Folge 21 | 27.02.2026

Perfektionismus lösen | Wie dich Erwartungen weiterbringen

Fühlst du dich oft nicht gut genug? In dieser Folge erfährst du, wie du Perfektionismus löst und wie dich hohe Erwartungen nicht mehr bremsen, sondern weiterbringen – ganz ohne Druck.

Kennst du das Gefühl, dass deine eigenen Ansprüche wie eine schwere Last auf deinen Schultern liegen? Du willst im Business abliefern, für deine Familie da sein und alles perfekt herrichten – doch am Ende des Tages bleibt oft nur Erschöpfung und das nagende Gefühl: „Ich bin einfach nicht gut genug“.

In dieser Solo-Folge offenbare ich:

  • Den Unterschied zwischen gesunden Zielen und toxischem Perfektionismus
  • Was in dir passiert, wenn deine Erwartungen auf einer nicht realen Grundlage entsteht (und was du dagegen tun kannst)
  • Warum dein Selbstwert immer wieder schwankt und wie du ihn mit dem 3-Schritte-Framework in Balance bringst

Hör jetzt rein und finde heraus, wie du deine Erwartungen endlich für dich arbeiten lässt, statt gegen dich.

Schreib mir auf Instagram, wie dir die Folge gefallen hat und teile sie mit einer Freundin, die sich gerade zu viel Druck macht und schon perfekt ist, so wie sie ist.

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(00:00)
Hi und herzlich willkommen zum DeepHeart Talk. Schön, dass du heute mit dabei bist und dir diese Folge anhörst oder anschaust.

Ich spreche heute über das Thema Erwartung. Dieses Thema ist bei mir gerade selbst sehr präsent, weshalb ich darüber sprechen möchte. Ich merke auch bei meinen Kundinnen, dass unsere eigenen Erwartungen oftmals sehr hoch sind.

Und es ist per se nichts Schlechtes, hohe Erwartungen an uns zu haben. Eigentlich ist es sogar etwas Gutes, wenn wir ein schönes Leben führen wollen, wenn wir gute Arbeit leisten möchten oder zum Beispiel, wenn wir Freunde einladen, alles schön herrichten und etwas Leckeres kochen wollen. Erwartungen sind an sich – wenn man sie separat betrachtet – etwas Positives.

(00:44)
Erwartungen werden jedoch sehr schnell mit etwas Negativem verbunden. Das Wort „Erwartung“ ist an sich neutral, aber das, was wir damit verknüpfen, bekommt häufig eine negative Färbung.

Oft haben wir Erwartungen an uns selbst, die auf einer Grundlage basieren, die nicht realistisch ist. Zum Beispiel die Erwartung, perfekt zu sein. Diese Erwartung steht erst einmal einfach im Raum: perfekt sein.

Dann passiert es jedoch, dass wir uns vergleichen und uns niemals als perfekt wahrnehmen – besonders dann nicht, wenn unser tief verankerter Glaubenssatz lautet: Ich bin nicht gut genug.

In diesem Fall versuchen wir ständig, etwas zu erreichen – nämlich Perfektion. Doch Perfektion ist per se nicht möglich, vor allem dann nicht, wenn wir uns innerlich selbst zurückhalten, weil wir glauben, nicht gut genug zu sein.

(02:00)
Es entsteht ein Katz-und-Maus-Spiel, das einen selbst sehr unglücklich macht – vor allem dann, wenn man sich zusätzlich noch vergleicht.

Vergleichen ist allerdings noch einmal ein eigenes Thema. Dazu habe ich bereits eine Podcast-Folge aufgenommen. Du kannst gerne einmal schauen, ob du sie findest und sie dir anhören, denn Vergleichen ist noch einmal eine Stufe intensiver.

Hier geht es jedoch um Erwartungen – und die haben sehr viel mit einem selbst zu tun, aber auch mit der Gesellschaft.

(02:37)
Oft übernehmen wir Erwartungen, die wir glauben, dass andere an uns haben, und machen sie zu unseren eigenen. Dadurch entsteht enormer Druck.

Vielleicht haben andere Menschen diese Erwartungen aber gar nicht an dich – sondern nur du selbst. Das darfst du auf jeden Fall einmal hinterfragen.

Hohe Erwartungen an sich zu haben, ist – wie gesagt – nichts Schlechtes. Bitte verstehe mich da richtig. Es ist nichts Falsches daran, etwas anzustreben oder ein bestimmtes Ziel erreichen zu wollen.

Die entscheidende Frage ist jedoch:
Wie sprichst du mit dir, wenn du gerade nicht in Höchstform bist? Wenn du nicht super produktiv bist, nicht voller Energie „am Abrocken“? Wie sprichst du dann mit dir?

(03:35)
Das Leben verläuft in Wellen. Es gibt Hochphasen und es gibt Tiefphasen – das ist vollkommen normal.

In einer Hochphase sind wir meistens sehr zufrieden mit uns und unseren Erwartungen, weil wir produktiv sind, gut gelaunt, im Flow. Dann ist es natürlich leichter, die eigenen Erwartungen zu erfüllen.

