dann müssen wir da sein, dann müssen wir da sein, sondern Mhm.
(30:44) Es wird individuell individuell geschaut, wo jemand steht und dann schon wo jemand hin will, dass man auch weiß, in welche Richtung es geht. Aber die dann gibt’s keine Schnelligkeit, dann wird einfach kommt jedes Mal von neu geschaut, okay, diese Woche stehst du hier, diese Woche hier und gerade mit Frauen oder das weiß ich halt auch aus Erfahrung mit mir, aber ich arbeite sehr viel mit Frauen, die die haben halt auch Zyklen und dann ist es manchmal, dass man in der Zyklusphase ist, diese Folkelphase, da ist man so in einem High
(31:14) Zustand, da da läuft alles auf einmal, dann kommen wir in diese ähm vor der Periode Zustand und auf einmal ist so, man denkt so, bin ich jetzt drei Schritte zurückgefallen, was ist los? Das auch wahrzunehmen. Ich weiß nicht, wie das bei Männern ist, die werden auch irgendwelche Phasen haben, aber es ist ganz natürlich und dieses diesen Prozess auch anzunehmen, das gehört auch mit dazu, weil wir es einfach so gewohnt sind, dass alles so maschinell schnell funktioniert, aber wir sind halt einfach keine Maschinen, wir funktionieren halt
(31:45) anders. Und das ähm das anzunehmen ist auch etwas, was Menschen lernen dürfen, diese Langsamkeit wieder. Absolut. Ja. Weil sonst ist man in den Prozess und das Nervensystem friert wieder ein, weil man sich zu viel Druck macht oder zu viel Erwartungen auch an sich selbst hat oder ja sich vergleicht, dann das passiert ja dann auch wieder schnell, dass man denkt, ja, warum war das jetzt am Anfang so? ist eigentlich ist es wie bei einer Diät, man fängt an und es am Anfang passiert vielleicht schnell etwas und dann dauert’s länger und dann fängt
(32:20) man wieder an drüber nachzudenken und versucht zu analysieren und versteht nicht, warum es jetzt so schnell geht, statt dass man sich auch einfach auf diesen Prozess einlässt und sagt, okay, ich entkoppel das von Zeit, ich lasse es einfach geschehen und nimm diese Zeit einfach komplett raus, also diesen Zeitfaktor.
(32:39) Ja, und jeder, aber auch hier reagiert wieder jeder jedes System anders, ne? So, für den einen ist ähm hat die Langsamkeit ein ganz anderen Stellenwert, ne? Auch hier wieder je nachdem, wie das Nervensystem da ist, welche welche Kapazität das Nervensystem in dem Moment hat. Das so paus zu pauschalisieren wäre jetzt gefährlich, aber wir wissen schon, dass das Nervensystem, was wir haben, für die schnelle moderne Welt einfach nicht ausgelegt ist.
(33:08) Und eine gewisse Langsamkeit ähm hilft hier enorm, ne? Und ähm aber auch hier wieder, das ist nicht nur die Langsamkeit, ne? Es können auch viele andere Faktoren sein. Mhm. Ja, genau. Das war jetzt halt ein Beispiel. Ja. Ja. Ähm, hast du also okay, ich glaube, es ist sehr individuell, wie jedes Nervensystem Sicherheit erfährt oder seine Sicherheit stärken kann.
(33:40) Kann man Stärken sagen in dem Kontext bei einem Nervensystem? Okay, ich glaube, sie wissen, was du meinst. Ja. Okay. Ähm, genau. Also, da hat ja jeder seine sein oder darf jeder auch sein sein Wohlfühlbereich finden oder was er selbst tun kann, ähm um dieses Nervensystem zu sichern und zu stärken. Trotzdem ja kannst du trotzdem Tipps geben, wie man dahin findet.
(34:17) Also wahrscheinlich gibt’s nicht so pauschalen, mach das, mach das, mach das, sondern es ist eher so ein suchen und wie kann man das aber so finden oder wie kann man sich auf diesen Weg machen? Mhm. M so eine pauschale Antwort ist da schwer zu treffen, ähm weil es eben so individuell ist. Ja. Ähm, aber dennoch gibt’s hier so so ein paar Punkte, die da schon schon wichtig sind, einfach zu sagen, ne? Und das ist zum einen die Ressourcenarbeit.
