Folge 20 | 21.02.2026
Warum deine Willenskraft dich erst recht ausbrennt | Emotionen kontrollieren ohne Zwang
Du funktionierst, aber die Last wird schwerer? Erfahre, warum Disziplin beim Abschalten scheitert und wie du in 5 Minuten deine Souveränität als Mutter & Unternehmerin zurück bekommst.
Warum diese Episode für dich relevant ist:
- Erfahre, warum „Sich-Auspowern“ im Fitnessstudio oft das Gegenteil bewirkt und deinen mentalen Stress sogar noch befeuert
- Verstehe, warum du nicht einfach „still sitzen und meditieren“ kannst, wenn dein Nervensystem auf Flucht programmiert ist – und was du stattdessen tun musst
- Erhalte ein konkretes Werkzeug, um in 5 Minuten vom Business-Hustle zu echter Präsenz zu gelangen (damit du dich nicht länger von deinen Emotionen kontrollieren lassen musst)
In dieser Folge räume ich mit dem größten Irrtum auf: Dass man sich Ruhe verdienen oder durch Willenskraft erzwingen kann. Ich teile einen verletzlichen Moment aus meinem eigenen Alltag (eine totale Blockade im Restaurant).
Du lernst, warum dein System eine „Schutzmauer“ hochzieht, wenn der Druck zu hoch wird, und warum du eine aktive Praxis brauchst, um diese Mauer zu sprengen. Es geht nicht darum, noch besser zu funktionieren. Es geht darum, den Funktioniermodus gezielt zu verlassen, um dich wieder lebendig und souverän zu fühlen.
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Transkript
(00:00)
Willkommen zum DeepHeart Talk, deinem Podcast für mehr Souveränität und Leichtigkeit im Business und Zuhause.
Hi, ich bin Lisa und ich freue mich riesig, dass du heute wieder mit dabei bist.
Vielleicht kennst du das auch: Du hattest einen Tag, der bis obenhin vollgepackt war. Du bist eigentlich völlig k.o., aber anstatt dich einfach aufs Sofa zu legen oder dir eine heiße Badewanne zu gönnen, peitschst du dich innerlich noch einmal richtig an. Du gehst vielleicht noch drei Stunden ins Fitnessstudio, quälst dich auf dem Laufband oder stemmst schwere Gewichte, weil du denkst: „Wenn ich mich jetzt richtig auspowere, dann kann ich heute Nacht endlich tief schlafen und mein Kopf gibt endlich Ruhe.“
Und was passiert dann?
Du liegst nachts im Bett, dein Körper fühlt sich an wie Blei und du bist völlig fertig – aber dein Kopf macht einfach weiter. Deine Gedanken rasen, du gehst im Geist die To-do-Liste für morgen durch und eigentlich bist du hellwach, obwohl du körperlich komplett am Ende bist.
Ich weiß genau, wovon ich spreche, denn mir ging es jahrelang genauso. Und wir tappen da in eine Falle, weil wir glauben, dass Entspannung genauso funktioniert wie unser Job – nämlich mit Disziplin und Willenskraft. Damit sind wir weit gekommen. Aber bei Entspannung funktioniert das nicht.
Wir denken, wir müssten uns Ruhe verdienen oder sie erzwingen. Aber das ist ein riesiger Irrtum, der uns irgendwie vorgegaukelt wird. Und ich erkläre dir heute, warum das so ist und was du stattdessen tun kannst, damit du nicht frustriert feststeckst.
(01:37)
Ich hatte gestern so einen Moment. Und der hat mich wieder daran erinnert, wie ich jahrelang war. Gestern war mein Kopf unfassbar voll, weil ich sehr viel gearbeitet habe. Und dann passiert es auch mir immer wieder – selbst wenn ich inzwischen sehr trainiert und bewusst im Umgang mit Stress bin.
Trotzdem gibt es Situationen, in denen auch ich Stress habe und nicht gut damit umgehen kann. Und das ist völlig normal. Wir alle haben stressige Phasen. Die Frage ist nur: Wie gehen wir damit um? Welche Werkzeuge haben wir, die uns helfen, besser damit umzugehen?
Gestern hatte ich das Gefühl, dass keine einzige Information mehr in mein Gehirn passt. Vielleicht kennst du das auch.
(02:25)
Wir waren in meinem Lieblingsrestaurant. Eigentlich dachte ich, es wird ein richtig schöner Abend. Aber ich saß dort und war komplett blockiert. Ich starrte auf die Speisekarte und konnte mir nicht einmal etwas zu essen aussuchen – obwohl es nur eine kleine Entscheidung war und eigentlich etwas Gutes für mich. Aber es hat mich völlig überfordert.
Und das Schlimmste war: Ich habe diesen inneren Druck gespürt und ihn an mein Umfeld abgegeben. Und danach habe ich mir selbst die Schuld dafür gegeben.
Natürlich könnte ich sagen, es lag an der Arbeit, es ist etwas nicht gut gelaufen, irgendjemand anderes ist schuld. Aber am Ende bin ich verantwortlich für meinen Umgang damit.
Ich war schroff, ungeduldig anderen gegenüber, weil ich mich von meinen Emotionen habe kontrollieren lassen. Ich war einfach nicht mehr bei mir.