Doch in einer Tiefphase passiert es häufig, dass wir uns stark kritisieren. Wir hinterfragen uns, stellen uns selbst an den Pranger und sagen Dinge wie:
„Du tust nicht genug.“
„Du bist nicht gut genug.“
„Kein Wunder, dass du deine Ziele nicht erreichst.“

(04:01)
Und genau das schadet unserem Selbstwert. Dabei ist diese Phase nur eine Welle – und wir wissen eigentlich, dass sie auch wieder vergeht.

Wenn wir uns jedoch in dieser Phase kleinreden, schlechtmachen und sabotieren, dann bleibt das hängen. Wenn das über einen längeren Zeitraum immer wieder passiert, setzt sich diese Emotion fest. Der Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug“ wird noch stärker – selbst wenn er vorher schon da war.

Und dann beginnt das, was ich einen Absturz nennen würde. Ein Zustand, aus dem wir zwar wieder herauskommen dürfen und auch können – aber der unnötig verstärkt wurde.

(04:51)
In Wahrheit ist es eine Illusion. Wir haben uns lange eingeredet, nicht gut genug zu sein. Dann glauben wir, wir hätten es uns selbst bewiesen – dabei war es einfach nur eine Delle, eine Welle, die gerade unten war.

Diese Welle wäre von selbst wieder nach oben gegangen, wenn wir uns in dieser Phase nicht so hart behandelt hätten.

(05:22)
Wenn ich mit Menschen arbeite, merke ich sehr schnell, wo sie besonders kritisch mit sich selbst sind – weil ich das auch kenne. Ich weiß also, wovon ich spreche.

Ich erkenne oft schnell, wo jemand festhängt und sich selbst sabotiert, sodass er oder sie kaum noch aus diesem inneren Loch herauskommt.

Genau dort setzt die eigentliche Arbeit an.

(05:46)
Was ich dir mitgeben möchte: Sieh das Leben als Welle.

Die Welle kann hoch sein, sie kann tief sein – aber sie wird auch wieder steigen. Wenn du dich gerade in einer kurzen Tiefphase befindest, kannst du davon ausgehen, dass sie auch wieder nach oben geht.

Vorausgesetzt, du sabotierst dich nicht selbst, sodass die Welle immer schwächer wird und nicht mehr kraftvoll nach oben schwingen kann.

(06:23)
Etwas, das seit ein paar Jahren mein persönliches Motto ist, ist eine Art Dreieck aus drei Komponenten:
konsequent sein, liebevoll sein und geduldig sein – mit sich selbst.

Alles, was wir erleben, erreichen oder aufbauen wollen, ist ein Prozess.

In diesem Prozess brauchen wir Konsequenz. Wenn wir nicht konsequent sind, hören wir bei der kleinsten Schwierigkeit auf. Vielleicht beginnen wir Dinge gar nicht erst. Wir entwickeln keine Routinen – und ohne Routinen entsteht kein nachhaltiges Ergebnis.

Also brauchen wir eine gewisse Konsequenz.

(07:15)
Aber wir brauchen auch eine liebevolle Haltung uns selbst gegenüber. Wenn wir nur konsequent sind, kippt das schnell in Härte, Ungeduld und übermäßige Disziplin.

Das ist nicht die Lösung.

Deshalb ist die liebevolle Komponente so wichtig, damit alles in Balance bleibt und wir nicht aus reiner Härte heraus ein Ziel erreichen. Das wäre zwar möglich – aber die Frage ist, ob man das wirklich möchte und was es langfristig mit einem macht.

(07:40)
Die dritte Komponente ist Geduld.

Alles braucht Zeit.
Egal, ob du krank bist und heilen möchtest, ob du ein Business aufbaust und Kunden gewinnen willst, ob du dein Kind begleitest, erziehst oder bei den Hausaufgaben unterstützt – alles braucht Zeit.

Dafür brauchen wir Geduld.

(08:11)
Wenn wir konsequent und liebevoll sind, aber ständig nur auf das Ergebnis starren –
„Wann wird es endlich besser?“
„Wann erreiche ich Zahl X?“
„Wann kann ich endlich das und das machen?“
„Wann heile ich endlich?“

– dann sabotieren wir uns wieder selbst.

Wir geben unserem Prozess nicht die Zeit, sich zu entwickeln.

(08:39)
Deshalb ist es so wichtig, konsequent, liebevoll und geduldig mit sich zu sein.

Wir sind keine Maschinen. Wir funktionieren nicht nach dem Prinzip: Knopf drücken – Ergebnis kommt.

Wir sind Körper, Geist und Seele. Und genau diese drei Ebenen brauchen diese drei Qualitäten.

(09:13)
Ich hoffe, dass dir das hilft, mehr mit dir selbst im Reinen zu sein. Den Dingen ihren Lauf zu lassen. Dein Bestes zu geben. Deine Erwartungen zu erfüllen – und gleichzeitig im Hinterkopf zu behalten: Es braucht Zeit. Und es ist okay, sich diese Zeit zu nehmen.

Ich hoffe, die Folge hat dir gefallen und es hilft dir, wenn ich solche Gedanken mit dir teile.

Du kannst mir gerne auf Instagram schreiben – ich verlinke es in den Shownotes – und mir sagen, wie dir die Folge gefallen hat. Ich freue mich auch über eine Bewertung und wenn du den Podcast teilst, damit noch mehr Menschen davon erfahren.

(09:36)
Ich freue mich, dich in der nächsten Folge wieder begrüßen zu dürfen. Bis bald.

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