(34:53) Also, was tut dir gut? Wann fühlst du dich sicher und wann fühlst du dich eben auch nicht sicher, ne? Also, wo ist meine sichere Schale? Wo ist mein wo ist wo ist meine Kapazität und wo ist auch die Grenze meiner Kapazität, ne? und da auch zu sagen, okay, was was brauche ich, um mich in meinem sicheren Feld halten zu können, ne? Und hier sind wir wieder bei der Ressourcenarbeit, ne? Das kann ein Gespräch mit der Freundin sein, das kann ein Spaziergang mit dem Hund sein, das kann ähm auch eine Gemüse Suppe am Abend sein, ne? Also, das ist das ist das, was
(35:25) äh was ähm das kann auch Berührung sein, das kann Wärme sein, das kann Sport sein, ne? Das es kommt ganz individuell drauf an, was du brauchst, um dich in einem guten Zustand zu halten, um dich sicher zu fühlen und dann eben auch zu sagen, okay, guck mal, hier ist die Grenze, hier ist die Kapazitätsgrenze, hier wird’s mir zu viel.
(35:44) Und das wahrzunehmen, nicht verändern zu wollen, wahrzunehmen, wahrzunehmen, zu spüren und zu integrieren und zu schauen, was macht das gerade in meinem Körper? Was macht das in meinem Körper, dass mir vielleicht gerade äh jemand den Parkplatz geklaut hat, ne? und dann dann wahrzunehmen, okay, ich ich spüre gerade eine Wut im Brustkorb und ich habe gerade das Bedürfnis irgendwie auszusteigen.
(36:10) Ähm und und dem jetzt irgendwie meine Meinung zu sagen. Ähm und dann eben diesen Loop des angreifen wollens oder des fliehen wollens auch abzuschließen, ne, in ein sicheren Kontext innerhalb dieser Nervensystemschale, ohne zusätzlichen negativen Reizweil zu holen, ne? Das kann dann ein das kann dann ein ähm ein Klopfener Schultern sein, ne, um die Bewegung, um die Schritte, das Fliehen wollen zu symbolisieren, äh zu simulieren.
(36:39) Ähm das kann eben auch ein ein festes Spüren von den Füßen auf dem Boden sein, ne? und und den Körper wieder wahrzunehmen, sich in den Moment wieder reinzuholen und das Gefühl, was eben entsteht, das kann Druck, das kann eine Hitze im Brustkorb sein, zu schauen, wie sich das verändert, ohne es direkt regulieren zu wollen, ohne direkt zu sagen, okay, ich muss jetzt, ich muss jetzt irgendetwas tun, ich muss jetzt eine Lösung finden, dass ich dieser Druck im Brustkorb oder die Wärme im Bauch jetzt irgendwie auflöst, ne, sondern das wahrzunehmen und sich wieder
(37:06) einen sicheren Kontext, ein sicheres Containment dafür zu schaffen. Mhm. Mhm. Das sind so, würde ich sagen, die zwei Sachen, ne, zu sagen, okay, das sind meine Ressourcen, das rauszufinden. Wie kriege ich es hin oder was macht mein sicheres Containment aus und an die Kapazitätsgrenzen zu spüren und wahrzunehmen und dann zu sagen, okay, und ich baue jetzt wieder eine Verbindung zu meinen Ressourcen auf und finde wieder in die Mitte meiner Nervensystemschale.
(37:31) Mhm. Mhm. Okay. Ja, das ist spannend. Ähm, in der Meditation ist auch so, dass man sich eine Intention setzt, äh trotzdem hält man nicht an diesem Ergebnis fest. Also, es ist ja auch so, man hat eine Intention und trotzdem geht’s auch ums, man macht es, man macht alles für einen bestimmten Zweck, ohne an dem Zweckten.
(37:59) Also, so ist es ja auch bei dem, was du gerade gesagt hast. Ich mache das als ja vielleicht mehr als Erfahrung, als Reise zu sehen, als ja, was passiert denn, wenn ich das mache? Mal schauen. Gucken wir einfach mal und trotz Absicht weg von dem Ergebnis oder ja von der vom Messen.
(38:22) Ja, und das ist ja auch wieder der Verstand ist ja derjenige, der misst. Der Körper misst ja nicht in dem Sinn, wie es der Verstand tut. Trotzdem ist ja dann die Frage, wenn es um Weiterentwicklung und Veränderung geht, wie nimmt man dann sein Nervensystem mit? Also manchmal passieren ja auch einfach Sachen im Leben, wo man sich weiterentwickeln darf. Ja, z.B.