(03:21)
Als ich das gemerkt habe, dachte ich: „Okay, Lisa, nimm dir fünf Minuten Zeit.“
Wir waren im Restaurant, das Essen würde gleich kommen, ich hatte also nicht viel Zeit. Und ich wollte auch nicht einfach gehen, obwohl man in solchen Momenten oft am liebsten verschwinden würde.
Zum Glück hatte ich mein Handy und meine Kopfhörer dabei. Ich habe gesagt: „Ich gehe kurz raus und bin in fünf Minuten wieder da.“ Dann habe ich einen kurzen biologischen Reset gemacht. Ich erkläre dir gleich, was das ist – es klingt vielleicht etwas verrückt, ist es aber überhaupt nicht. Es ist etwas Wunderbares.
(04:08)
Um die Geschichte abzukürzen: Ich bin danach wieder ins Restaurant gegangen, habe auf mein Essen gewartet, das kurz darauf kam, und ich habe mich gefühlt, als wäre ich zwei Wochen im Wellnessurlaub gewesen.
Die Blockade in meinem Kopf war weg. Diese innere Schärfe war verschwunden. Und ich glaube, man hat es mir angesehen – vor allem hat man es mir angehört. Ich habe selbst gemerkt, wie ich wieder bei mir war. Und ich war erneut erstaunt, wie einfach es sein kann, wenn man die richtige Methode kennt.
(04:47)
Was ist da passiert?
Wenn unser Nervensystem auf Überleben, auf Stress geschaltet ist – weil wir aus einer Situation kommen, die in uns Stress ausgelöst hat –, dann können wir nicht einfach stillsitzen und meditieren. Wir können nicht die Augen schließen und sagen: „Ich bin jetzt ruhig.“
Biologisch gesehen ist unser Körper im Fluchtmodus. Er war die ganze Zeit unter Spannung. Und dann kann er nicht von einem Moment auf den anderen abschalten. Das funktioniert nicht.
Wenn dieser Zustand länger anhält, baut sich wie eine Schutzmauer auf. Und um diese Schutzmauer zu durchbrechen, brauchen wir etwas Aktives.
Wenn ich sehr im Funktionsmodus bin – für Kundinnen da, für meine Familie da, im Tun –, dann kann ich nicht erwarten, dass ich mich im nächsten Moment hinlege und sofort entspanne. Diese Erwartung haben wir aber an uns. Und genau daraus entsteht Frust.
(05:48)
Deshalb ist es hilfreich, etwas Aktives zu machen, um wirklich abzuschalten. Das klingt im ersten Moment widersprüchlich. Aber es funktioniert auch nicht, einfach ins Fitnessstudio zu gehen und die Energie „rauszuhauen“, als würde man den Deckel vom Kochtopf heben, damit der Dampf entweicht – während unten weitergekocht wird.
Wir brauchen einen Übergang in den Entspannungsmodus.
Wir machen aktiv etwas, um den Übergang von Anspannung zu Entspannung im Körper, im Nervensystem und im Gehirn miteinander zu verbinden. Denn wir sind Seele, Geist und Körper. Wir können nicht nur mental entscheiden: „Jetzt bin ich im Hustle-Modus, jetzt bin ich im Entspannungsmodus“, wenn der Körper nicht mitzieht.
Wir müssen ihn mitnehmen. Sonst entstehen Blockaden und Frust – und das setzt sich alles im Körper fest.
(07:05)
Deshalb brauchen wir etwas, das ganzheitlich funktioniert. Eine aktive Praxis, mit der wir uns selbst aus dem Stressmodus herausholen können.
Das Gute ist: Dieser fünfminütige biologische Reset ist überall machbar. Er funktioniert über den Atem und den Beckenboden. Es ist eine spezielle Praxis, mit der wir diese innere Mauer aufbrechen und aus dem festgefahrenen Stressmodus herauskommen.
Ich wusste lange nicht, dass es so funktioniert. Ich habe mich selbst verurteilt, weil ich nicht einfach meditieren konnte, nicht einfach stillsitzen und entspannen konnte. Ich habe mich gefragt, was mit mir nicht stimmt.
Bis ich verstanden habe: Wir sind nicht nur unser Verstand. Unser Körper ist immer beteiligt.
Hätte ich das früher gewusst, hätte ich mir viele schlaflose Nächte und auch einige Streitereien erspart. Und deshalb möchte ich dir das nicht vorenthalten.
(08:22)
In den Shownotes findest du den Link zu diesem fünfminütigen Reset. Hör dir den Podcast gern bis zum Ende an und schau dann dort nach. Gönn dir diese fünf Minuten.
Es geht nicht darum, noch besser zu funktionieren. Es geht darum, endlich aus diesem Funktionsmodus auszusteigen und wieder in die Entspannung zu kommen – damit du dich lebendig und mit dir verbunden fühlst.
Das Gute ist: Es hat nichts mit Willenskraft oder Disziplin zu tun. Du setzt dich hin, lässt dich von meiner Stimme führen und machst aktiv mit. Du musst nicht stillsitzen und dich nicht zwingen zu entspannen. Es ist aktiv – und genau deshalb wird es dir leichtfallen.
Du wirst merken, wie leicht du dich danach fühlst.
(09:09)
Danke, dass du heute zugehört hast.
Ich wünsche dir einen wunderbaren, leichten Tag oder Abend – je nachdem, wann du diese Folge hörst.
Wir hören uns in der nächsten Episode vom DeepHeart Talk.
Bis bald, deine Lisa.
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