(38:47) ähm man wird gekündigt und darf sich jetzt wo neu bewerben oder man macht sich selbständig oder man ist auf einmal Eltern. Ja, dann ist ja die Frage, wie gehe ich mit meinem Nervensystem so um? Ich bin ja konfrontiert mit einer neuen Situation und ich darf da ja jetzt auch hineinwachsen und und dann kann es natürlich sein, dass dass ein diese neue Situation Angst macht und man kann ja dann nicht einfach sagen, ja, okay, nee, dann will ich das Kind halt nicht oder ich ähm nehm die Kündigungen nicht an, das funktioniert
(39:19) ja nicht. Also, wir werden ja im Leben schon konfrontiert mit ähm Herausforderungen. Wie wie ist es dann mit dem Nervensystem? M also es geht bei der Nervensystem ja gar nicht darum, ähm dass du das Nervensystem nicht triggerst, ne? Oder oder ähm den Reiz gibst. Ja, das Nervensystem ähm darfte auch gerne in den Zuständen mitgenommen werden.
(39:42) Und hier ist einfach sicheres Containment der wichtige Begriff, ne? Und die Kapazität dafür zu erweitern. Mhm. Ja, langsam oder langsam klein genau im eigenen Tempo. Und natürlich ist eine Kündigung äh kann eine Kündigung für ein Nervensystem ähm ein streng genommen existenzielles Ende bedeuten und für andere ist eine Kündigung vielleicht auch einfach irgendwie gut.
(40:10) Ja. Und äh dann gibt’s auch irgendwas dazwischen. Ja. Und da sind wir wieder bei dem bei dem Unterschied der Kapazität. Wie kann jemand diesen Zustand annehmen? Und hier ist ganz wichtig wieder, was ich eben schon mal gesagt hatte, ähm diese Kapazitätsgrenze wahrzunehmen und zu spüren, was macht das gerade mit mir? Also, was macht diese Kündigung ähm der Wohnung, des Jobs? Was macht das gerade mit dir und worauf worauf deutet das vielleicht auch hin? Also, was ist so was ist so dieses? guck mal, hier darfst du noch hier darfst du
(40:48) deine Kapazität noch ein bisschen erweitern und das ganze gut begleitet. Ja. Und ähm und da auch wieder die Verbindung zu den Ressourcen zu haben, ne? Und dann zu sagen: „Hey, ich habe ich habe ein ich habe ein ich habe ein gutes Fundament für mich. Dadurch erweitern wir unsere Kapazität und dann ist eine Kündigung wahrscheinlich weniger ein Problem, als wenn wir diese Ressourcen gar nicht haben, ne? Kzielle se könziale Ressourcen sein, das kann alles sein.
(41:17) Ja, das ist wieder was ganz individuelles. Ja, schwierig wird’s halt, wenn jemand Ressourcen braucht sich aber nicht den Raum dafür gibt. Ja, beispielsweise jemand wurde gekündigt oder hat sein Haus verloren durch ein Brand, ja, ist dann die ganze Zeit im Stressmodus, im Überlebensmodus und schafft sich gar nicht Raum, um seine Kapazitäten zu stärken, dann schwächt er sich ja sozusagen selbst immer wieder oder weiter.
(41:50) Und viele Menschen erkennen das aber auch noch gar nicht. Die die merken ja noch gar nicht. die denken, sie müssen noch was im Außen verändern, damit sie sich wieder so fühlen. Also, die merken gar nicht, dass sie selbst ähm an dem Punkt stehen, wo sie etwas machen müssen. Also in dem Fall ja tatsächlich, weil es kann nicht von außen etwas kommen.
(42:10) Also darauf hoffen ja dann viele, dass von außen etwas kommt, damit sie sich wieder sicher fühlen. Aber es gilt ja schon die Sicherheit in sich selbst ähm ja entstehen zu lassen, sich den Raum dafür zu geben. Ja. Hier sind wir wieder so ein Hier sind wir auch so ein bisschen bei dieser bei der bei dieser Schuld und Verantwortungsfrage, ne? So. Mm.
(42:30) Ne, wer ist wer ist schuld für den Brand im Haus? Wer ist schuld an der Situation, in der ich jetzt bin? Ähm, das kann manchmal etwas im Außen sein, ne? Also in den seltensten Fällen sind wir alleine schuld an irgendwelchen Situationen, aber wir alleine sind verantwortlich dafür ähm daran was zu verändern, ne? und damit damit gut da sein zu können, ne? Und ähm häufig braucht es dann eben auch äußere Reize, ne? Das können das können ähm das können Therapeuten sein, das können Freunde sein, es kann jemand aus der Familie
(43:04) sein, der auch einfach sagt: „Ey, ähm hier gibt’s was, hier ist was, was ähm was nach Veränderung, nach Kapazität auch irgendwie ruft, ne? Und wenn es kein wenn es nichts im Außen ist und wenn es ähm nicht dein Kopf ist, dann wird es irgendwann dein Körper sein, der dann irgendwann sagt, ich schick dir irgendein Symptom, damit du damit du da mal hinguckst.
(43:29) Mhm. Ohne dass du direkt was verändern musst. Aber schau es dir mal an, ne? Und das ist ähm früher oder später kommt kommt kommt jeder Mensch, egal in welcher Situation er ist, an einem Punkt, wo er sich die Frage stellt, ähm hier muss ich was machen, aber was mache ich und was ist hier gerade verkehrt? Ja, und dann zu erkennen, was was es zu machen gibt, ist halt auch noch mal der nächste Schritt dann, weil okay, man ist vielleicht gezwungen aus körperlichen Gründen etwas zu machen, aber die Frage ist ja trotzdem noch,
(44:00) also es gibt ja immer noch die Wahl zwischen z.B. Medizin und äh Körperarbeit. Mhm. Ähm das ist ja dann der nächste Schritt dann. Wofür wofür öffnet man sich? Am Ende kann man sich schon die Frage stellen, wofür war dieses Ereignis gut? Aber auch da braucht gewisse einerseits wissen, dass es etwas sein kann, wofür es gut war, andererseits aber auch die Bereitschaft, die Offenheit dafür, weil wenn man nicht offen ist dafür und nur die Schuld im Außen sucht, dann wird man niemals den wahren Grund finden, warum das oder wofür das passiert ist.
(44:40) Mhm. Ja. Ja, das ist schon das das würde ich so würde ich so auch sagen. Ja. Mhm. Ne, das ist schon Es braucht ein gewisses Bewusstsein dafür, ne? um um ähm um sich allein schon die Frage zu stellen, okay, was die ähm jetzt fehlt mir der Begriff gerade ähm ja, in der Eigenverantwortung auch zu sein, ne? Und und selbst wahrzunehmen, okay, guck mal, ich bin ich bin derjenige, der mit allen Situationen irgendwie was zu tun hat.
(45:20) Ich bin derjenige, der der es dann auch in der Hand hat, ne, der auch die Verantwortung hat, ähm irgendwas verändern zu können, ne, dass wir eben nicht ähm ne, dass wir eigenverantwortlich handeln können. Ja. Ja. Ja. Und dieses Bewusstsein dürfen wir erlangen, ne? Mhm. Und dann haben wir natürlich die Wahlmöglichkeit, arbeite ich vielleicht an dem Symptom oder arbeite ich an der Ursache auch, ne? Genau.
(45:49) Und ähm häufig ist ja Symptomarbeit, ich arbeite nur an dem Symptom, um das Symptom wegzubekommen, auch wieder ähm so ein Schutzmechanismus, um eine alte Sicherheit aufrecht zu erhalten. Ja, und da wird’s dann da wird’s dann auch gefährlich irgendwann, ne? Da wird dann da wird’s dann zu da wird’s dann irgendwann zu chron, da kommst irgendwann in so einen chronischen Zustand, ne, in chronischen ähm Symptomen und dann bleibt’s nicht in dann bleibt’s nicht beim ich habe ab und zu mal Nackenschmerzen, ne, sondern dann
(46:19) kommen kommen eben andere Symptome, die einfach langfristiger und ähm und komplexer dann vielleicht auch werden, ne? Ja, genau. Weil man entweder nicht hinschaut, nicht hinschauen will, ja, nicht weiß, dass da was andes hinten dran stecken könnte und nur versucht es halt ja auch irgendwie zu unterdrücken dann sozusagen, also viele halt auch damit sie wieder funktionieren.
(46:45) Ja, also eine Kopfschmerztablette wird halt schnell eingeworfen, damit man wieder funktioniert, weil sonst passt man ja wieder nicht in die Gesellschaft. Und es kann ja nicht sein, dass man sagt, oh, ich kann jetzt nicht bei der Arbeit erscheint, weil ich Periodenschmerzen habe. Das das wird ja nicht ähm anerkannt.
(47:00) Und ähm ja, andererseits ein freies System hat per se, also das ist schon krass gesagt, aber es hat keine Schmerzen. Also, wenn alles frei fließt in einem Körper, dann dann ist auch ein eine Periode ist einfach ein das passiert dann einfach es kommt und es geht, aber da ist kein kein keine Barriere, die irgendwelche Schmerzen verursacht.
(47:27) Ähm sich dafür auch erstmal zu öffnen, hat auch viel wieder mit Glaubensätzen zu tun, weil bei mir war das z.B. So, dass ich oft von meiner Mutter gehört habe, so ja, wenn ich äh meine Periode hatte damals, dann hatte ich halt Kopfschmerzen. So etwas kannst sich ja dann auch im System ähm abspeichern. Genauso wie Nackenschmerzen.
(47:46) Ja, wenn du arbeitest, ist es normal, dass du irgendwann Nackenschmerzen bekommst und dann denkt man gar nicht mehr daran, was zu tun, weil man denkt, ja, okay, es ist ja normal, wenn meine Eltern das hatten, dann ist es ja bei mir auch so. Das gilt’s genauso mit aufzuarbeiten und sich davon auch frei zu machen sozusagen. Ja, absolut. Ja.
(48:05) Ja. Ja. Na, und hier kann auch hier kann auch dieser Nackenschmerz beim Arbeiten einfach eine Überlastung sein, ne? Und die muss noch nicht mal physisch sein, ne? Es kann auch einfach eine emotionale Überlastung sein. Es kann auch ein ich fühle mich hier auf der Arbeit nicht so gesehen und das belastet mich, ne? Etc. etc.
(48:27) Das kann ja vieles sein, ne? Und ähm ich ich will gar nicht die ich will gar nicht die Kopfschmerztablette verteufeln, weil auch eine Kopfschmerztablette kann für ein kurzen Moment ähm einen Raum schaffen, um ähm um um sich wieder sicherer, um sich wieder für den Moment gut zu fühlen. Ja. Ähm hier wird’s gefährlich, wenn wir das als ähm als Muster nehmen, ne? Wenn wir dann sagen, okay, immer wenn ich Kopfschmerzen habe, nehme ich die.
(48:51) Und ähm ich schaue mir das nicht aus einer anderen Perspektive an, ne? Ich finde es überhaupt nicht schlimm zu sagen, okay, ich ähm finde jetzt für den Moment eine Lösung dafür ähm wichtig wird’s, ne, das möchte ich nicht verteufeln, ich finde es nur wichtig, dann den anderen Teil eben auch zu sehen, ne? Zu sagen, okay, ich habe jetzt ich habe jetzt in den Situationen, hier ist die Wiederholung, hier ist das Muster, was ich erkannt habe.
(49:15) Ähm und ich schaue mir das an, ne? Und äh was machen die Kopfschmerzen vielleicht auch mit dir, ne? um dann einen Weg zu finden in in ähm in äh an an das Thema, woran es vielleicht wovon es einfach kommt, ne? Und mir dann die Ressourcen eben auch aufzubauen und zu schauen, was was brauche ich, dass ähm ich mich vielleicht einfach auch gesehen fühle, dass ich mich gut fühle, damit dieses Symptom einfach kein keine Basis mehr hat, ne? Der Ursprung einfach ähm der Ursprung sich angeguckt worden ist. Ja.
(49:48) Ja. Ja. Ja, das ist ich habe da eine, also ich habe da ein Erlebnis und zwar wir haben, das ist schon länger her, da haben wir mal äh bei uns zu Hause gestrichen und mir hat es super viel Spaß gemacht und ich habe das gemacht. Am nächsten Tag mir tat alles weh, ich hatte die Kopfschmerzen schlecht hin und dann habe ich auch eine Kopfwehtablette genommen.
(50:12) Dadurch wurde konnte mein System wieder entspannen. Das war einfach komplett verspannt von diesem ganzen nach oben schauen. Dadurch habe ich ja auch gemerkt, wo ist meine Kapazitätsgrenze? Für mich ist es halt einfach nicht gut so überkopf zu arbeiten. Deswegen mache ich es dann nicht mehr, also das zu erkennen. Und ähm andererseits z.B.
(50:31) Früher war so, ich habe alle vier Wochen einfach eine Tablette eingeworfen, wenn ich Kopfh hatte während der Periode. Da ist es natürlich nicht die Lösung, alle vier Wochen eine Copytablette zu nehmen, weil das ist dann wiederum schadet im System. Da gibt’s ja auch andere Lösung für. Wenn ich jetzt Maler werden wollen würde, wo ich weiß, ich muss über Kopf arbeiten, dann wä es auch an der angebracht, dass ich daran arbeite.
(50:55) Entweder halt Nackenstärken oder herausfinden, warum ist es, wenn ich über Kopf so bin? Ist irgendwas in meinem System? Aber da kommt ja auch wieder individuell drauf an. Also ist es etwas, was ich immer wiederholt oder kann ich die Situation auch einfach ja vermeiden im Sinne, ich muss ja nicht eigentlich über Kopf arbeiten.
(51:12) Also brauche ich mich ja, weil man kann ja irgendwie, wenn man anfängt, kann man ja auch nicht mehr aufhören. Also das ist wie wenn man sich mit Ernährung auf an anfängt zu beschäftigen. Das ist ja ein riesen Feld. Aber die Frage ist ja, was ist für mich dienlich? Wo darf ich hinschauen? Was sind Bereiche, wo ich etwas verändern kann und will und wo ich es auch brauche und wo sind es Bereiche? Da ist es okay, wenn das einfach ja, wenn meine Grenze halt bei anderen ist die etwas, also ist das die Kapazität mehr. Bei mir ist es aber
(51:47) weniger in dem Bereich. Beispielsweise jemand ähm ist ein Marathonläufer, dann muss es aber nicht sein, dass ich das auch bin. Und da gilt’s herauszufinden. Manchmal geht’s auch rauszufinden, wo sind die Grenzen und ist es nicht gut, da drüber hinauszugehen, weil vielleicht ist mein Körper nicht dafür gemacht.
(52:03) Also dieses jeder kann alles ist dann vielleicht ein bisschen umstritten, weil das ist so von der Denkweise kann vielleicht jeder alles werden, aber ist das System dafür gemacht? ist die Frage, ja, oder prisst man sich dann irgendwo rein, weil man sich mit anderen vergleicht und dazu gehören möchte, aber es ist vielleicht gar nicht gut für einen selbst und das gilt ja dann auch herauszufinden, was womit fühle ich mich wohl und man muss nicht immer über sich hinausgehen, also dieses in die Angst reingehen und so weiter. Bei manchen
(52:38) Sachen ist man schon irgendwo gezwungen von den Umständen, aber wir können ja auch oft frei wählen und dann auch andere Lösung zu finden. Also durch das bewusste hinschauen, dass wir merken, okay, es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Mhm. Ja, absolut. Es geht auch nicht darum, ähm sich sich ähm sich in jeden in jeden Reiz reinzu reinzuverlieren, ne? Also nicht in jedes Boah, ich habe ich habe gerade irgendwie ich habe da was ähm um sich dann da reinzustürzen und zu graben und zu buddeln, ne? Auch das kann ein Ablenkungsmanöver sein, ne? Das kann
(53:22) ein äh ein ein ähm ein Reiz vom System sein, das sagt, beschäftige ich lieber mit was anderem. Ähm, also auch wieder ein Fluchtreflex, ne? So. Und ähm du hast natürlich absolut recht, ne? Also es geht nicht darum, dass du durch jeder Angst gehen musst, ne? Es geht darum auch herauszufinden, wo wo sind deine eigenen Kapazitätsgrenzen, wo sind auch deine eigenen gesunden Grenzen, ne? Also, wo willst du wo willst du deine Grenzen auch wagen, ne? Und ähm die auch zu kommunizieren, ne? Und das auch das kann unangenehm sein und auch das kann
(53:59) wieder ein Reiz fürs System sein, ne? Nämlich jemandem zu sagen, nein, ich ähm habe mir den Termin bis, ich nehme das jetzt mal als Beispiel, 17:30 Uhr ähm genommen und ich möchte auch, dass das geachtet wird, ne? und da auch und das auch zu kommunizieren und auch das kann unangenehm sein, auch da zu sagen: „Hey, ich habe hier eine Grenze gesetzt und du gehst da gerade über meine Grenze hinaus, ne?“ Ja.
(54:21) Und ähm auch das kann unsere Kapazität erweitern. Ja. Mhm. Ja. Ja, das ist ja aber aber wir müssen wir müssen nicht jedem wir müssen nicht jedem Reins folgen und wir müssen nicht durch jede Angst gehen. Das ist absolut richtig. Ja. Mhm. Ja. Da da fällt man halt schnell rein, man sieht was irgendeinen neuen Trend, den muss man nachmachen, bis man irgendwann erwachsener wird, würde ich jetzt mal so nennen, reiferfahrener und merkt, okay, das ist schön, aber das muss nicht ich unbedingt haben.
(54:53) Das muss ich nicht unbedingt machen, nur weil es hip ist oder cool oder angesagt. Ähm und da auch einfach sich bewusst wahrzunehmen, was ist vielleicht toll, aber ich muss es nicht unbedingt. Es ist bei Auswanderung genauso. Niemand muss auswandern. Niemand sagt, ja, du bist jetzt besser oder schlechter, weil du woanders lebst auf einmal.
(55:13) Warum? Oder auch Ernährung oder so. Das ist ja ähm ja, da einfach für sich offen zu sein. Und mir hilft auf jeden Fall um, weil oft ist ja so, okay, was will ich denn wirklich? Und was will ich wirklich? können wir uns manchmal sehr schwer nur beantworten, weil wir so viele Reize bekommen und dann gar nicht entscheiden können.
(55:40) Und ja, bei mir ist so ich habe dann durchs Meditieren mit dem durch Verbindung mit mir selbst dadurch rausgefunden, was ich will und das ist dann halt sehr tief und im Unterbewusstsein, aber das ist so das, was so mir wirklich sagt, was richtig ist. Und das ist dann auch wieder überfühlen, wo ich dann auch meine Kapazitäten oder meine Grenzen kennenlern, weil wenn ich alles vom Kopf her steuer und diese Kapazitätsgrenzen, also vom Nervensystem jedes Mal ähm wie soll ich sagen, äh anstoß oder sie sie übergehe, dann
(56:19) schade ich ja mir selbst. Mhm. Und weil ich her Kopf gesteuert bin. Wenn ich aber von ihnen heraus steuer, dann spüre ich auch, wo meine Grenzen sind und merk darüber gehe ich nicht hinaus. Also es ist so, der Kopf kapiert, Körper blockiert. Der Kopf soll da eigentlich am besten gar nichts mehr kapieren und einfach nur die richtigen Aufgaben bekommen, nämlich dass er der hat ja auch eine wichtige Aufgabe, der Kopf und der Verstand.
(56:51) nur wird er glaube ich oft für den falschen Zweck eingesetzt. So, das ist zumindest so meine mein ja, wie soll ich sagen, meine Meine oder mein Eindruck, dass es oft äh ja, weil wir so im Verstand sind, so doch drauf programmiert, dass wir dieses Fühlen verlernt haben. Ja, also sei es, dass es für das Nervensystem schlecht ist, sei es, dass es dass wir dann gar nicht wissen, was wirklich wollen, sondern nur denken oder zu wollen.
(57:21) Also, dass wir meinen, dass wir das so wollen, aber dass wir dadurch weg von dem kommen, was wir wirklich wollen. Das ist schlussendlich Konditionierung, ne? Also, wir haben wir sind konditioniert worden, alles mit dem Kopf irgendwie schnell lösen zu wollen, eine schnelle Lösung herbeizuführen, ne? Und unser Verstand ist vermeintlich der schnellere Part. Ja.
(57:44) Mm. Ähm, aber das ist der häufig nicht, ne? Weil häufig, wenn wir wenn wir ein Reiz von außen bekommen, das kann das kann ein Geräusch sein, das kann ähm ne, es kann was sein, was was wir eben über die Ohren wahrnehmen. Es kann was sein, was wir sehen. Es kann was sein ähm was wir was wir spüren, ja, weil es uns irgendwie irgendwie einschränkt.
(58:08) Ähm, dann ist unser Körper das, was als erstes reagiert und unser Kopf baut dann irgendeine Geschichte drumherum und versucht dann für diese Geschichte eine Lösung zu finden, hat aber die Verbindung zu dem Gefühl verloren, ne? Und hier ist es ein ganz wichtiger Schritt, diesen Reiz körperlich wahrzunehmen und den Verstand damit in Verbindung zu bringen, ne? nicht nicht zu sagen, okay, ich nehme da was wahr, ich spüre da was, ich muss es ganz schnell weghaben, weil ich muss ja wieder funktionieren, ähm um dann diese Lösung schnell
(58:40) herbeizuführen, ne? Darum geht’s häufig nicht, ne? Und das macht uns eben ähm das führt dazu, dass wir so gestresst sind. Das führt dazu, dass wir dass wir so viel, dass wir so verkopft dann auch wieder sind, ne? Und das ist einfach ein Kreislauf, den wir den wir dadurch aufrech erhalten, ne? und hier wieder eine Verbindung herzustellen zwischen Kopf und Körper ist dann genau, weil weder der eine noch der andere ist gut oder schlecht.
(59:06) Wir sind halt ganz genau, wir haben halt viel für mit dem Verstand gelernt, deswegen sind wir da schneller drin. Deswegen dürfen wir uns jetzt die Zeit geben, ins Fühlen zu kommen, auf unseren ins Fühlen zu kommen, auf unseren Körper zu hören, ihn zu trainieren, damit er mit dem Verstand zusammen eine Symbiose ergibt und zusammenarbeiten kann, weil dann ist es ein super Team. Ja.
(59:29) dann funktionieren die zwei super zusammen und ähm ja, diesen Raum uns zu geben und diese Bewusstheit dafür zu haben, dass weder das eine noch das andere auch die funktionieren auch ohne einander nicht, aber wenn wir nur unserem Gefühl folgen, dann handeln wir in der Welt, wie sie ist, vielleicht auch nicht immer richtig, weil Mhm. Wir haben ja auch Gesetze z.B.
(59:53) Regeln an, die wir uns halten müssen und da ist es wichtig, die zu wissen und die kann ja der Verstand nur wissen, die die kann man nicht unbedingt fühlen und ähm ja, deswegen ist so wichtig so, dass es zusammen funktioniert und zusammen angeschaut wird. Ja, absolut. Ja. Okay. Um deine Grenze jetzt zu wachen, habe ich jetzt im Blick.
(1:00:18) Nein, ist mir wirklich sehr wichtig. Und ja, es war sehr spannend, vor allem wirklich, weil wir uns nicht kannten und auch so so ein Einkrooven war am Anfang. Mhm. Ähm ja, hat mir aber sehr Spaß gemacht, hat auch äh mir noch mal ganz andere Eigenblicke gegeben und vor allem wie ja ein Experte, das sieht mit dem Nervensystem so richtig ja, das erklärt auf die Art und Weise, also wie du das machst.
(1:00:52) Richtig gut und ähm ja, ich danke dir auf jeden Fall für deine Zeit und wenn du möchtest, kannst du abschließend auch noch etwas sagen. Mhm. Ich bedanke mich auch. für ähm für das Interview, dass ich die Möglichkeit habe, hier in deinem Podcast zu sprechen. Und ähm wir haben eben viel über Nervensystem gesprochen und ähm so über vier Nervensystemzustände, die ich schon mal erwähnt habe.
(1:01:20) Und wenn du in deinem Alltag mal so spürst, dass du ne für die Zuhörer jetzt und in deinem Alltag spürst, dass du hier in dem einen oder anderen Zustand gefangen bist, dann habe ich was ganz tolles aufgenommen bei mir auf der Website, nämlich ähm zu dem jeweiligen Nervensystem Zustand eine kleine Interruption, ne, also eine Audiatei ähm die eben darauf abzielt, dieses Flüchten wollen aus dem Zustand zu unterbrechen, ne, und dich auf eine gesunde Art und Weise in diesem vielleicht auch unangenehmen Zustand zu halten und das zu integrieren, ne? Und
(1:01:57) das ist so ein kleines Geschenk, was ich euch ähm hier gerne noch mitgeben möchte. Und schaff dir schaff dir Räume für deine Emotionen und schaff dir Räume, die dich halten, ne, die deinen Zustand halten, in den du dich in den du dich sicher fühlen kannst. Das sind so meine abschließenden Worte und die Audios helfen dir mit Sicherheit dabei.
(1:02:23) Danke Patrick. Ja, das das packen wir einfach in die Showotes unten rein und dann können sich unsere Zuhörer das anschauen und ja, ich danke dir für dein dabei sein und bis dann. Bis dann. Danke schön.

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